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Rekord-Dürre: Wann gibt es in Deutschland endlich wieder Regen?

Regen, wo steckst Du? Das werden sich in diesen Tagen viele Landwirte, aber auch Gärtner fragen. Wann endet dieses trockene Wetter und wann kommt flächendeckender Landregen? Wir schauen uns die aktuellen Prognosen und den Stand der Dinge an.

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Die Dürre 2022 verstärkt sich weiter. Alle fragen sich wann es wieder Regen gibt. Doch erstmal geht es heiß und trocken weiter.

Dieser Sommer ist ein sehr trockener Vertreter. Aktuell ist es sogar der trockenste Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Er schlägt den Sommer 2018, der ebenfalls sehr trocken war, um Längen. Zumindest ist das der aktuelle Stand. 2018 hatten wir am Ende des Sommers 131 Liter Regen pro Quadratmeter eingesammelt. In diesem Sommer sind es bisher 103 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gewesen. Wir liegen also noch deutlich unter 2018.

Was war eigentlich im Sommer 1947 los? Aktuell geistert ein altes Video durch die Netzwerke. Es trägt den Titel "Die große Dürre" und ist aus dem Jahr 1947. Es zeigt ebenfalls sehr trockene Landschaften in Deutschland. Damals gab es im Sommer insgesamt 157 Liter Regen pro Quadratmeter. Es war also deutlich nasse als 2022 und auch nasser als 2018 gewesen. Trotzdem macht dieses Video aktuell die große Runde und wird in Sachen Klimawandel "missbraucht".

Klimaleugner missbrauchen Dürre-Video

Immer wieder liest man darunter Kommentare wie: Dürre, das gab es also auch schon damals. Aber darum geht es bei der Klimaerwärmung eigentlich auch überhaupt nicht. Die Niederschläge der Sommer seit 1881 sind grundsätzlich kaum verändert. Da gab es immer wieder sehr trockene und auch sehr nasse Sommer. Das darf aber nicht davon ablenken, dass die Temperaturen seit einigen Jahrzehnten im Sommer in Deutschland stark ansteigen. Das Dürre-Video aus 1947 wird allerdings dazu missbraucht, um damit gleich dir direkte Klimaerwärmung zu leugnen, ein altbekannter Taschenspielertrick.

Weit und breit erstmal kein Regen in Sicht

Doch wo steckt denn nun der Regen? Der ist aktuell bis zum Sonntag nicht in Sicht. Das Hoch Oscar steht fest wie ein Fels in der Brandung. Das Hoch macht für kein Tief mit Regen Platz. Auch ein Höhentief, welches zunächst für diese Woche Freitag und Samstag berechnet worden ist, bleibt mehr oder weniger aus. Es schickt am Samstag lediglich ein paar Wolken in den Osten von Deutschland, Regen bringt es aber kaum.

Neue Hoffnung besteht dann in der nächsten Wochen. Am Montag ziehen vom Saarland einzelne Schauer und Gewitter auf. Sie erreichen Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und auch Hessen. Wie immer bekommen nur einige etwas ab. Für Dienstag und Mittwoch war zunächst ein weiteres Höhentief berechnet worden. Stellenweise sahen die Modelle bis zu 150 Liter Regen im Süden und Osten, es wäre ein Segen gewesen. Doch mittlerweile ist auch dieses Tief wieder verschwunden. Geblieben sind noch einzelne Schauer und Gewitter.

Es bleibt sehr warm bis heiß

Unterdessen setzt sich auch die Wärme bzw. Hitze fort. Die Höchstwerte erreichen bis Sonntag oft Werte um 30 Grad, im Westen und Süden auch bis zu 35 oder 36 Grad. Auch nächste Woche sind wir meist um 30 Grad unterwegs. Eine spürbare Abkühlung ist aktuell nicht in Sicht.

Die aktuellen Wetterprognosen deuten bis zum 20. August nur lokale Regenfälle an, größtenteils einzelne Schauer und Gewitter. Der ergiebige Landregen ist weit und breit nicht in Sicht. Wir stecken weiter in der Dürre fest. Entwarnung kann hier leider noch lange nicht gegeben werden. Der Sommer 2022 ist tatsächlich auf bestem Weg, der trockenste Sommer seit 1881 zu werden.