Entwarnung an der Wetterfront!

Die Wetterlage beruhigt sich in den kommenden Tagen. Wir können in Sachen Schneechaos, Hochwasser und Lawinen vorsichtig Entwarnung geben. Bis Monatsende geht es nun eher ruhig weiter.

Johannes Habermehl Johannes Habermehl 19 Nov 2019 - 03:45 UTC
Inversionswetterlage
Unten grau und oben Sonnenschein mit einer tollen Fernsicht. So wird sich das Wetter in den kommenden Tagen zeigen.

Die gebeutelten Einsatzkräfte in den Schneegebieten in Österreich, der Schweiz und in Italien dürfen aufatmen. Es wird deutlich ruhiger. Die Tiefs Ingmar, Heiner, Detlef und wie sie alle heißen haben sich verflüchtigt und vielfach aufgelöst. Noch gibt es im Alpenraum letzte Schnee- und Regenfälle, doch die sind bald durch.

Dann nähert sich aus Russland das Hoch Quincy. Das sorgt für eine zunehmend Wetterberuhigung und wir landen in Mitteleuropa quasi im meteorologischen Niemandsland. Es passiert bei uns einfach nicht mehr viel. Die nächsten Tage werden oft ruhig, trocken und zeitweise sonnig werden. Wobei das mit sonnig so eine Sache ist. Im November ist Dunst und Nebel oft sehr hartnäckig.

Auf den Bergen sehr warm

Dabei kommt es auch zu einer Inversionswetterlage. Die ist im November und im Winter recht häufig bei uns zu Gast. Dann ist es mit der Höhe wärmer. Die Temperaturen steigen nach oben hin an. In den Mittelgebirgen ist es dann oftmals freundlich, sonnig und sehr warm. Dagegen steckt man in den Niederungen oft im Dauergrau fest und es ist neblig.


Diese Wetterlage kann sich dann auch in den kommenden Tagen öfters einstellen. Dabei gilt: Flussnahe Regionen liegen öfters unter Nebel als andere. Das Rheintal oder entlang der Donau kann es tagelang grau und trüb bleiben. Dann steigen die Werte am Tag kaum über die Nachtwerte. Es gibt nur wenig Tagesgang bei den Temperaturen.

Wintereinbruch bis Anfang Dezember sehr unwahrscheinlich

Alle Winterfreunde bekommen aufgrund dieser Aussichten wohl das pure Grauen. Es tut sich beim Wetter erstmal einfach nichts mehr. Damit sind auch weitere Schneeoptionen erstmal vom Tisch. Dabei fielen gestern Abend bis heute Morgen in der Eifel teilweise bis zu 25 cm Neuschnee. Doch der taut rasch wieder ab. Kein Wunder: In den Hochlagen wird es nun oft sehr sonnig und warm sein.

Auch in den Alpen setzt Milderung ein. Damit beginnt es auch dort zu tauen. Neuer Schnee ist erstmal nicht in Sicht. Aber gerade oberhalb 2000 m sind die Mengen so üppig, dass dort erstmal nicht alles wegschmelzen wird. Da ist noch genug Puffer vorhanden. Insgesamt ist bis Anfang Dezember kein Wintereinbruch in Sicht!

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