„Das sieht nicht gut aus" – Wetter-Experte blickt auf den Winter und ahnt Böses

Noch schwitzt Deutschland bei Sommerhitze – doch ein Blick auf die neuen Winterkarten sorgt schon jetzt für lange Gesichter. Vor allem eine Personengruppe dürfte enttäuscht sein.

Was erwartet uns im Winter 2026/27. Die ersten Prognosen trudeln ein.
Was erwartet uns im Winter 2026/27. Die ersten Prognosen trudeln ein.

Kaum zu glauben, aber wahr: Mitten im Hochsommer, wenn die meisten von uns eher an Freibad, Eisdiele und Ventilator denken, wandert der Blick der Langfrist-Rechner schon wieder Richtung Winter. Und die erste grobe Tendenz für die kalte Jahreszeit liegt tatsächlich schon auf dem Tisch.

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Was da gerade durch die Wetter-Szene geistert, ist zwar noch keine handfeste Vorhersage – aber spannend ist es allemal. Denn die Berechnung zeichnet ein ziemlich klares Bild.

Was die neuen Karten wirklich verraten

Das große amerikanische Klimamodell hat seine Trendkarte für die Wintermonate Dezember, Januar und Februar veröffentlicht. Und wer draufschaut, erkennt sofort: Fast ganz Deutschland leuchtet in kräftigem Rot. Das ist alles andere als ein Zufall.

Der Dezember 2026 könnte laut dem aktuellen Trend des europäischen Wettermodells ECMWF eher recht mild ausfallen als kalt.
Der Dezember 2026 könnte laut dem aktuellen Trend des europäischen Wettermodells ECMWF eher recht mild ausfallen als kalt.

Rot bedeutet in diesem Fall nämlich nichts Gutes für alle Frostfans: Es steht für deutlich zu milde Temperaturen. Ein bis zwei Grad über dem langjährigen Mittel liegen im Bereich des Möglichen, mancherorts vielleicht sogar noch etwas mehr. Von einem eisigen Bilderbuchwinter ist auf dieser Karte weit und breit nichts zu sehen.

Diese Gruppe wird richtig enttäuscht sein

Sie ahnen es schon: Vor allem die Schnee-Fans dürfte diese Prognose so gar nicht schmecken. Wer auf klirrende Kälte, dick verschneite Landschaften und eine weiße Weihnacht hofft, muss jetzt ganz stark sein.

Denn ein Winter, der überwiegend zu mild ausfällt, ist für Schneemann, Schlitten und Rodelpartie so ziemlich das schlechteste Szenario. Statt Pulverschnee droht eher Dauergrau – und das über weite Strecken hinweg.

Und dann kommt auch noch das dazu

Ein Blick auf die zweite Karte macht die Sache nicht besser. Für weite Teile Deutschlands zeigt sich hier reichlich Grün – und das steht für mehr Niederschlag als üblich. Klingt zunächst nach Winterspaß, ist aber leider keiner.

Der Grund ist simpel: Bei diesen milden Temperaturen fällt der ganze Niederschlag meistens als Regen statt als Schnee vom Himmel. Matsch, Nässe und ungemütliches Schmuddelwetter statt knirschender Winterlandschaft – so lautet das wenig romantische Fazit.

Genau das kennen wir doch schon

Wirklich überraschend ist das Ganze ehrlich gesagt nicht. Wer die vergangenen Winter im Kopf hat, erkennt ein bekanntes Muster. Auch da wollte sich der große, dauerhafte Frost meist einfach nicht einstellen.

Fünfzehn zu milde Winter in Folge – das ist längst kein Zufall mehr, sondern der neue Normalfall. Der große, verlässliche Dauerwinter ist bei uns fast schon ein Auslaufmodell geworden.

Immer öfter kippt der Winter in Deutschland Richtung mild statt eisig. Kurze Kälteklatscher, dann wieder Tauwetter – dieses ewige Hin und Her ist inzwischen fast schon die Regel geworden.

Doch Vorsicht – so sicher ist das alles nicht

Bei aller Aufregung ist eines wichtig: Solche Karten sind kein Wetterbericht für nächste Woche, sondern ein grober Trend über viele Wochen hinweg. Und der kann sich von Lauf zu Lauf noch ordentlich verschieben.

Selbst ein insgesamt milder Winter kann uns nämlich jederzeit mit einem knackigen Kälteeinbruch überraschen – inklusive Schnee bis ins Flachland. Ob der Winter am Ende wirklich so lasch wird, entscheidet sich erst in den kommenden Monaten. Wir bleiben für Sie dran.