Ausgerechnet bei explodierenden Benzinpreisen: Frühlingswetter streikt – Fahrräder und Roller bleiben wieder stehen
Deutschland steckt im Dilemma: Die hohen Benzinpreise treiben die Menschen aufs Fahrrad oder den Roller- doch Regen, Wind und Kälte machen den Weg zur Arbeit, Schule oder Einkaufen zum mühsamen Kampf gegen das Wetter.

Nach den sonnigen Tagen mit fast frühlingshaften Temperaturen um 20 Grad stellt sich Deutschland nun auf unbeständiges Wetter ein. Die Tage, an denen Radfahren oder Rollerfahren leichtfiel, werden seltener.
Regen, kühle Luft und böiger Wind erschweren nicht nur Freizeitaktivitäten, sondern auch den Weg zur Arbeit oder Schule.
Wie die Luft die Stürme formt
Über dem Atlantik hat sich ein ausgedehnter Tiefdruckkomplex etabliert, der die Westwinde über Mitteleuropa lenkt. Diese Strömungen tragen feuchte, kühle Luft nach Deutschland.
Am Donnerstag und Freitag spüren besonders Bewohner im Nordwesten und an der Nordsee, wie stark der Südwestwind zulegt:
Vom Emsland bis nach Schleswig-Holstein wehen steife Böen, in exponierten Gipfellagen wie dem Brocken erreichen sie schwere Sturmböen der Stärke 10 bis 11.
Auf den Nordfriesischen Inseln sind Sturmböen Stärke 9 möglich.
Der Wind lässt erst am Freitagabend etwas nach, bleibt aber in den Mittelgebirgen spürbar.
Kälte schleicht sich in die Täler
In der Nacht zum Freitag kühlt es in vielen Regionen deutlich ab. Im Süden und Südosten treten verbreitet Temperaturen bis -3 Grad auf, in manchen Mittelgebirgs- und Alpentälern sogar darunter.
In der Mitte Deutschlands kann vereinzelt Frost auftreten.
Nebel bildet sich vor allem entlang der Donaun und in Senken oder Tälern, wo die kalte Luft in der Nacht liegen bleibt. Die Kombination aus Frost und Wind erzeugt für viele Verkehrsteilnehmer und Commuter in den frühen Tagesstunden eine rutschige und unangenehme Umgebung.
Regen und Schnee – die Fronten ziehen
Am Freitag breitet sich ein Regenband vom Nordwesten bis zur Mitte Deutschlands aus.
Im Westen kann der Niederschlag länger andauern, während in den Mittelgebirgen oberhalb von 1200 Metern Schneefall einsetzt.
Am Samstag setzt sich der Regen von Südwesten bis in den Nordosten fort, wobei in höheren Lagen Schneeregen oder Schnee fallen kann.
Höchstwerte schwanken stark zwischen 5 und 18 Grad, je nach Region. Im Nordwesten bleibt es eher kühl, im Südosten kann es dann doch wieder richtig mild sein.
Berge als natürliche Wettermacher
Die Mittelgebirge und Alpen verstärken den Niederschlag, weil die Luft gezwungen wird aufzusteigen. In den Tallagen fallen die Temperaturen nachts dagegen stärker, Frost tritt häufiger auf.
Nebel und Glätte sind in diesen Senken besonders zu beachten, während auf den Gipfeln der Wind sogar mit Sturmböen unterwegs sein wird.

Wind und Böen – die Kraft der Atmosphäre
Die Druckunterschiede zwischen Tief und Hoch lassen die Winde auffrischen. Am Freitag ziehen von der Ostsee bis zur Mitte ständige Böen über die freien Lagen, in den Bergregionen treten weiterhin Sturmböen auf. In exponierten Lagen wie auf dem Brocken sind schwere Sturm- bis orkanartige Böen möglich. Die Windstärke nimmt im Tagesverlauf ab, bleibt aber lokal intensiv.
Zwischen Regen, Sonne und Frost
Deutschland erlebt aktuell ein klassisches Übergangswetter im Frühling: wechselhaft, windig und stellenweise winterlich. Während sich die Sonne nachmittags gelegentlich zeigt, fallen nachts verbreitet Frostgrade, besonders in Senken und Tälern.
Viele Deutsche haben wegen der explodierenden Benzinpreise in den letzten Tagen auf Fahrrad oder Roller umgestellt, doch Regen, Wind und Kälte erschweren jetzt die Fortbewegung.
Wer zur Arbeit, Schule oder zum Einkaufen unterwegs ist, muss sich auf nasse Wege, (und zumindest in den Morgenstunden ) auf Frost und auf zum Teil stürmische Böen einstellen.
Erst in den kommenden Tagen deutet sich in einigen Regionen eine leichte Wetterberuhigung an, wenn Hochdruckeinfluss wieder Stabilität bringt und trockene Wege zumindest teilweise zurückkehren.