Frost-Drama bei Hobbygärtnern! Wetterexperte warnt: „Was jetzt rauskommt, kann sofort erfrieren!"

Erst Sommer-Feeling bei fast 30 Grad – jetzt droht eisige Nacht-Kälte! Hobbygärtner müssen schnell reagieren. Und ein Wetterforscher warnt: Auch nach den Eisheiligen ist die Gefahr nicht vorbei.
Ehrlich gesagt: So einen Temperatursturz erlebt man nicht oft. Erst am vergangenen Wochenende meldeten Stationen in Brandenburg fast 30 Grad – jetzt schiebt sich eine eiskalte Polarluftmasse über Deutschland. Und die wird Donnerstag- und Freitagnacht richtig zur Bedrohung.
In den Mittelgebirgslagen, im Alpenvorland, in den Senken Niederbayerns und sogar in Teilen des norddeutschen Binnenlands kann das Thermometer in 5 cm Höhe lokal unter minus 2 Grad rutschen. Das ist kein Spaß mehr. Das ist Frost.
Besonders gefährdet sind klassische Kaltluftbecken: das Erzgebirge, der Bayerische Wald, das Allgäu, der Schwarzwald in höheren Lagen – und überraschend auch Heidegebiete in Niedersachsen.
Diese Pflanzen müssen jetzt sofort rein
Wer Tomaten, Geranien, Petunien oder Basilikum schon ins Freie gestellt hat – und mal Hand aufs Herz, wer hat das nach dem Sommer-Wochenende nicht? –, sollte JETZT handeln. Entweder die Pflanzen über Nacht reinholen oder mit einem Gartenvlies abdecken.
Folie tut's zur Not auch, ist aber nicht ideal, weil sich darunter Tauwasser bildet. Was draußen bleiben darf? Frühlingsblüher wie Stiefmütterchen, Primeln, Vergissmeinnicht – die stecken das locker weg.
Eisheilige 2026 – diesmal anders als gewohnt
Der klassische Termin der Eisheiligen liegt zwischen dem 11. und 15. Mai: Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und zum Schluss die Kalte Sophie. Das europäische Wettermodell ECMWF rechnet aktuell aber mit einer überraschenden Wendung – die Eisheiligen-Woche soll rund zweieinhalb Grad über dem langjährigen Mittel liegen.

Dazu deutlich zu nass. Frostnächte? Eher unwahrscheinlich – aber, und jetzt kommt das große Aber: das Modell kann sich auch täuschen. Ich bleibe da skeptisch. Wer den März und April mitverfolgt hat, weiß: Die Modelle haben in diesem Jahr schon mehrfach kräftig danebengelegen.
Kann's nach den Eisheiligen NOCH mal kalt werden? Ja!
Das ist der Punkt, den viele unterschätzen. Historische Auswertungen zeigen: In manchen Jahren trat der letzte Bodenfrost erst zwischen Ende Mai und dem 4. Juni auf. Vor allem in Senken, Tallagen und im Südosten Deutschlands. Eines kann ich aus jahrelanger Wetter-Erfahrung sagen: Die Eisheiligen sind ein Anhaltspunkt – keine Garantie.
Wer sich blind drauf verlässt, hat schon verloren. Und Mitte Juni kommt noch die Schafskälte – eine weitere meteorologische Singularität, die regelmäßig für Frösteln sorgt.
Mein Rat an alle Hobbygärtner
Ich sag's mal so: Lieber zwei Wochen zu spät pflanzen als einen Frost zu früh. Tomaten, Gurken, Auberginen – frühestens nach dem 15. Mai dauerhaft raus. Wer's früher wagt: Vlies bereitlegen. Wettervorhersage täglich checken.
Und bitte nicht der ersten Sommerwoche im April oder Anfang Mai blind vertrauen. Der Mai ist und bleibt unberechenbar – das war 2024 so, das war 2025 so, und 2026 macht da keine Ausnahme.
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