Nach 40 Grad Hitzewelle und Backofennächten: So wird die erste Ferienwoche in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland
Drei Tage mit mehr als 40 Grad, elf Tage in Folge über 35 Grad und seit fast zwei Wochen Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke: Die außergewöhnliche Hitzewelle hat Deutschland fest im Griff gehabt. Pünktlich zum Ferienbeginn in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland zeichnet sich nun jedoch eine spürbare Entlastung ab – auch wenn Schauer und Gewitter zunächst noch Teil der Wettergeschichte bleiben.

Selten dürfte der Beginn der Sommerferien so vielen Menschen entgegengekommen sein wie in diesem Jahr. Während Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland in die schulfreie Zeit starten, liegt eine außergewöhnliche Hitzewelle gerade erst hinter ihnen.
Noch am vergangenen Wochenende wurden in Teilen Deutschlands Temperaturen über der 40-Grad-Marke gemessen.
Zahlreiche Allzeitrekorde fielen. Im Saarland gab es eine Hitzewelle mit drei Tagen hintereinander an denen über 40 Grad gemessen wurden.
Dazu kamen tropische Nächte, in denen die Temperaturen vielerorts nicht unter 25 Grad sanken.
Wohnungen heizten sich über Tage hinweg auf, die Nächte brachten kaum Erholung und selbst kurze Wege im Freien wurden für viele Menschen zur Belastung.
Nun zeigt sich die Atmosphäre von einer völlig anderen Seite. Mit einer Kaltfront ist die schwül-heiße Luftmasse nach Osten abgedrängt worden. An ihre Stelle tritt deutlich angenehmere Luft. Für Millionen Menschen beginnt damit nicht nur die Ferienzeit, sondern auch eine meteorologische Verschnaufpause.
Erholung für Reisende und Daheimgebliebene
Ob auf der Autobahn Richtung Nordsee oder Alpen, im Stau auf dem Weg in den Urlaub, mit dem Zug quer durch Deutschland oder auf der heimischen Terrasse – die Wetterbedingungen werden in den kommenden Tagen deutlich angenehmer ausfallen als noch am vergangenen Wochenende.
Die Temperaturen bewegen sich nun wieder auf einem Niveau, das viele Menschen als klassischen Sommer empfinden. Es bleibt warm, teilweise sogar sommerlich warm, doch die extreme Wärmebelastung der vergangenen Tage ist zunächst vorbei.
Besonders deutlich wird die Veränderung nachts:
Während zuletzt vielerorts Tropennächte registriert wurden, können Häuser und Wohnungen nun wieder besser auskühlen. Die Temperaturen sinken häufig auf 14 bis 18 Grad, lokal sogar noch etwas darunter.
Damit kehrt ein Stück Normalität zurück, das vielen Menschen in den vergangenen Tagen gefehlt hat.
Gewitter begleiten den Wetterumschwung
Ganz störungsfrei verläuft der Ferienstart allerdings nicht. Die Wetterumstellung wird zunächst noch von Schauern und Gewittern begleitet.
Am Montag ziehen vor allem im Süden und Osten noch Schauer und teils kräftige Gewitter durch. Lokal kann es zu Starkregen, Hagel und stürmischen Böen kommen. Vereinzelt besteht sogar Unwettergefahr.
Auch am Dienstag ist die Atmosphäre noch nicht vollständig beruhigt. Vor allem am Nachmittag können sich erneut einzelne Gewitter entwickeln. Diese fallen zwar deutlich lokaler aus als während der Hitzewelle, sollten bei Ausflügen und Freizeitaktivitäten aber weiterhin berücksichtigt werden.
Zur Wochenmitte nimmt die Gewitterneigung allmählich ab. Zwar sind einzelne Schauer oder kurze Gewitter weiterhin möglich, insgesamt dominieren jedoch zunehmend ruhigere Wetterverhältnisse.
"Normalo-Sommer" statt Hitzestress
Die Temperaturen zeigen eindrucksvoll, wie stark sich die Wetterlage verändert hat.
- Am Montag werden meist 25 bis 29 Grad erreicht.
- Am Dienstag steigen die Werte auf 28 bis 32 Grad. Zur Wochenmitte liegen die Höchstwerte überwiegend zwischen 24 und 29 Grad.
Damit bleibt es sommerlich warm, ohne dass erneut eine außergewöhnliche Hitzebelastung entsteht. Die Luftmasse ist deutlich frischer, die Nächte bringen wieder Erholung und selbst längere Aufenthalte im Freien werden wesentlich angenehmer.
️ Temperaturtrend
— Meteored Deutschland (@MeteoredDE) June 29, 2026
️ heute meist zwischen 25 und 29 Grad, lokal bis 32 Grad
Deutlich kühler als am Wochenende mit Rückgang um teils mehr als 10 Grad
️ S & O weiterhin sommerlich warm, dazu Schauer und kräftige Gewitter möglich
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Der Sommer bleibt auf Kurs
Für die zweite Wochenhälfte sprechen die Wettermodelle zunehmend für freundliches Sommerwetter. Vor allem am Donnerstag und Freitag dürfte sich vielerorts die Sonne häufiger zeigen. Die Temperaturen steigen erneut auf Werte zwischen 25 und knapp 30 Grad.
Damit bekommen die ersten Urlaubstage genau die Mischung, die sich viele Menschen nach den extremen Hitzetagen wünschen: viel Sommer, ausreichend Sonne und deutlich weniger Belastung.
Interessant bleibt der Blick auf das kommende Wochenende
Einige Wettermodelle deuten bereits wieder einen Temperaturanstieg an. Vor allem im Südwesten Deutschlands könnte die 30-Grad-Marke erneut überschritten werden. Ob daraus eine neue Hitzewelle entsteht, ist derzeit allerdings noch völlig offen.