Droht uns vier Wochen sibirische Kälte?

In der kommenden Woche wird es kälter und stellenweise fällt Schnee. In einigen Medien kündigen Meteorologen eine vierwöchige sibirische Kältephase an. Das ist allerdings maßlos übertrieben und hochgradig unseriös.

Anneliese Lunkenheimer Anneliese Lunkenheimer 21 Jan 2019 - 07:00 UTC
Sibirische Kälte?
Von wegen Kälte aus Sibirien und das für vier Wochen. Schon am kommenden Wochenende wird es wieder deutlich milder.

In den vergangenen Tagen ist es deutlich kälter geworden, eben typisch winterlich für die Jahreszeit. Stellenweise gab es im Südwesten am Sonntag auch etwas Schnee. In dieser Woche ist es vielfach auch am Tag kalt und das bei Werten um den Gefrierpunkt. In einigen Medien war vor einigen Tagen die Rede davon, dass wir nun vier Wochen sibirische Kälte in Deutschland und Europa bekommen. Auch der Deutsche Wetterdienst hat sich in diese Richtung geäußert.

Das ist allerdings unseriös. Wettervorhersagen über vier Wochen hinweg sind heute schlichtweg unmöglich und auch nicht seriös. Das sieht man mit einem Blick auf die aktuellen Berechnungen der Wettermodelle. Die ganz große Kälte ist nämlich aktuell aus den Berechnungen mittlerweile verschwunden. Statt mässigem Dauerfrost am kommenden Wochenende, wird es nun lokal wieder einige Grad über 0 Grad geben. Daran sieht man bestens, dass es völlig unsinnig ist, heute schon über das Wetter der kommenden vier Wochen zu philosophieren.

Kommende Woche normales Winterwetter

Die neue Woche beginnt mit viel Sonnenschein. Lediglich ganz im Norden und im Süden ziehen einzelne Wolkenfelder vorüber. Es bleibt aber weitgehend trocken. Dabei werden minus 2 bis plus 3 Grad erreicht. Am Dienstag ziehen im Norden und Westen Wolken auf. Westlich des Rheins setzt zum Nachmittag Schneefall ein. Dieser kommt in der Nacht zum Mittwoch allerdings nur ganz wenig nach Osten voran. Daher schneit es über längere Zeit recht stationär. Betroffen sind besonders die Regionen westlich des Rheins. Die Luft erwärmt sich am Dienstag auf minus 3 bis plus 2 Grad.

Schneefall zieht auf
Am Dienstag und Mittwoch ziehen im äußersten Westen Schneefälle auf. Stellenweise wird es westlich des Rheins ziemlich glatt.

Am Mittwoch ändert sich an den Temperaturen mit minus 2 bis plus 2 Grad kaum etwas. Dabei gibt es ein Gemisch aus Sonne und Wolken. Stellenweise kann im Südosten etwas Schnee fallen. Besonders kalt werden bis Mittwoch die Nächte. Da sinken die Temperaturen auf minus 4 bis minus 15 Grad. Am Alpenrand sind lokal sogar biszu minus 20 Grad drin. Auch am Donnerstag und Freitag dauert das normal Winterwetter weiter an. Am Tag liegen die Werte um 0 Grad. Nachts gibt es mäßigen bis strengen Frost.

Ab dem Wochenende Milderung möglich

Die Berechnung der Wettermodelle deuten derzeit auf eine Milderung ab Samstag hin. Dann können die Höchstwerte am Samstag wieder 0 bis 6 Grad erreichen, die höchsten Werte gibt es im Westen. Dabei sind viele Wolken unterwegs. Diese bringe stellenweise Schnee und Schneeregen. Ganz im Nordwesten kann es vielfach auch nur Regen sein. Dort ist es wie gesagt auch am wärmsten.

Auch am Sonntag geht das leicht wechselhafte Wetter weiter. Neben vielen Wolken und etwas Sonne, gibt es stellenweise Niederschläge. Bei 0 bis 5 Grad fallen diese in den Niedeurngen meist als Schneeregen oder Regen. In den höheren Lagen ist es meist durchweg Schnee.

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