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Hitzewelle in Deutschland erwartet: Knacken wir sogar die 40 Grad?

Brachiale Hitze nähert sich der Iberischen Halbinsel zunächst Frankreich und dann Deutschland. Die Höchstwerte erreichen am Wochenende teilweise über 35 Grad. Sind auch 40 Grad möglich?

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Schlägt der Hitzesommer noch im kalendarischen Frühling zu? Es wird diese Woche immer heißer!

Noch nie wurden in Deutschland im Juni 40 Grad erreicht bzw. überschritten. 2019 war bei 39,6 Grad in Bernburg an der Saale Schluss gewesen, knapp unter 40 Grad. Je nach Wettermodell könnte das an diesem Wochenende wieder der Fall sein. Einige Modelle rechnen mit 35 bis 38 Grad, das europäische Wettermodell zeigte zuletzt immer wieder Spitzenwerte um 40 Grad an. Letzteres würde damit einen neuen Juni-Rekord bringen. Allerdings ist es für das menschliche Empfinden ziemlich egal, ob es nun 38 oder 40 Grad sind. Die Luftmassen sind sehr heiß für unsere Breitengrade und nicht das, was man sich unbedingt wünscht.

Dadurch heizen sich Wohnungen und Häuser in dieser Woche stark auf und das Leben wird insgesamt etwas unerträglicher. Wir denken hierbei besonders an die Menschen, die im Dachgeschoss wohnen. Bei diesen Höchstwerten können sich die Wohnungen schnell in eine Sauna verwandel und nachts kann man dort kaum noch schlafen. In den kommenden Tagen ist es anfangs noch angenehm, so auch am heutigen Montag. Da gibt es auch noch einzelne Schauer und Gewitter. Zum Nachmittag ist es dann überall freundlich mit Sonnenschein.

45 Grad auf der Iberischen Halbinsel

Unerträglich heiß wird es zudem auf der Iberischen Halbinsel. Dort wurden gestern schon 40 bis 45 Grad gemessen. Einige LeserInnen werden jetzt sicher sagen: In Spanien ist es doch im Sommer immer heiß. Das stimmt, aber: Wir haben erst Mitte Juni. Da sind 45 Grad selbst für diese Region außergewöhnlich. Außerdem haben wir laut Kalender immer noch Frühling. Der Sommer startet erst nächste Woche. Wir liegen auch in Spanien und Portugal rund 5 bis 10 Grad zu hoch mit den Temperaturen.

Auch in Deutschland ist der Juni 2022 bisher deutlich zu warm. Die ersten 12 Tage brachten eine positive Abweichung von 2,2 Grad. Regen fiel bisher zu wenig und in den kommenden sieben Tagen ist auch weiterhin wenig Niederschlag in Sicht. Erste Meldungen sprechen im Osten bereits von einer Dürre, ähnlich wie im Jahr 2018. Die Lage spitzt sich auch in diesem Sommer langsam aber sicher immer weiter zu. Da verwundert es immer wieder, dass einige vermeintliche "Wetterexperten" seit Wochen viel Regen ankündigen, dieser aber einfach gar nicht fällt.

Ab Mittwoch 30 Grad, ab Samstag 35 Grad und mehr

Die sehr warme Phase wird wahrscheinlich eine ganze Weile andauern. Denn selbst nach dem ersten Hitzepeak scheint es insgesamt sommerlich warm oder gar heiß weiterzugehen. Die heißesten Tage könnten der Freitag, Samstag und Sonntag werden. Der Hitzeschwerpunkt scheint dabei in der Mitte und im Süden von Deutschland zu liegen. Nach Norden ist es etwas kühler, was aber völlig normal ist. Die Nord- und die Ostsee sorgen einfach für etwas angenehmeres Wetter und kühlere Temperaturen.

Ein Ende des sommerlichen Wetters ist nicht in Sicht, ebenso wenig ist Regen in Sicht. Es geht erstmal ziemlich trocken weiter. Keine guten Aussichten für Hobbygärtner und die Landwirtschaft. Bewässerung ist gefragt. Wie lange? Das ist ungewiss!