In voller Fahrt: Touristen fliehen vor einem überraschenden Ausbruch an einem der aktivsten Vulkane Guatemalas

Eine Gruppe von Touristen musste in aller Eile fliehen, nachdem sie von einem heftigen Ausbruch des Vulkans Santiaguito, einem der aktivsten Vulkane Guatemalas, überrascht worden war. Aus Sicherheitsgründen halten die Behörden weiterhin an den Zugangsbeschränkungen fest.
Leichtsinn sorgt erneut für Schlagzeilen. Obwohl die guatemaltekischen Sicherheitsbehörden eine Anordnung erlassen hatten, wonach sich die Menschen mindestens 5 Kilometer vom Krater des Vulkans Santiaguito fernhalten sollten, wurden diesmal mehrere Touristen von einer Explosion an einem der aktivsten und am strengsten überwachten Vulkane des mittelamerikanischen Landes überrascht.
In den sozialen Medien geteilte Videos zeigen die Panik, die eine Gruppe von Touristen erlebte, die sich zum Zeitpunkt der Explosion auf dem Vulkan befand. Dabei wurden mehrere Trümmerteile zusammen mit einer großen Rauch- und Aschewolke in die Luft geschleudert. Der Ausbruch ereignete sich am Montag, dem 20. April.
Trotz des Schreckens wurden keine Verletzten gemeldet. Die Menschen konnten sich schnell in Sicherheit bringen. Überwachungskameras des INSIVUMEH zeigten in den Stunden nach dem Ereignis heiße Bereiche und lokale Magmaausströmungen.

Der Vulkan Santiaguito zeigt Aktivitäten vom Typ Peleo. Unter den verschiedenen Arten magmatischer Vulkanausbrüche zeichnen sich Peleo-Eruptionen dadurch aus, dass es sich um explosive Ausbrüche handelt, bei denen zähflüssige Lava zusammen mit großen Wolken aus Gasen, Wasserdampf und Asche ausgestoßen wird. Diese Vulkanwolken werden als „glühende Wolken“ bezeichnet.
Dem Tagesbericht des INSIVUMEH zufolge kommt es am Santiaguito derzeit zu „ein bis zwei schwachen bis mäßigen Explosionen pro Stunde, begleitet von Gas- und Aschewolken, die sich mehr als 800 Meter über den Kuppel auftürmen“.
Im Dezember letzten Jahres veröffentlichte die CONRED als Vorsichtsmaßnahme angesichts der Aktivität des Vulkans Santiaguito ein Informationsblatt für die guatemaltekische und die ausländische Bevölkerung.
Bei dieser Gelegenheit empfahl die CONRED den Besuchern, „die Sperrzone von 5 Kilometern um die Kuppeln des Vulkans Santiaguito zu respektieren und sich nicht innerhalb dieses Radius aufzuhalten oder dort zu zelten“, um die Sicherheit der Touristen zu gewährleisten, die den Vulkan besuchen. Diese Empfehlung wurde in diesem Fall missachtet und hätte dieser Gruppe von Touristen das Leben kosten können.
Quellenhinweis:
CONRED. Prevención por actividad del Volcán Santiaguito. 2025.
Instituto Nacional de Sismología, Vulcanología, Meteorología e Hidrología de Guatemala. Resumen Vulcanológico Diario. 21 de abril de 2026.
Instituto Nacional de Sismología, Vulcanología, Meteorología e Hidrología de Guatemala. Cámaras de vigilancia volcánica.
Servicio Geológico y Minero Argentino. Tipos de erupciones volcánicas.
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