Wetterforscher Habermehl fassungslos: „200 Liter Regen!" – Mai säuft ab, ist die Hochdruckphase komplett durch?

Erst Sommerhitze, jetzt der totale Regen-Wahnsinn: Bis zu 200 Liter sollen vom Himmel kommen – sogar im Osten könnten 100 Liter zusammenkommen. Was ist hier los?
Wer sich für die nächsten zwei Wochen auf goldenen Frühling, blauen Himmel und Eisdielen-Wetter eingestellt hat, der muss jetzt umdenken.
Und zwar schnell. Der aktuelle GFS-Lauf vom 6. Mai zeigt für die kommenden 14 Tage ein Bild, das man so im Mai wirklich selten zu sehen bekommt: Regen. Viel Regen. Zu viel Regen. Bis zu 200 Liter pro Quadratmeter sollen örtlich vom Himmel kommen.
Schon diese Woche knallt es – und zwar quer durch Deutschland
Es geht nicht erst irgendwann los, es geht jetzt los. Bereits in den kommenden Tagen rechnet das Modell für viele Regionen mit Niederschlagsmengen zwischen 50 und 80 Litern allein in dieser Woche. Betroffen sind nicht nur die üblichen Regen-Verdächtigen im Westen und Süden – nein, es trifft auch Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Berlin und Brandenburg. Wer also dachte, der Osten würde wieder einmal staubtrocken bleiben: Pustekuchen.

Die 14-Tage-Summe hat es in sich
Über den gesamten Zeitraum bis zum 22. Mai rechnet das amerikanische Modell mit folgenden Mengen: Im Westen und Südwesten – also Schwarzwald, Saarland, Pfalz, Allgäu – können lokal bis zu 200 Liter zusammenkommen. Im Osten sind immerhin noch bis zu 100 Liter drin. Das ist eine Hausnummer, mit der ich vor einer Woche nicht gerechnet hätte.
„Das ist kein normaler Mai mehr"
„Wenn diese Mengen auch nur halbwegs eintreffen, vergisst man den Mai 2026 so schnell nicht." Die zentrale Frage, die sich jetzt stellt: Ist die Hochdruckphase, die uns die letzten Wochen verwöhnt hat, jetzt komplett durch? Im Moment sieht es leider sehr danach aus. Tiefdruckgebiete schieben sich von Westen heran, die Strömung dreht auf eine wechselhafte Westlage, und die Atmosphäre ist warm genug, um ordentlich Wasser zu transportieren. Eine ungute Mischung.
Vorsicht bleibt trotzdem geboten
Ehrlich gesagt: GFS neigt im Extended Range gerne mal zur Übertreibung, gerade bei konvektiven Mengen. Das ECMWF-Ensemble rechnet ähnlich nass, aber mit etwas weniger Spitzenwerten. Trotzdem: Die Tendenz stimmt überein. Es wird nass. Punkt. Wer sich auf trockene Frühlingstage eingestellt hat, sollte den Schirm nicht zu tief im Schrank vergraben.
Was bedeutet das konkret für die nächsten Tage?
Eingelagerte Gewitter mit Starkregen, lokale Überflutungsgefahr in Mulden- und Tieflagen, vor allem rund um Christi Himmelfahrt und in der Pfingstwoche. Die Eisheiligen drücken zusätzlich auf die Temperaturen – stellenweise mit einstelligen Werten in der Nacht. Der angekündigte Wonnemonat? Den können wir vorerst vergessen.
Mein Fazit
Der Mai 2026 wird kein Sonnenmonat. Er wird ein Regenmonat. Und zwar einer mit Ansage.
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