Die sibirische Kältepeitsche steht in den Startlöchern!

Selten gibt es so früh im Winter in Sibirien so viel Kälte. Die sibirische Kältepeitsche könnte bald schon bis nach Europa ausschlagen und uns den Winter bescheren. Wir schauen uns die aktuelle Wetterlage genauer an.

Leon Beurer Leon Beurer 03 Dez 2019 - 01:49 UTC
Eisige Kälte
In Sibirien liegen die Temperaturen bei um minus 50 Grad. Kommt der Dauerfrost bald auch zu uns?

Seit dem 1. Dezember hat der Winter meteorologisch begonnen, kalendarisch ist der Start am 22. Dezember. Derzeit hält sich der winterliche Anteil sehr in Grenzen. Nachts gibt es Frost und das ist das einzige was derzeit an Winterwetter erinnert. Natürlich warten viele Menschen auch auf den ersten Schnee. Das ist in jedem Jahr so. Doch der Winter lässt sich einfach nicht blicken, es wird sogar noch milder.

Dabei ist die eisige Kälte in diesem jahr schon gut vorhanden. Über weiten Teilen Sibiriens liegen schon eisige Luftmassen und dort werden derzeit bereits unter minus 50 Grad gemessen, für uns in Europa ist das eine unvorstellbare Kälte und die würde bei uns das öffentliche Leben ziemlich schnell zum Erliegen bringen. Glücklicherweise wird es bei uns im Winter nie so kalt. Aber bis minus 30 Grad haben wir auch in Deutschland schon gemessen, am Funtensee in der Nähe von Berchtesgaden sogar schon rund minus 40 Grad.

Wenn die Eisluft angezapft wird, bekommen wir frostige Zeiten

Noch macht die Kälte keine Anstalten sich nach Deutschland zu bewegen. Doch in der Woche nach dem 2. Advent könnte sich das ändern. Dann stellt sich die Wetterlage erneut um. In dieser Woche ist es noch überwiegend ruhig. Es herrscht hoher Luftdruck und zeitweise kommt man die Sonne durch. Am Wochenende wird es dann wieder wechselhaft und stürmisch und vor allen Dingen nass.

Die Höchstwerte erreichen am Wochenende stellenweise mehr als 10 Grad. Doch nächste Woche gehen die Werte dann wieder zurück und in den Hochlagen fällt teilweise wieder Schneeregen oder Schnee. Außerdem zieht sich dann auch die extrem milde Höhenluft wieder zurück. Derzeit ist es in vielen Regionen Europas in rund 1500 m deutlich zu warm. Ab nächster Woche wird die kalte Luft angezapft.

Winterluft am 3. Advent möglich

Wenn die Winterluft aus Osten erstmal angezapft wird, dann kann es auch ordentlich kalt werden und die Höchstwerte gehen auch in Deutschland immer weiter zurück. Zum 3. Advent rechnen wir teilweise mit Höchstwerten von nur noch wenig über 0 Grad und zeitweise sind auch Niederschläge möglich. Die fallen dann überwiegend als Schnee, ganz unten auch mal als Schneeregen.

Das wären doch mal gute Bedingungen, um auch Richtung Weihnachten auf Schnee hoffen zu können. Noch ist es aber total unsicher wie die Wetterlage genau an Weihnachten sein wird. Da kann es Sturm geben, Regen, aber auch kalte und schneereiche Luftmassen. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit für das Letztere aus statistischen Gründen eher gering.

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