Mega-Hoch täuscht ganz Deutschland: Nach dem 10. November droht die Wetter-Wende und das US-Modell weicht nicht zurück

Mega-Hoch täuscht ganz Deutschland: Nach dem 10. November droht die Wetter-Wende und das US-Modell weicht nicht zurück

Unter dem Mega-Hoch bleibt es grau, trocken und ruhig. Doch nach dem 10. November könnte alles kippen: Das US-Wettermodell zeigt Polarluft, strengen Nachtfrost und Schnee bis ins Flachland.

Deutschland liegt unter einem Mega-Hoch, und das Wetter wirkt wie eingefroren. Morgens Nebel, mittags Grau, und Regen fällt so gut wie gar nicht. Viele dürften längst damit rechnen, dass es den ganzen November über so weitergeht.

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Genau das könnte ein Irrtum sein. Auf den Wetterkarten zeichnet sich nach dem 10. November eine Wetter-Wende ab, und das amerikanische Wettermodell GFS rückt seit Tagen nicht davon ab.

Das Mega-Hoch bremst jede Wetteränderung aus

Bis etwa zum 10. November tut sich wenig. Das Dauerhoch blockt die Tiefs vom Atlantik ab, die Luft steht, und unter der Inversion halten sich Nebel und Hochnebel oft bis in den Nachmittag. Sonne gibt es häufig nur auf den Bergen.

Ein Megahoch mit den Namen KLAUS legt ganz Europa lahm. Es ist weit verbreitet trocken, aber auch recht frisch.
Ein Megahoch mit den Namen KLAUS legt ganz Europa lahm. Es ist weit verbreitet trocken, aber auch recht frisch.

Dazu kommt die anhaltende Trockenheit. Nennenswerter Regen ist vorerst nicht in Sicht, und das hat längst spürbare Folgen.

Am Rhein spitzt sich die Lage weiter zu

Besonders deutlich zeigt sich das am Rhein. Das Niedrigwasser verschärft sich, und der Pegel Worms lag zuletzt schon wieder bei fast null Zentimetern. Für die Schifffahrt ist das ein ernstes Problem.

Das ruhige Hochdruckwetter mag harmlos aussehen, doch es verschlimmert die Dürre von Tag zu Tag. Bis zur Umstellung der Wetterlage bekommt der Fluss kaum Nachschub.

US-Modell rechnet mit Schnee bis ins Flachland

Für die Zeit ab etwa dem 10. November zeigt das GFS eine Karte, die es in sich hat: eine Schneedecke bis ins Flachland, im Süden bis zu 10 Zentimeter, dazu Nachtfrost bis minus 10 Grad. Nach dem milden Grau der vergangenen Wochen wäre das ein gewaltiger Temperatursturz.

Regen? Welcher Regen? Es geht schon wieder extrem trocken weiter. Bis Samstag ist in Sachen Niederschlag nichts zu erwarten.
Regen? Welcher Regen? Es geht schon wieder extrem trocken weiter. Bis Samstag ist in Sachen Niederschlag nichts zu erwarten.

Entscheidend ist dabei nicht die einzelne Karte, sondern ihre Hartnäckigkeit. Dieser Kälte-Trend taucht von Lauf zu Lauf immer wieder auf, obwohl die langfristigen Monatskarten für den November bislang viel zu warme Werte gezeigt hatten.

So könnte die Polarluft zu uns kommen

Der Schlüssel liegt in der Position des Hochs. Verlagert es sich zur Nordsee, ändert sich die Strömung über Mitteleuropa grundlegend. An seiner Ostflanke könnte dann Polarluft weit nach Süden vorstoßen.

Tipp: Wechseln Sie jetzt auf Winterreifen, solange die Werkstätten noch freie Termine haben. Kommt die Polarluft tatsächlich, wird die Wartezeit schnell länger als der Weg zur Arbeit bei Glatteis.

Eine Kaltfront würde das Novembergrau ablösen, und anschließend wäre der Weg für Frost und erste Flocken frei. Auch das europäische Wettermodell ECMWF hatte zuletzt in diese Richtung gedeutet.

Noch ist der Wintereinbruch nicht sicher

Festlegen lässt sich das Szenario noch nicht. Die Vorlaufzeit ist groß, und solche Hochdrucklagen halten sich oft länger, als die Modelle es zunächst berechnen. Es kann also auch ein deutlich schwächerer Kälteeinbruch werden oder ganz beim ruhigen Grau bleiben.

Trotzdem sollten Sie die nächsten Tage im Blick behalten. Wer noch mit Sommerreifen unterwegs ist, sollte den Wechsel jetzt einplanen, denn bei einem solchen Umschwung kann Glätte sehr schnell zum Thema werden.