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Kommt nächste Woche der Winter mit Eis und Schnee nach Deutschland?

In den Medien ist immer öfters zu lesen, dass uns zum Monatsende ein Wintereinbruch bevorstehen könnte. Doch was ist dran an den Gerüchten? Müssen wir bald mit Schnee bis in tiefe Lagen rechnen?

Dominik Jung Dominik Jung 17 Okt 2018 - 08:17 UTC
Winterreifen aufziehen
Auch wenn ein richtiger Wintereinbruch bis in tiefe Lagen noch auf sich warten lässt, sollte man in den kommenden Tagen doch so langsam die Reifen wechseln.

Es gibt Leserinnen und Leser die warten tatsächlich schon auf die ersten Schneeflocken. Ungewöhnlich wäre das nicht, denn es gab schon öfters bereits im Oktober die ersten winterlichen Grüße bis in tiefe Lagen. Doch wird das auch in diesem Jahr der Fall sein? Derzeit könnte man eher noch meinen man sei mitten im Juni, statt im Oktober. Seit vergangenen Woche liegen die Höchstwerte in Deutschland nahezu täglich bei bis zu 25 Grad und mehr. Von Kälte und Winter ist also noch keine Spur.

Einige Branchenkollegen rufen nun seit einigen Tagen für die letzten Oktobertage einen Wintereinbruch bis in tiefe Lagen aus. Doch ist da etwas dran und ist das überhaupt seriös? Das schauen wir uns im Folgenden mal etwas genauer an. Fakt ist, dass es in den nächsten Tagen nach und nach kühler wird, das aber ganz langsam. Eine Abkühlung ist auch nicht verwunderlich, denn wir liegen derzeit 10 bis 15 Grad über den für die Jahreszeit normalen Werten.

Am Wochenende kühler, aber weiterhin viel Sonnenschein

Die Nächte werde nun immer länger und die Tage kürzer. Daher kann es nachts recht lange auskühlen. Am Tag schafft es die Sonne dann nicht mehr so viel einzuheizen wie das noch im Juni oder Juli der Fall gewesen ist, damit muss es nun zwangsläufig kälter werden. Aber die Höchstwerte sinken bis zum Wochenende nur ganz langsam ab und liegen selbst am Samstag und Sonntag immer noch zwischen 13 und knapp 20 Grad im Schatten. Regen ist in den nächsten Tagen kaum in Sicht, denn neben Hoch Volker kommt noch ein weiteres Hoch mit dem Namen Wolfgang ins Spiel.

Kaum Regen
Bis Sonntag bleibt es im Süden Deutschlands komplett trocken. Nach Norden kann es etwas Regen geben. Die Dürre kann dadurch nicht beendet werden.

Damit wird sich auch die Trockenheit weiter verschärfen. Insgesamt wird es von Donnerstag bis Sonntag überwiegend freundlich weitergehen. Besonders in der Mitte und im Süden ist viel Sonnenschein in Sicht. Im Norden ziehen zeitweise auch mal ein paar Wolkenfelder durch. Diese bringen aber meist keinen Regen. Wir dürfen uns also noch auf ein paar goldene Oktobertage freuen.

Nächste Woche rutschen die Höchstwerte teilweise unter 10 Grad

In der kommenden Woche wird es dann noch etwas frischer, besonders nach Osten hin rutschen die Tageshöchstwerte zeitweise auf 10 Grad und tiefer. Nachts kann es dann auch mal etwas Frost geben. Spätestens dann ist es Zeit die Winterreifen aufzuziehen. Im weiteren Verlauf müssen wir nächste Woche dann auch mit Niederschlägen rechnen. Die Mengen sind aber weiterhin recht gering. Aufgrund der sinkenden Höchstwerte kann es dann in den Mittelgebirgen sogar Schneeflocken geben.

Mit einem Wintereinbruch bis in tiefe Lagen ist derzeit aber im Oktober nicht zu rechnen. Schneeflocken sind maximal ab 600 bis 800 m möglich. Darunter ist es durchweg Regen. Wir müssen uns also bis Monatsende noch keinen Sorgen über einen großen Wintereinbruch machen. Fakt ist allerdings, dass die extrem warmen Tage nun erstmal vorbei sind. Langsam stellt sich die Wetterlage Richtung Herbst um.

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