Fällt der September in Wasser?

Der September tut sich zunehmend schwer. Der Monat könnte buchstäblich ins Wasser fallen und zwar ins kalte Wasser. Die kommenden Tage bringen eine deutliche Abkühlung. Nachts gibt es Bodenfrost.

Leon Beurer Leon Beurer 03 Sep 2019 - 09:04 UTC
Regenwetter im September
Der September wird in den kommenden Tagen deutlich kühler und nasser.

Beim Spätsommer ist die Luft bald raus. Die warmen Tage sind gezählt. Noch ist es heute und auch am Mittwoch im Süden Deutschlands und zeitweise auch in der Mitte recht freundlich und trocken. Dazu scheint oft die Sonne. Die Höchstwerte erreichen dabei 23 bis 25 Grad. Im Norden und teilweise auch im Osten dominieren die Wolken. Sie bringen zeitweise Regen oder Schauer. Dort ist bei Temperaturen um 18 bis 21 Grad der Herbst schon angekommen.

Am Mittwoch kann das Hoch Elektra im Süden noch einmal für recht freundliches Ausflugswetter sorgen. Doch spätestens ab Donnerstag ist es dann mit dem schönen Wetter auch im Süden vorbei. Es ziehen dann überall Wolken mit Regenschauern durch. Schon heute gibt es im Norden viele Wolken mit Regen, morgen wird das ähnlich sein. Bis Freitag sinken die Tagestemperaturen auf 13 bis 19 Grad. Auch nachts wird es dann empfindlich kühl. Die Frühwerte liegen dann meist unter 10 und stellenweise sogar unter 5 Grad.

Hurrikan Dorian könnte die Wetterküche in Europa durcheinander wirbeln

Die warmen Tage sind dann zum Wochenende erstmal durch. Grill- und Badewetter ade heißt es dann. Doch nach dem Wochenende werden die Karten neu gemischt, dann nähert sich der ex-Hurrikan Dorian Nordeuropa und der könnte die Wetterküche noch ein klein wenig durcheinander wirbeln. Dabei ist allerdings noch offen in welche Richtung.

Es könnte dann noch kühler und wechselhafter werden oder aber eben auch freundlicher und der Altweibersommer könnte einen Versuch wagen. Allerdings sind aktuelle noch alle Optionen offen. Es kommt dabei auch auf die genaue Zugbahn des ehemaligen Hurrikans an. Bleibt er sehr weit im hohen Norden von Europa, dann könnte einem Azorenhoch dazu verhelfen nach Mitteleuropa voranzukommen. Rutscht er dagegen weiter nach Süden, könnte er Deutschland und Mitteleuropa als Orkantief erreichen und weitere nasse und kühle Tage bringen.

Dorian hängt derzeit bei den nördlichen Bahamas fest

Aktuell hat man das Gefühl dem Wirbelsturm geht die Luft aus, denn er bewegt sich kaum noch von der Stelle. Doch der Schein trügt. Die Eigenbewegung ist nahe 0, das Windfeld drumherum hat es aber weiterhin in sich. Teilweise gibt es Böen über 200 km/h. In den kommenden Stunden wird er dann auch wieder weiterziehen und dabei neue Energie auftanken. Aktuell hat er über den Bahamas etwas Energie abgegeben und konnte keine neue mehr aufnehmen.

Doch das wird sich ändern, wenn er nun weiterzieht. Später trifft er auf die Ostküste Floridas. Dort wird es dann gefährlich. Es gibt meterhohe Wellen, schweren Sturm und tagelange ergiebige Regenfälle. Der Hurrikan zieht auch nur sehr langsam an der Küste entlang und hat damit Zeit sich ordentlich auszutoben. Dabei können extreme Regenmengen von mehr als 500 Liter pro Quadratmeter vom Himmel kommen.

Werbung