Frühlingsprognose 2026 ist da! Wetterforscher „Ein Monat könnte völlig aus der Reihe tanzen“

Der Frühling startet mild, doch ein Monat könnte völlig anders verlaufen. Besonders im April drohen späte Kälterückfälle mit Schnee bis in tiefe Lagen.
Der meteorologische Frühling beginnt in diesem Jahr mit einer klaren Tendenz zu milden Temperaturen und immer wieder freundlichen Phasen. Viele Menschen hoffen daher auf einen insgesamt warmen und sonnigen Verlauf bis in den Frühsommer hinein.
Tatsächlich zeigen langfristige Trends auch eine überdurchschnittlich warme Gesamttendenz für den Frühling. Doch genau darin liegt die Gefahr falscher Erwartungen. Ein einzelner Monat kann deutlich vom Trend abweichen – und genau dieser Kandidat ist in diesem Jahr sehr wahrscheinlich der April.
Der April als Unsicherheitsfaktor
Mehrere Modellrechnungen deuten darauf hin, dass der April deutlich wechselhafter und kälter wirken könnte als März und Mai. Während die Durchschnittstemperaturen insgesamt nicht unbedingt zu niedrig ausfallen müssen, könnten sich immer wieder kühlere Luftmassen aus Norden oder Nordosten durchsetzen.

Solche Wetterlagen sorgen oft für einen rauen Eindruck, selbst wenn der Monat statistisch im Mittel nicht außergewöhnlich kalt ist. Gerade diese Konstellationen sind typisch für Frühjahre mit insgesamt milder Tendenz.
Rückfälle bis in den Spätwinter möglich
Besonders bemerkenswert ist, dass späte winterliche Rückfälle ausdrücklich möglich bleiben. Selbst Schneeregen oder Schnee bis in tiefe Lagen sind im April keineswegs ausgeschlossen.
Vor allem bei klaren Nächten kann es außerdem noch verbreitet zu Bodenfrost oder leichtem Luftfrost kommen. Solche Situationen können die Vegetation empfindlich treffen, weil viele Pflanzen nach einem milden März bereits weit entwickelt sind. Genau diese Kombination macht den April besonders spannend.
Selbst Ostern bleibt unsicher
Auch rund um die Osterzeit sind typische Aprilkapriolen durchaus realistisch. Wechsel zwischen milder Luft und kühleren Abschnitten können dafür sorgen, dass sich sonnige Tage mit kalten Schauern, Graupel oder Schneeregen abwechseln. In ungünstigen Lagen könnten kurzfristig sogar weiße Landschaften entstehen, zumindest vorübergehend. Solche Entwicklungen sind klimatologisch nicht ungewöhnlich, werden nach einem milden Winter aber oft als besonders überraschend wahrgenommen.
Warum der April aus der Reihe tanzen kann
Meteorologisch liegt der Grund in möglichen blockierenden Hochdrucklagen über Nordeuropa, die kalte Luft nach Mitteleuropa lenken können. Gleichzeitig nimmt im Frühjahr die Sonneneinstrahlung deutlich zu, wodurch sich rasch neue Tiefdruckgebiete entwickeln können. Das Ergebnis ist häufig ein sehr dynamisches und unbeständiges Wetter, das stark schwankt. Genau dieses Zusammenspiel macht den April zum klassischen Übergangsmonat zwischen Winter und Frühsommer.
Danach wieder deutlich wärmer
Trotz möglicher Rückschläge stehen die Chancen gut, dass sich danach wieder deutlich mildere Luftmassen durchsetzen. Besonders im Mai zeigen viele Prognosen erneut eine klare Warmtendenz mit steigender Wahrscheinlichkeit für längere sonnige Phasen. Sollte sich dieses Szenario bestätigen, könnte der April im Rückblick tatsächlich wie ein kurzer kühler Zwischenstopp wirken – bevor der Frühling schließlich doch noch in Richtung Frühsommer durchstartet.