Dippemess bei 25 Grad: Frankfurt genießt Sonne – doch am Sonntag ziehen Regen und stürmische Böen auf

Karussell, Äppler und bis zu 25 Grad: Am heutigen Dippemess-Samstag spielt das Wetter in Frankfurt mit. Schon am Sonntag ziehen jedoch eine Kaltfront, Regen und kräftige Böen über Hessen. Das Wetter muss bei dem Besuch des Traditionsfestes unbedingt mit berücksichtigt werden, Ihr lieben Hessen, damit der Spaß auch gesichert bleibt.

Am Sonntag weht der Wind auch in Frankfurt spürbar. Für die Dippemess bedeutet das eine unruhigere Wetterkulisse – eine generelle Beeinträchtigung der Fahrgeschäfte ist bei diesen Böen jedoch noch nicht zu erwarten.
Am Sonntag weht der Wind auch in Frankfurt spürbar. Für die Dippemess bedeutet das eine unruhigere Wetterkulisse – eine generelle Beeinträchtigung der Fahrgeschäfte ist bei diesen Böen jedoch noch nicht zu erwarten.

Wer heute ab 14 Uhr über die Herbst-Dippemess schlendert, erwischt einen der freundlichsten Tage des Wochenendes. In ganz Hessen bleibt es trocken. Rund um Frankfurt wechseln sich Sonne und lockere Wolkenfelder ab, zeitweise zeigt sich der Himmel nahezu wolkenlos. Erst später wird die Bewölkung aus Richtung Kassel und Limburg dichter.

Mit 20 bis 25 Grad herrschen angenehme Bedingungen für Riesenrad, Kettenkarussell und eine Portion gebrannte Mandeln. Einzig der Südwestwind kann auf freien Flächen zeitweise lebhafter auffallen. Auf Taunusgipfeln oder im Vogelsberg sind einzelne Böen bis etwa 60 Kilometer pro Stunde möglich. Im Frankfurter Stadtgebiet dürfte der Wind schwächer bleiben.

Warum Hessen heute auf der freundlichen Seite liegt

Über Nordeuropa befindet sich eine ausgedehnte Tiefdruckzone, während sich von Südwesten höherer Luftdruck bis nach Mitteleuropa erstreckt. Hessen liegt am Übergang dieser beiden Systeme. Mit einer westlichen Strömung gelangt relativ warme Meeresluft heran.

In rund 1500 Metern Höhe liegen die Temperaturen zunächst bei ungefähr 10 bis 12 Grad. Das reicht bei Sonnenschein am Boden für spätsommerliche Werte. Gleichzeitig stabilisiert der höhere Luftdruck die Atmosphäre über dem Rhein-Main-Gebiet. Aufsteigende Luftbewegungen werden gebremst, weshalb sich keine kräftigen Schauerwolken entwickeln können.

Weiter nördlich verläuft dagegen eine Luftmassengrenze. Sie trennt die milde Luft über der Landesmitte von kühlerer Meeresluft. Zunächst kommt diese Grenze kaum voran – in der Nacht zum Sonntag ändert sich das.

In der Nacht setzt sich die Kaltfront in Bewegung

In der Nacht zieht ein kräftiger Randtrog von Schottland zur Nordsee. Dieser Ausläufer kalter Höhenluft verstärkt die Westströmung und bringt die bislang kaum vorankommende Kaltfront in Bewegung. Dichtere Wolken und erster Regen erreichen anschließend Hessen.

Rund um Frankfurt bleibt es wahrscheinlich noch längere Zeit trocken. Die Temperaturen sinken je nach Bewölkung auf 14 bis 9 Grad. Wo der Himmel länger aufklart, kann sich örtlich Nebel bilden.

Sonntag wird es nasser und deutlich windiger

Am Sonntag greift ein Regenband von den hessischen Gebieten nahe Niedersachsen auf weitere Teile des Landes über. Später werden auch Regionen zwischen Lahn, Rhön und Main erreicht. Meist fällt leichter bis mäßiger Regen, größere Mengen zeichnen sich nicht ab.

Hinter der Front lockert die geschlossene Wolkendecke teilweise wieder auf. Gleichzeitig fließt in etwa 1500 Metern Höhe deutlich kühlere Luft ein. Die Temperatur sinkt dort von zuvor rund 10 Grad auf Werte unter 5 Grad. Der Gegensatz zwischen der kälteren Höhenluft und dem noch relativ milden Boden begünstigt einzelne Schauer.

In den Niederungen werden trotzdem noch 20 bis 24 Grad erreicht, auf den höchsten Bergen etwa 18 Grad. Der Luftmassenwechsel macht sich deshalb zunächst stärker durch den Wind als durch einen drastischen Temperatursturz bemerkbar.

Böen bis 70 Kilometer pro Stunde

Zwischen dem kräftigen Tief über Nordeuropa und dem heranrückenden Hoch im Westen verschärft sich der Luftdruckunterschied. Je enger die Isobaren zusammenrücken, desto stärker beschleunigt der Wind.

Am Sonntag dreht er von Südwest auf West bis Nordwest. Besonders zwischen Kassel, dem Rothaargebirge und der Rhön sind Böen von 55 bis 70 Kilometer pro Stunde möglich. Auf freien Höhen kann es damit stürmisch werden. In Frankfurt fällt der Wind wahrscheinlich etwas schwächer aus, kann bei Schauern aber ebenfalls kräftig auffrischen.

Für den Dippemess-Besuch bedeutet das: Regenjacke statt Regenschirm. Ein Schirm ist bei stärkeren Böen eher hinderlich. Der Festplatz öffnet am Sonntag bereits um 12 Uhr und bleibt bis 23 Uhr geöffnet.

Dienstag lockt die Knirpse-Kirmes

Am Montag bleibt die Dippemess regulär geschlossen. Das Wetter beruhigt sich etwas, wird mit 17 bis 22 Grad aber spürbar frischer. Nördlich von Marburg kann noch etwas Regen fallen, während Frankfurt voraussichtlich trocken bleibt.

Am Dienstag öffnet der Festplatz wieder um 15 Uhr. Dann lädt die Knirpse-Kirmes Kinder bis zwölf Jahre zu Sonderangeboten an Fahrgeschäften und Ständen ein. Von 16:30 bis 17:30 Uhr findet außerdem eine Maskottchen-Party statt.

Der Dienstag beginnt vielerorts grau und neblig. Später sind rund um Frankfurt einige Auflockerungen möglich. Bei 18 bis 22 Grad bleibt es mild und nur schwach windig.

Der Römerberg gehört zu Frankfurts bekanntesten Kulissen. Von hier geht es mit der U-Bahn und einem Umstieg bequem zur Dippemess – bei Sonnenschein ebenso wie bei Regen.
Der Römerberg gehört zu Frankfurts bekanntesten Kulissen. Von hier geht es mit der U-Bahn und einem Umstieg bequem zur Dippemess – bei Sonnenschein ebenso wie bei Regen.

Die Dippemess bleibt noch bis zum 27. September

Nach dem Familientag ist noch lange nicht Schluss: Die Herbst-Dippemess läuft bis Sonntag, 27. September. Zur Wochenmitte deutet sich wieder ruhigeres Wetter an. Hochdruckeinfluss dürfte Regen weitgehend fernhalten, allerdings können Nebel und Hochnebel die Sonne regional längere Zeit verdecken.

Später in der Woche könnte aus Südwesten erneut mildere Luft nach Hessen gelangen. Damit bestehen gute Chancen, dass sich die Dippemess nach dem ungemütlicheren Sonntag wieder von ihrer freundlicheren Herbstseite zeigt.