Juliprognose ist da - Wetterforscher: „Das wird viele überraschen" Wettermodelle mit klarer Ansage

Die heißeste Phase des Jahres läuft auf Hochtouren – doch was kommt danach? Die neue Juliprognose liegt vor und sorgt schon jetzt für reichlich Gesprächsstoff. Ein Blick auf die Modelle lohnt sich.
Die extreme Junihitze beschäftigt uns noch auf Hochtouren, doch da drängt sich schon die nächste große Frage auf: Wie geht es eigentlich im Juli weiter? Viele hoffen jetzt auf Abkühlung, auf Regen, auf eine Verschnaufpause. Andere wollen genau wissen, ob der Hochsommer gleich nahtlos weitermacht.
Die Antwort der Langfristmodelle ist erstaunlich deutlich – und sie dürfte den einen oder anderen ganz schön ins Grübeln bringen.
Die nächste Hitzewelle steht schon in den Startlöchern
Wer gedacht hat, nach diesem heißen Juni sei erst mal Ruhe, der irrt. Die großen Wettermodelle aus Europa und den USA rechnen für den Juli mit einem ordentlichen Wärmeüberschuss. Zwei bis vier Grad über dem langjährigen Mittel sind im Gespräch, im Süden lokal sogar bis zu fünf Grad.
Damit ist klar: Hitzetage über 30 Grad werden zur Normalität, einzelne Spitzen bis 38 Grad liegen absolut im Bereich des Möglichen. Eine echte Pause sieht anders aus.
Der Süden und Westen schwitzen am meisten
Besonders heftig erwischt es voraussichtlich wieder den Süden und Westen der Republik. Hier baut sich die Hitze am schnellsten auf, hier halten sich die hohen Werte am längsten. Schwüle Luft, tropische Nächte über 20 Grad und kaum Abkühlung – der Kreislauf bekommt richtig zu tun.

Im Norden geht es etwas gemäßigter zu, doch auch dort bleibt es deutlich zu warm für die Jahreszeit. Eine kühle Insel gibt es nach aktuellem Stand nirgends.
Trockenheit wird zum stillen Riesen
Was viele unterschätzen: Nicht die Hitze allein macht uns zu schaffen, sondern die Trockenheit. Die Böden sind nach einem viel zu trockenen Frühjahr vielerorts ausgezehrt, und wenn jetzt wochenlang der Landregen fehlt, wird es ernst.
Vor allem in Ostdeutschland, in Franken und am Rhein drohen braune Wiesen, sinkende Flusspegel und massiver Stress für die Landwirtschaft. Kurze Hitzegewitter bringen Krawall, aber kaum nutzbaren Regen.
Gewitter mit ordentlich Wucht
Ganz ohne Action geht es trotzdem nicht. Zwischen den heißen Phasen können sich kräftige Gewitter entladen – mit Starkregen, Hagel und stürmischen Böen. Manche dieser Zellen haben es richtig in sich.

Das Tückische: Diese Unwetter ziehen oft blitzschnell durch, richten lokal Schaden an und lassen den ausgetrockneten Boden danach trotzdem staubtrocken zurück. Eine echte Entspannung bei der Trockenheit bringen sie meist nicht.
Der Siebenschläfer stellt jetzt die Weichen
Spannend wird der Zeitraum rund um den 27. Juni, den Beginn des Siebenschläfers. Diese Wetterlage hält sich erfahrungsgemäß oft bis weit in den Juli und gibt damit den Ton für den ganzen Sommer vor.
Setzt sich das stabile Hoch durch, droht wochenlange Glut. Kippt es Anfang Juli doch noch, kommen Gewitterfronten und kurze Kaltluftschübe ins Spiel. Eines aber steht fest: Langweilig wird dieser Sommer garantiert nicht.