Auf Udo folgt Valentin: Das Dauergrau geht weiter!

Deutschland wartet auf Regen. Wir sitzen schon wieder in einer Dürre fest. Die kommenden Tage bringen Hochdruck. Wann kommt die Wetterumstellung. Was passiert am 1. Advent?

Inversionswetterlage
Oben blau und unten grau: So zeigt sich das Wetter in dieser letzten Novemberwoche in Deutschland.

Aktuell haben wir es mit Hoch Udo zu tun, im Tagesverlauf wird Udo durch das Hoch Valentin abgelöst. Das Ergebnis ist das gleich: es geht mit dem trüben Novembergrau weiter. Das bringt zudem eine große Trockenheit. Im aktuellen Monat November fielen bisher nur 23 Prozent der normalen Regensummen vom Himmel. Das ist schon wieder deutlich zu trocken. Die Dürre setzt sich damit in Deutschland fort und das gilt besonders in den tiefen Bodenschichten bis 1,8 m Tiefe.

Der Dürremonitor Deutschlands berichtet, dass es zwar keine große Trockenheit mehr in den oberen Bodenschichten gibt, allerdings ist es ganz unten extrem zu trocken. Nach wie vor konnte die Feuchtigkeit nicht ins Erdreich eindringen und seit Wochen gab es nun auch schon keinen Nachschub mehr. Aktuelle Prognosen deuten zudem darauf hin, dass es bis zum 8. Dezember mit der Niederschlagsarmut weitergehen dürfte. Mit dem 1. Dezember startet ja der meteorologische Winter. In der Regel erwarten wir da Niederschläge, aber es tut sich fast nichts. Ein Hoch löst das andere Hoch ab.

Graue Novembersuppe

Man muss auch ganz klar sagen, dass man beim Wetter in dieser Woche nichts verpasst, wenn man gar nicht aus dem Fenster schaut. Es ist das altbekannte Spiel: Inversion! Oben auf den Höhenlagen der Mittelgebirge zeigt sich die Sonne und weiter unten ist es oftmals grau und trüb. Bei Dauergrau werden kaum mehr als 5 Grad gemessen. Bei Sonnenschein werden selbst auf 1000 m Höhe noch bis zu 10 Grad und mehr gemessen.

Mit einem Wintereinbruch wird es in dieser Woche erstmal nichts werden. Die Wolken und der Hochnebel dominieren. Allerdings stellen wir fest, dass es zum Wochenende langsam kälter werden könnte. Ab Sonntag sollten nach den aktuellen Berechnungen kaum noch die 5 Grad überschritten werden. Das sieht doch schonmal ein klein wenig nach Winterwetter aus, auch wenn es trocken bleibt.

Ostlage drückt die Höchstwerte nach unten

Schuld an der Abkühlung um den ersten Advent herum ist eine kleine Ostlage. Der Wind kommt dann mehr aus östlichen Richtungen und weht uns tiefere Temperaturen ins Land. Nach und nach wird es dann immer kühler, aber nicht so wirklich eisig kalt. Am Tag liegen die Höchstwerte ab Sonntag meist bis 0 bis 5 Grad, nachts sinken die Werte auf bis zu minus 8 Grad. Da ist es dann schon richtig kalt.

Niederschläge lassen allerdings weiterhin auf sich warten. Daher fällt natürlich auch kein Schnee und so kann es mit einem Wintereinbruch erstmal gar nichts werden. Es bleibt im Grunde alles beim Alten, allerdings wird es etwas kühler. Diese Abkühlung haben beide Wettermodelle im Programm: das europäische Wettermodell ECMWF und das Wettermodell der NOAA, das GFS.