Hochwasserwarnung: In diesen Regionen Deutschlands steigen die Flusspegel rasch an!

Der viele Schnee rauscht in den nächsten Tagen in Bäche und Flüsse. Es kommt zu starkem Tauwetter. Die Pegel von Rhein und Main steigen deutlich an. Das gilt auch für die Nebenflüsse. Es droht Hochwasser. Wie schlimm wird es?

Der viele Schnee in Bayern und den anderen Regionen wird sich wie erwartet bis Weihnachten bei weitem nicht halten können. Fast alles wird bis Mittwoch verschwunden sein. So lange dauert nämlich das Tauwetter mindestens an. Dabei kommt einiges an Regen vom Himmel. Das lässt den Schnee noch schneller dahinschmelzen. Das 3- bis 4-tägige massive Tauwetter dürfte unterhalb von 900 bis 1000 m zum kompletten Abschmelzen der Schneedecke führen. Die Höchstwerte steigen ab morgen deutlich an.

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Bis Donnerstagfrüh fällt in Deutschland viel Regen, im Südwesten mehr als 120 Liter pro Quadratmeter. Dazu kommt noch das Schmelzwasser. Es drohen regional Überflutungen.

Ein Tief nach dem anderen zieht dann an Deutschland vorbei. Die Westwetterlage stellt sich damit mal wieder für einige Tage ein. Viel Regen und Wind bringen die Tiefs ebenfalls mit. In den höheren Lagen kommt es verbreitet zu stürmischen Böen. Das wird zeitweise ungemütlich werden. Der 2. Advent ist eher ein Sofa-Tag. Hinausgehen macht bei dem wechselhaften Wetter wenig Spaß. Wer es dennoch wagt, der sollte den Regenschirm nicht vergessen. Die Höchstwerte erreichen 5 bis 10 Grad, im Westen und Südwesten sogar 12 bis knapp 15 Grad. Das ist eine ungewöhnliche Wärme für die aktuelle Jahreszeit.

Nach Wochenmitte wieder etwas frischer

Bis einschließlich Mittwoch dauert das nasse und windige Westwetterlagenwetter an. Immer wieder Regen, viel Wind und milde Luftmassen beherrschen das Wetter bei uns in Deutschland. Bis Mittwoch sind dann auch die großen Schneemassen in Südbayern weitgehend verschwunden. Dafür steigen die Pegel der Flüsse spürbar an. Ein mittleres Hochwasser deutet sich dabei durchaus an. Zum Donnerstag dreht dann der Wind wieder mehr auf nördliche Richtungen und es wird kühler. Zudem lässt der Regen nach und es ist weitgehend trocken. Ein Hoch legt sich über Mitteleuropa und das läutet bei uns eine trübe Hochnebelwetterphase ein.

Dabei wird es nachts wieder frostig und tagsüber bleibt es ebenfalls recht frisch, weil die Nebeldecke die Kälte bestens konserviert. In den Hochlagen ist es dann milder. Das ist die klassische Inversionswetterlage.

Was ist eine Inversionswetterlage?

Eine Inversionswetterlage im Winter ist eine meteorologische Situation, bei der sich die übliche vertikale Temperaturverteilung in der Atmosphäre umkehrt. Normalerweise nimmt die Temperatur mit zunehmender Höhe ab, aber bei einer Inversionswetterlage bleibt kalte Luft am Boden gefangen, während sich in höheren Lagen wärmere Luftschichten darüber befinden. Dies führt zu einer stabilen Luftschichtung, bei der kalte, schwere Luft am Boden liegt und eine wärmere, leichtere Luftschicht darüber liegt. In Mitteleuropa tritt eine Inversionswetterlage häufig im Winter auf, wenn klare Nächte und geringe Windgeschwindigkeiten die Abstrahlung von Wärme vom Boden in den Weltraum begünstigen.

Infolgedessen kühlt sich die Luft in Bodennähe stark ab, während in höheren Lagen wärmere Luft verbleibt. Dies kann zu anhaltenden Nebel- oder Hochnebelgebieten führen, da die kalte Luft Feuchtigkeit aus der Umgebung kondensiert. Solche Wetterlagen können mehrere Tage oder sogar Wochen anhalten und beeinflussen die Luftqualität, da Schadstoffe in Bodennähe eingeschlossen werden. Die Inversionswetterlage hat auch Auswirkungen auf die Temperaturen am Boden, wobei es in tieferen Lagen oft kälter ist als in höheren Regionen. Diese Wetterbedingungen können das alltägliche Leben, den Verkehr und die Landwirtschaft beeinflussen.

Heiligabend kalt und Schnee?

Spannend bleibt es nach wie vor Richtung Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen. Es könnte Schnee bis in tiefe Lagen geben. So sieht es zumindest in den aktuellen Wetterkarten aus.

Es deutet sich eine interessante Wetterlage zu Weihnachten an. Ein Hoch auf dem Atlantik würde uns die milden Luftmassen fernhalten und zugleich kämen aus Norden Schneewolken und kalte Luftmassen.!

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