Alter Bauernregel: Was der Maulwurf mit dem restlichen Winter zu tun hat
Der Winter zieht mächtig an und regiert mit Schnee, Eis und Kälte. Doch worauf müssen wir uns jetzt einstellen? Eine alte Bauernregel gibt Aufschluss.

Noch regieren Schnee, Kälte und Glatteis in Deutschland. Da rückt die Hoffnung, dass der Frühling bald einkehrt, in weite Ferne. Ob der Winter auch weiterhin mit Eiseskälte für Schlagzeilen sorgen wird? Darüber gibt es derzeit einige Prognosen. Und auch alte Bauernregeln werden in diesen Tagen wieder ans Tageslicht befördert. Vielleicht auch in der Hoffnung, die Zeit bis zu wärmeren Temperaturen ein wenig zu überbrücken. Bei einer Regel steht ausgerechnet das Lebewesen im Fokus, das sich nur selten an der Erdoberfläche zeigt: der Maulwurf.
Welche Rolle spielen die Maulwurfshügel beim Wetter?
Klimatologe Dr. Karsten Brandt weist im Interview mit der "Bild"-Zeitung nun augenzwinkernd auf eine Bauernregel hin, die es in verschiedenen Variationen zu geben scheint. Unter anderem heißt es: " Scharren die Maulwürfe tief sich ein, wird es ein harter Winter sein." Oder: "Sind die Maulwurfshügel hoch im Garten, ist ein strenger Winter zu erwarten." Was genau sich hinter diesen Reimen aus vergangenen Tagen verbirgt? Die Tatsache, dass der Boden bei Frost kalt und gefroren ist. Deshalb müssen die Maulwürfe tiefer graben um an Nahrung zu kommen. Dabei entstehen höhere Hügel, die von außen natürlich gut sichtbar sind und in diesen Tagen in vielen Teilen Deutschland für überraschte Gesichter sorgen.
"Es sieht nicht danach aus, als könnten wir uns vom Winter schon verabschieden"
Was genau dieses Bild nun allerdings wirklich über den Winter und seinen Fortbestand verrät? Das erklärt Klimatologe Dr. Karsten Brandt der "Bild"-Zeitung. "Eine Bauernregel ist natürlich kein verlässlicher Anhaltspunkt", betont der Experte und weist darauf hin, dass man solche alten Regeln selbstverständlich "mit einem Augenzwinkern sehen" müsse. Allerdings betont er weiter: "Aber es sieht tatsächlich nicht danach aus, als könnten wir uns vom Winter schon verabschieden."
Eiskalte Prognose für Karnevals-Fans
Vor allem für alle Jecken und Karnevals-Liebhaber wagt Klimatologe Dr. Karsten Brandt eine bittere Prognose, die viele vielleicht dazu anregt, ihr Kostüm noch einmal zu überdenken. Denn der Experte betont: "Es sieht momentan schon danach aus, als wenn der Winter noch einmal zurückkommen kann. Nicht so extrem, wie in Osteuropa ab dem Wochenende, aber ich sage mal, um Karneval herum, kann es schon sein, dass wir eher zum Eisbärenkostüm greifen sollten."