40 Grad, Orkan, Hagel – und dann der große Absturz! Wetterforscher sicher: „Verrücktester Wettertag des Jahres"

Erst Gluthitze, dann Orkanböen bis 120 km/h, Hagel und Starkregen – am Donnerstag dreht das Wetter in Deutschland komplett durch. Danach stürzen die Temperaturen ins Bodenlose.


Machen Sie sich bereit für einen Tag, den Sie so schnell nicht vergessen werden. Am Donnerstag rollt eine der spektakulärsten Wetterlagen dieses Sommers über Deutschland – und die hat es faustdick hinter den Ohren. Zunächst schaufelt ein Tiefausläufer noch einmal heiße bis sehr heiße Luft ins Land, mancherorts klettert das Thermometer auf bis zu 41 Grad.

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Doch die Idylle trügt gewaltig: Schon am Nachmittag braut sich über weiten Teilen der Republik etwas zusammen, das man in dieser Wucht nur selten erlebt.

„Von der Sauna in den Schleudergang" – so wild wird der Donnerstag

Was dann folgt, hat es in sich. Vom Westen und Südwesten bis in den Nordosten ziehen einzelne, teils kräftige Schauer und Gewitter durch. Und die bringen richtig Wumms mit: Sturmböen und schwere Sturmböen zwischen 75 und 100 km/h peitschen über das Land, Bäume ächzen, Terrassenmöbel gehen auf Wanderschaft.

Donnerstagnachmittag drohen nicht nur Sturmböen, sondern auch Starkregen und Hagel.
Donnerstagnachmittag drohen nicht nur Sturmböen, sondern auch Starkregen und Hagel.

Ein Kollege brachte es heute treffend auf den Punkt: „Erst schwitzen wir wie in der Sauna, dann kommt der Schleudergang." Passender kann man diesen Tag kaum beschreiben.

Orkanböen bis 120 km/h – der Norden zittert

Besonders brenzlig wird es im Norden. Dort sind lokal sogar Orkanböen bis 120 km/h nicht ausgeschlossen – das ist die höchste Kategorie auf der Windskala. Wer dort unterwegs ist, sollte lose Gegenstände sichern und Waldgebiete meiden.

Aber auch abseits der Gewitter bläst der Wind im Südwesten und über der Mitte kräftig auf: stürmische Böen bis 90 km/h aus West gehören hier zum Programm, ganz ohne dass eine Gewitterzelle in der Nähe sein muss.

Starkregen und Hagel – lokal geht die Post ab

Als wäre der Sturm nicht genug, kommt von oben noch mehr Ärger: Starkregen kann in kurzer Zeit ganze Straßenzüge unter Wasser setzen, dazu prasselt vielerorts kleinkörniger Hagel herunter. Innerhalb weniger Minuten fallen punktuell rund 15 Liter pro Quadratmeter – das reicht, um Unterführungen volllaufen zu lassen.

Autofahrer sollten das Tempo drosseln und genügend Abstand halten. Wo Blitz und Donner krachen, ist auch mit Aquaplaning zu rechnen.

Der große Temperatursturz – 15 Grad tiefer über Nacht

Und dann der Knaller: In der Nacht zum Freitag schiebt eine Kaltfront die schwüle Hitze zögerlich nach Südosten – und mit ihr verschwindet der Sommer erst einmal komplett. Die Temperaturen brechen regelrecht ein, örtlich um 10 bis 15 Grad.

Am Donnerstag endet der Sommer erstmal mit einer heftigen Unwetterlage.
Am Donnerstag endet der Sommer erstmal mit einer heftigen Unwetterlage.

Statt Wüstenglut heißt es dann: Jacke raus, Fenster zu. Wo Sie heute noch bei 40 Grad nach Schatten gesucht haben, reichen morgen zweistellige Werte kaum noch für ein T-Shirt.

Verrücktester Wettertag des Jahres? Da ist was dran!

Ob Hitzeglut, Orkan oder Kältesturz – all das an einem einzigen Tag, das gibt es wirklich nicht alle Tage. Man kann durchaus sagen: Dieser Donnerstag hat das Zeug zum verrücktesten Wettertag des Jahres.

Bleiben Sie wachsam, verschieben Sie geplante Outdoor-Aktivitäten lieber und behalten Sie den Himmel im Auge. Nach diesem Ritt durch alle Jahreszeiten dürfte am Wochenende zumindest wieder etwas Ruhe einkehren – bis das Wetter uns die nächste Überraschung serviert.