"Februar könnte alles in den Schatten stellen" Polarwirbel: Riesiges Kältereservoir steht laut Experte Habermehl bereit

Wettermodelle schlagen Alarm: Ein Megahoch über Russland könnte eisige Luft nach Deutschland lenken und den Winter plötzlich extrem eskalieren lassen.

Seit Tagen richten sich die Blicke der Meteorologen auf den hohen Norden. Der Polarwirbel, lange Zeit stabil und wetterbestimmend, zeigt deutliche Schwächen. Aktuelle Modellläufe deuten auf einen möglichen Zusammenbruch oder zumindest eine massive Störung hin. Genau solche Lagen sind es, die arktische Kaltluft weit nach Süden ausbrechen lassen.

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Was zunächst nach einem typischen Wintergerücht klingt, erhält nun Substanz: Immer mehr Berechnungen zeigen für die letzten acht bis zehn Januartage flächendeckenden Dauerfrost in weiten Teilen Deutschlands. Besonders brisant ist dabei nicht nur die Kälte selbst, sondern ihre mögliche Persistenz. Sollte sich diese Wetterlage einmal etablieren, könnte sie sich über Wochen halten und den Winter in eine völlig neue Phase katapultieren.

Das Megahoch über Russland

Im Zentrum der Entwicklung steht ein gewaltiges Kältehoch direkt über Russland. Dieses sogenannte Eislufthoch ist mit extrem kalten, schweren Luftmassen gefüllt und wirkt wie ein atmosphärischer Schneepflug. An seiner Westflanke setzt eine kontinuierliche Nordostströmung ein, die die sibirische Kälte langsam, aber unaufhaltsam Richtung Mitteleuropa schiebt.

Zunächst würde der Osten Deutschlands erfasst, doch die Modelle zeigen, dass sich die Kaltluft schrittweise bis in den Westen ausbreiten könnte. Genau dieses Szenario erinnert an das berüchtigte „Beast from the East“, das Europa bereits in der Vergangenheit lahmgelegt hat.

Bis zum 24. Januar noch Ruhe

Noch herrscht keine akute Alarmstimmung. Die Phase bis etwa zum 24. Januar verläuft vergleichsweise ruhig, wenn auch zunehmend kühler. Niederschläge bleiben rar, vielerorts dominiert trockenes Hochdruckwetter. Schnee fällt kaum, Regen ebenso wenig. Doch diese scheinbare Ruhe ist trügerisch. In den Modellen zeichnet sich bereits ab, dass sich im Hintergrund die Druckverhältnisse neu sortieren. Der Winter sammelt Kraft, während die Atmosphäre langsam auf eine deutlich dynamischere und extremere Phase zusteuert.

Das extrem eisige Russenhoch greift nach Europa und Deutschland. Es könnnte ganz Europa in eine Eiszeit stürzen die von Ende Januar bis weit in den Februar 2026 anhält.
Das extrem eisige Russenhoch greift nach Europa und Deutschland. Es könnnte ganz Europa in eine Eiszeit stürzen die von Ende Januar bis weit in den Februar 2026 anhält.

Die sibirische Kältepeitsche

In der letzten Januarwoche könnte die Lage dann kippen. Die Nordostströmung gewinnt an Stärke, und die sibirische Kältepeitsche schlägt voll zu. Tagsüber würden die Temperaturen vielerorts nur noch zwischen 0 und minus 11 Grad liegen, nachts drohen minus 15 bis minus 20 Grad, lokal sogar darunter.


Solche Werte wären für viele Regionen außergewöhnlich und erinnern eher an Winter vergangener Jahrzehnte als an das heutige Klimaempfinden.

Gefrorene Seen, eisige Ostsee

Sollte sich die Eisluft einmal festsetzen, könnte sie zwei bis drei Wochen verweilen – mit drastischen Folgen. Seen würden flächig zufrieren, kleinere Gewässer binnen weniger Tage. Selbst die Ostsee könnte in Küstennähe ernsthafte Vereisungstendenzen zeigen. Der Verkehr, die Energieversorgung und auch die Natur stünden vor erheblichen Herausforderungen. Eine solche Kältephase wäre nicht nur meteorologisch bemerkenswert, sondern auch gesellschaftlich spürbar.

Vom Winterzahnknabberer zum Frosthammer

Umso erstaunlicher wirkt rückblickend der milde Start in den Januar. Der Winter zeigte sich zunächst als zahmer Waisenknabe, kaum Frost, wenig Schnee, fast schon frühlingshafte Momente. Doch genau diese Ruhe könnte der perfekte Kontrast zu dem sein, was nun droht: ein plötzlicher, brutaler Frosthammer, der den Februar prägt wie seit 20 Jahren nicht mehr. Ob es tatsächlich so kommt, entscheiden die nächsten Tage – doch die Signale sind eindeutig: Der Winter ist noch lange nicht vorbei. Auch das europäische Wettermodell ECMWF hat seine Wochenprognosen für den Februar nun auf eiskalt gedreht – es bleibt spannend!