Meteorologe: „Eiszeit-Gefahr im Februar – gabs schon lange nicht mehr" Russlandhoch, Polarwirbel und extreme Kälte

Neue Wetterdaten schlagen Alarm: Experten sehen einen Februar voller Frost, Eis und Schnee. Ein gefährliches Zusammenspiel könnte den Winter noch einmal drastisch verschärfen.
Ein mächtiges Russlandhoch steht im Zentrum der aktuellen Wetterspekulationen. Solche Hochdruckgebiete wirken wie ein Motor für eisige Kontinentalluft. Sie blockieren milde Atlantikluft und zwingen kalte Luftmassen nach Mitteleuropa.
Nach Einschätzung vieler Modelle könnte sich diese Lage ungewöhnlich lange festsetzen. Die Folgen wären klirrend kalte Nächte, verbreitet zweistellige Minusgrade und lokal Temperaturen bis nahe minus 20 Grad. Auch tagsüber würde sich die Kälte kaum abschwächen, Dauerfrost wäre in vielen Regionen möglich.
Experten warnen vor einer festgefahrenen Wetterlage
„Das Risiko einer blockierenden Großwetterlage ist deutlich erhöht“, erklärt ein Meteorologe mit Blick auf die aktuellen Berechnungen. Besonders brisant ist die Stabilität des Hochs, denn je länger es anhält, desto extremer können die Auswirkungen werden.

Straßen, Böden und Gewässer würden zunehmend durchfrieren. Solche Lagen sind nicht spektakulär durch Schneemassen, sondern durch ihre zermürbende Dauer. Genau das macht sie gefährlich für Infrastruktur, Landwirtschaft und Energieversorgung.
Der Polarwirbel als heimlicher Verstärker
Parallel richtet sich der Blick nach Norden, zum Polarwirbel. Dieser riesige Kältestrudel über der Arktis zeigt Anzeichen von Schwäche. Wird er gestört, kann arktische Kaltluft weit nach Süden ausbrechen. In Kombination mit dem Russlandhoch entsteht eine hochexplosive Wetterlage. Die Kälte fließt nicht einmalig, sondern in mehreren Schüben nach Mitteleuropa. Jeder neue Vorstoß kann die Frostperiode weiter verlängern.
Schnee mittendrin, aber nicht das Hauptthema
Auch Schnee spielt in diesem Szenario eine Rolle, wenn auch nicht permanent. An den Rändern der Kaltluft können kleinere Tiefs entlangziehen und feuchte Luft einschaufeln. Dann drohen plötzliche Schneefälle, die auf gefrorenen Böden liegen bleiben. Das verstärkt die Kälte zusätzlich, da Schnee wie eine Isolierschicht wirkt. Besonders nachts könnten die Temperaturen dadurch noch weiter absinken.
Erinnerungen an historische Winter werden wach
Viele Meteorologen fühlen sich an legendäre Ostwinter erinnert, die ganze Regionen wochenlang lahmlegten. Solche Phasen sind selten, aber sie kommen vor. Entscheidend ist, ob das Zusammenspiel aus Hochdruckblockade und Polarwirbelstörung anhält. Sollte sich dieses Muster bestätigen, hätte der Februar das Potenzial, als außergewöhnlicher Kältemonat in die Wettergeschichte einzugehen.
Warum jetzt besondere Aufmerksamkeit nötig ist
Noch ist nichts endgültig entschieden, doch die Signale sind ungewöhnlich stark. Modelle, Ensemble-Trends und Großwetteranalysen zeigen in dieselbe Richtung. Für viele Experten ist klar: Dieser Februar verdient erhöhte Aufmerksamkeit. Denn wenn sich die Kälte erst einmal etabliert, gibt es kaum einen schnellen Ausweg. Der Winter könnte noch einmal mit voller Härte zuschlagen.