Farbrausch und Formenfülle: Diese Stadt punktet mit Hanse und Hundertwasser
Zwischen Lüneburger Heide und Wendland verbirgt sich eine Stadt, die wegen ihres einzigartigen Bahnhofs weltweit bekannt ist. Doch sie besitzt auch Kultur und Geschichte - und bietet eine Menge für Outdoor-Fans.

Farbenfrohe Säulen, Mosaike, geschwungene Linien, goldene Kugeln und begrünte Dächer - schöner kann man nicht auf eine Bahn warten. Und wo würde man sich weniger über Verspätung oder Zugausfall ärgern? Kein Zweifel: Dieser Bahnhof erfreut die Augen, beruhigt und ist dazu einzigartig auf der Welt.
Schöner warten in Niedersachsen
Das Gebäude gilt als weltweit einziger realisierter Bahnhof des österreichischen Künstlers Friedensreich Hundertwassers - geöffnet wurde er im Jahr 2000 - und ist längst das Wahrzeichen der Stadt.
Bahnhofs-Führungen erklären die außergewöhnlich Architektur, die nicht nur schön anzusehen ist, sondern sich auch als Standort eines wichtigen Verkehrsknotenpunkts bewährt.
Wer ein ganzes Wochenende in Uelzen verbringt, wird schnell feststellen: Diese Stadt hat eine Menge zu bieten - auch jenseits des begehbaren Kunstwerks.

Ihre Altstadt führt zurück in die Zeit der Hanse, denn bereits seit dem 13. Jahrhundert war die Stadt Mitglied des mächtigen Handelsbundes. Zwischen Fachwerkhäusern, historischen Fassaden und verwinkelten Gassen ist dieses Erbe bis heute lebendig.
Marktfrisches aus der Heide
Besonders rund um den Herzogenplatz und die Gudesstraße zeigt sich der Charme der alten Hansestadt. Mittelpunkt des historischen Stadtkerns ist der Marktplatz mit seinen schön restaurierten Gebäuden.
Zweimal pro Woche, mittwochs und samstags, werden hier regionale Spezialitäten und Produkte aus der Heideregion verkauft.
Ein Highlight der Altstadt ist die gotische Hallenkirche St. Marien. Die 1292 geweihte Kirche ist ein eindrucksvolles Beispiel niedersächsischer Backsteinarchitektur und sehr aufwendig ausgestattet.
Bei Stadtführungen lässt sich Uelzens Vergangenheit unter unterschiedlichen Aspekten erkunden: von der Hansezeit über die Entwicklung der Bürgerstadt bis zu besonderen Geschichten hinter den alten Mauern.
Paddeln, rudern, radeln
Die Ilmenau repräsentiert die naturnahe Seite der Stadt und macht sie für Outdoor-Fans attraktiv. Auf dem Fluss kann man rudern und paddeln, Radfahrer erkunden auf einem Netz auf gut ausgebauter Wegen die Umgebung.

Der Ilmenau-Radweg führt durch die Stadt und verbindet die Landschaft der Lüneburger Heide mit dem Wendland. Mit dem Heide-Radweg und weiteren regionalen Routen bildet er ein abwechslungsreiches Netz für Touren durch Wälder, Heide und kleine Dörfer.
Im August beginnt die Heideblüte
Nur etwa zwölf Kilometer entfernt liegt das Kloster Ebstorf, eines der bedeutendsten mittelalterlichen Klöster Norddeutschlands. Berühmt ist es für die Ebstorfer Weltkarte aus dem 13. Jahrhundert.
Naturliebhaber finden südlich der Stadt den Naturpark Lüneburger Heide, der besonders während der Heideblüte im August und September ein fantastisches Farbenspiel bietet - ein weiterer Höhepunkt einer Reise in die Region.
Artikelreferenz
HNA. (2026). Tolle Stadt ist vor allem wegen ihres Bahnhofs bekannt - aber sie überrascht Besucher trotzdem noch immer.