Kommen Sie aus dem Urlaub nicht zu vertrockneten Pflanzen nach Hause: Fünf Tipps
Jeden Sommer, wenn die Ferien näher rücken, stellt sich die gleiche Frage: Was wird aus den Pflanzen, um die Sie sich monatelang gekümmert haben? Hier finden Sie einige praktische Tipps und Lösungen, damit Ihre Pflanzen während Ihrer Abwesenheit gesund bleiben.

Die Sommerferien können für Topfpflanzen eine besonders schwierige Zeit sein. Wenn während Ihrer Abwesenheit niemand da ist, der sie gießt, besteht die reale Gefahr, dass sie bis zu Ihrer Rückkehr völlig ausgetrocknet sind – insbesondere bei heißem Wetter oder wenn Sie länger als ein paar Tage weg sind.
Für sich genommen reichen diese Maßnahmen jedoch nicht aus. Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, den Kompost während Ihrer Abwesenheit feucht zu halten – von selbstgemachten Lösungen bis hin zu handelsüblichen Produkten. Keine davon ist absolut zuverlässig – ihre Wirksamkeit hängt von Faktoren wie dem Wetter und der Dauer Ihres Urlaubs ab –, aber sie können den meisten Pflanzen helfen, mehrere Tage ohne ernsthafte Schäden zu überstehen und sich nach einer gründlichen Bewässerung schnell zu erholen.
1. Leg einen mit Wasser getränkten Schwamm in den Kompost.
Eine einfache Lösung besteht darin, einen oder mehrere Schwämme, die gründlich mit Wasser getränkt wurden, einzugraben.

Graben Sie ein Loch in den Kompost, am besten ein ziemlich tiefes, legen Sie den Schwamm hinein und bedecken Sie ihn wieder. Das im Schwamm gespeicherte Wasser wird nach und nach an den umgebenden Kompost abgegeben. Es empfiehlt sich, die Position des Schwamms mit einem Pflanzenetikett oder einem kleinen Stäbchen zu markieren, damit Sie ihn bei Ihrer Rückkehr leicht wiederfinden können. Diese Methode kann bei jedem Topf angewendet werden, eignet sich jedoch am besten für kürzere Abwesenheitszeiten.
Geschätzte Bewässerungsdauer: 2–5 Tage.
Wirksamkeit: Gering.
2. Die klassische umgedrehte Flasche
Dies ist wahrscheinlich die bekannteste Methode und eine der kostengünstigsten.

Füllen Sie einfach eine Flasche mit Wasser und stecken Sie sie kopfüber in den Kompost. Der Verschluss sollte entweder ein kleines Loch haben oder durch ein kleines Stück Schwamm ersetzt werden, damit das Wasser langsam heraustropfen kann. Der Wasserfluss muss gleichmäßig sein – sind die Löcher zu groß, leert sich die Flasche schnell; sind sie zu klein, fließt möglicherweise gar kein Wasser heraus. Aus diesem Grund ist es ratsam, das System einige Tage vor Ihrer Abreise zu testen.
Geschätzte Bewässerungsdauer: 3–7 Tage.
Wirksamkeit: Mäßig bis gering.
3. Verwandle eine Plastikflasche in einen selbstbewässernden Blumentopf
Wenn Sie nach einer zuverlässigeren Lösung suchen, können Sie aus einer gewöhnlichen Plastikflasche einen einfachen Selbstbewässerungstopf basteln.

Schneiden Sie die Flasche an der Stelle ab, an der sie von schräg in gerade übergeht, und stecken Sie dann die obere Hälfte umgekehrt in den unteren Teil, der als Wasserbehälter dient. Der Verschluss sollte durchstochen oder durch ein Stück Schwamm oder Gaze ersetzt werden, das den Kompost an Ort und Stelle hält und gleichzeitig dafür sorgt, dass er mit dem Wasser in Kontakt bleibt.
Die Pflanze wächst dann in einem Topf mit integriertem Wasserreservoir, sodass die Erde je nach Bedarf nach und nach Feuchtigkeit aufnehmen kann. Es ist ein einfaches und effektives System, insbesondere für Jungpflanzen, Kräuter und andere kleine Pflanzenarten.
Geschätzte Bewässerungsdauer: 7–10 Tage.
Wirksamkeit: Mäßig.
4. Wasserbindende Gele und Hydrogelkristalle
Supermärkte, Gartencenter und Fachgeschäfte führen eine Reihe von Produkten, die speziell dafür entwickelt wurden, den Kompost während Ihrer Abwesenheit feucht zu halten.

Dazu gehören gebrauchsfertige Bewässerungsgele, wasserspeichernde Lösungen und Hydrogel-Kristalle, die große Mengen Wasser aufnehmen und dieses anschließend langsam an die Wurzeln abgeben können. Sie sind in der Regel wirksamer als selbst hergestellte Mittel und besonders nützlich, wenn Sie für ein oder zwei Wochen verreisen. Befolgen Sie für optimale Ergebnisse stets die Anweisungen des Herstellers hinsichtlich Anwendung und Dosierung.
Voraussichtliche Bewässerungsdauer: 7–14 Tage.
Wirksamkeit: Hoch.
5. Ein automatisches Bewässerungssystem
Dies ist die zuverlässigste Lösung, wenn Sie für längere Zeit verreisen oder viele Pflanzen zu versorgen haben.

Wenn Sie Zugang zu einem Außenwasserhahn haben, können Sie ein Tropfbewässerungssystem mit einer programmierbaren Zeitschaltuhr installieren, mit der Sie die Tage, Uhrzeiten und Dauer der Bewässerung festlegen können.
Es gibt auch einfachere Systeme, bei denen eine kleine solar- oder batteriebetriebene Pumpe Wasser aus einem externen Vorratsbehälter ansaugt und es über Schläuche und Tropfer an Ihre Töpfe verteilt, ohne dass ein direkter Anschluss an die Trinkwasserversorgung erforderlich ist.

Auch wenn diese Systeme eine Anfangsinvestition und etwas Zeit für die Einrichtung erfordern, sind sie doch die sicherste und effektivste Lösung, insbesondere in der heißesten Zeit des Sommers.
Geschätzte Bewässerungsdauer: 15–30 Tage oder länger (je nach verwendetem System).
Wirksamkeit: Sehr hoch.
Wenn du aus dem Urlaub zurückkommst
Selbst wenn eine Pflanze trotz aller Vorsichtsmaßnahmen bei Ihrer Rückkehr welk aussieht, lässt sie sich möglicherweise noch retten, sofern die Stängel und Blätter nicht vollständig ausgetrocknet sind.
In vielen Fällen reicht diese einfache Methode aus, um die Pflanze schnell wiederzubeleben, vorausgesetzt, das Gewebe hat noch keine irreversiblen Schäden davongetragen.
Ein letzter Tipp, bevor du gehst
Wenn wir im Frühjahr eine neue Pflanze kaufen, scheinen die Sommerferien meist noch in weiter Ferne zu liegen. Doch die Ferienzeit ist für Pflanzen in Kübeln oft eine der schwierigsten Zeiten des Jahres.
Neben dem Kofferpacken lohnt es sich, ein wenig Zeit einzuplanen und sich im Voraus Gedanken über Ihre Pflanzen zu machen, damit Sie beruhigt in den Urlaub fahren können. Und für die Pflanzen, die Ihnen am meisten am Herzen liegen, ist die einfachste Lösung oft die beste: Bitten Sie einen Nachbarn, ein Familienmitglied oder einen Freund, sich um sie zu kümmern – vorausgesetzt, diese Person hat einen grünen Daumen. Andernfalls bleibt Ihnen vielleicht nur die Möglichkeit, die Pflanzen mitzunehmen und ein wirklich pflanzenfreundliches Urlaubsziel zu wählen.