Fällt Weihnachten ins Wasser? Unangenehme Wetteraussichten!

In weniger als vier Wochen ist Weihnachten und die Aussichten auf Schnee zum Fest sehen nicht gerade rosig aus. Nach den neusten Berechnungen könnte es um Weihnachten herum richtig unangenehm werden.

Johannes Habermehl Johannes Habermehl 30 Nov 2019 - 10:37 UTC
Weiße Weihnachten
Die Chancen auf weiße Weihnachten sehen in diesem Jahr nicht so gut- ganz im Gegenteil.

Morgen beginnt der Dezember, der letzte Monat des Jahres und damit auch der meteorologische Winter 2019/2020. Pünktlich zum Winteranfang könnte es nun deutlich kühler werden und auch den ersten Schnee geben. Doch die mittelfristigen und längerfristigen Aussichten sehen gar nicht gut aus. Demnach könnte es Richtung Weihnachten sehr wechselhaft werden. Es sieht nach einer milden Westwetterlage aus. Was bedeutet das für das Weihnachtsfest?

Eine typische Westwetterlage bringt in der Regen viel Regen und milde Luft und leider auch oft viel Wind bis hin zu Sturm. Und genau so eine Wetterlage deutet sich in der letzten Dezember-Dekade an: mild, nass und sehr stürmisch. Es droht ein stürmisches Weihnachtsfest. Mit einer weißen Weihnacht scheint es auch in diesem Jahr nichts zu werden. Aber: Weiße Weihnachten ist bei uns in Deutschland ohnehin eher ungewöhnlich.

Weiße Weihnachten sind ein seltenes Ereignis

Der Traum vom einer weißen Weihnacht ist in Deutschland oftmals eine eher seltene Angelegenheit. Im Flachland ist nur 1 von 10 Weihnachten weiß. Meist zählt der Dezember zu den milden Wintermonaten. Immerhin beginnt der Winter kalendarisch auch erst am 22. Dezember, also nur wenige Tage vor dem Weihnachtsfest. Damit ist gerade erstmal der Herbst vorbei.

Die Wahrscheinlichkeit auf weiße Weihnachten in den Mittelgebirgslagen ab 500 m liegt bei 40 bis 45 Prozent, ab 800 m liegen die Chancen bei 60 Prozent. Lediglich auf der Zugspitze liegen die Chancen eigentlich jedes Jahr bei guten 100 Prozent. Der Berg ist aber auch so hoch, dass dort eigentlich fast immer an Weihnachten Schnee liegt.

Dezember eher mild und nass

Zwar gibt es am 1. Advent im Westen und und Süden Flockenwirbel. Das wird aber nur von kurze Dauer sein und die Temperaturen klettern recht schnell wieder Richtung 10-Grad-Marke. Dann ist es wieder deutlich milder. Die Winterluft kann sich nichts lange halten. Teilweise bekommen wir es noch mit einer Inversionswetterlage zu tun, das bedeutet es wird in den Hochlagen deutlich milder als unten in den Tälern. Auf den Berggipfeln sind dann auch mal Werte über 10 Grad möglich.

Der Winter lässt sich also noch Zeit. Die mittelfristige Entwicklung deutet dann wieder auf das Aufleben der windigen Westwetterlage hin und die könnte sich wiederum bis Weihnachten halten. Sturm an Weihnachten - das wären wahrscheinlich keine guten Aussichten für die eigentlich ruhigen Festtage!

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