Social Wellness im Alltag: Was gemeinsame Erlebnisse mit unserer Psyche machen
Knapp jeder Dritte kennt das Gefühl der Einsamkeit. Social Wellness rückt als Antwort in den Fokus. Was sich dahinter verbirgt und wie wir 2026 daran arbeiten.

Einsamkeit, fehlende soziale Nähe und digitale Überreizung sind längst kein Randthema mehr – insbesondere für jüngere Erwachsene. Rund 60 Prozent der Deutschen kennen laut einer repräsentativen Umfrage der Techniker Krankenkasse das Gefühl, sich alleine zu fühlen. Freundeskreise sowie Lebensumstände verändern sich, Arbeitsmodelle werden flexibler, soziale Kontakte verlagern sich teilweise ins Digitale. Damit einhergehend wächst das Bedürfnis nach echten Begegnungen und gemeinschaftlichen Erlebnissen.
Was versteht man unter "Social Wellness"?
Unter dem Begriff Social Wellness rückt genau dieser Aspekt stärker in den Fokus: soziale Verbundenheit als wesentlicher Bestandteil von seelischem Wohlbefinden. Anders als klassische Selfcare-Ansätze geht es dabei weniger um individuelle Optimierung, sondern um Nähe, Austausch und das Erleben von Gemeinschaft.
Gemeinsame Reise-Momente als sozialer Anker
Gruppenreisen können einen solchen Raum für Social Wellness bieten. Anbieter wie WeRoad setzen genau dort an, wo Fernweh und der Wunsch nach zwischenmenschlicher Verbindung groß, das Reisen mit dem bestehenden Umfeld, zum Beispiel durch unterschiedliche Lebensmodelle, allerdings nicht immer eine Option ist. "Die meisten kommen zu uns, weil sie reisen wollen – und die eigenen Freunde keine Zeit haben oder in einer anderen Lebensphase sind“" erklärt Helen Eggers, DACH Communication Marketing Manager bei WeRoad. "Sie finden dann auf unseren Reisen echte Begegnungen mit Gleichgesinnten, die häufig zu Freunden werden. Wir hören immer wieder, dass sich Gruppen Monate nach der Reise noch treffen, zusammen Festivals besuchen oder einen nächsten Trip planen."
Die Gruppenreisen sind dabei so gestaltet, dass sich fremde Menschen in kurzer Zeit nahekommen können: kleine Gruppen mit maximal 15 Personen, ein Mix aus geplanten Highlights und spontanen Aktivitäten vor Ort. Diese intensiven, besonderen Erlebnisse fördern Verbindung und Nähe, vor allem, wenn sie emotional aufgeladen sind und abenteuerliche Situationen gemeinsam gemeistert werden.
Gemeinschaft erleben - auch im täglichen Leben
Doch Social Wellness findet nicht nur unterwegs statt. Auch im Alltag gewinnen Formate weiterhin an Bedeutung, die Begegnungen ermöglichen. Sporttreffs, kreative Workshops oder Community-Events bleiben 2026 ebenfalls relevante Orte des Zusammenkommens.
Auch WeRoad greift diesen Bedarf auf und schafft mit WeMeet-Events sogenannte Mikroabenteuer für die eigene Community: Running Clubs, gemeinsame Abendessen oder Feierabendaktivitäten bringen Menschen unter anderem in Berlin, Hamburg, Köln oder München zusammen – ganz ohne Reisekoffer. Interesse an neuen Menschen und einer gemeinsamen Aktivität genügt, um teilzunehmen. "WeMeet-Events sind Mikroabenteuer für die Seele", sagt Helen Eggers. "Man spürt sofort, ob die Chemie stimmt. Manchmal ist das der erste Schritt in Richtung einer Reise mit Menschen, die man vorher nicht kannte, in jedem Fall aber eine schöne Begegnung mit Gleichgesinnten."
Likes sind schön, persönliche Gespräche schöner
Der positive Effekt stabiler sozialer Beziehungen ist wissenschaftlich belegt. Sie fördern das Wohlbefinden, beugen Depressionen vor und verlängern sogar das Leben. Bereits 2023 entwickelte das damalige Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend federführend eine Strategie gegen Einsamkeit, aus der die "Allianz gegen Einsamkeit" hervorging. Gemeinsam mit dem Kompetenznetz Einsamkeit soll vom 22. bis 28. Juni 2026 erneut die Aktionswoche "Gemeinsam aus der Einsamkeit" stattfinden. Ein klares Zeichen, dass Social Wellness kein Nischenthema ist, sondern gesellschaftlich relevant.