30 Grad Ende September! Wetterforscher: „Genau eine Zahl verrät jetzt, wie unser Winter wird"

Noch einmal bis zu 30 Grad in der kommenden Woche – und ein Wetterforscher sagt: „Genau eine Zahl könnte jetzt verraten, wie unser kommender Winter wird.“

Der Kalender zeigt längst Herbst – doch das Wetter hat offenbar andere Pläne. In der kommenden Woche klettern die Temperaturen vielerorts wieder Richtung Sommer, am Dienstag sind bis zu 30 Grad drin. Und das bleibt kein Ausrutscher: Bis zum 30. September deuten die Berechnungen immer wieder auf spätsommerliche Wärme hin, zeitweise erneut mit Werten um die 30-Grad-Marke.

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Und jetzt kommt die Zahl, um die sich alles dreht: Der September könnte am Ende mehr als 2 Grad über dem Klimamittel liegen – also deutlich zu warm. „Genau diese 2 Grad sind kein Zufallswert", so die Einschätzung – sie sind der Auslöser für eine der spannendsten Wetter-Regeln überhaupt. Doch was heißt das für die ominöse 2-Grad-Regel im September?

Die 2-Grad-Regel – was hinter dem Wetter-Mythos steckt

Die Regel ist schnell erklärt und sorgt trotzdem jedes Jahr für hitzige Diskussionen. Sie besagt: Fällt der September mehr als 2 Grad zu warm aus, folgt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein milder bis sehr milder Winter. Vereinfacht gesagt – ein warmer September, ein zahmer Winter.

Klingt zunächst wie eine dieser Bauernregeln, die man am Stammtisch belächelt. Und tatsächlich steckt auch eine dahinter: „September lind, der Winter ein Kind." Doch die 2-Grad-Regel ist kein reines Bauchgefühl, sondern lässt sich an echten Temperaturdaten festmachen – und genau das macht sie so reizvoll.

So oft hat die Regel in der Vergangenheit gestimmt

Ein Blick in die Statistik macht neugierig. Seit Beginn der flächendeckenden Aufzeichnungen im späten 19. Jahrhundert hat der September die 2-Grad-Marke nur rund zehnmal überschritten – erstaunlich selten für über 140 Jahre. Ein derart zu warmer September ist also die Ausnahme, nicht die Regel.

Welche Rolle spielt die 2°C-Regel für den kommenden Winter 2026/27?
Welche Rolle spielt die 2°C-Regel für den kommenden Winter 2026/27?

Und jetzt kommt der spannende Teil: In fast allen diesen Fällen fiel auch der folgende Winter zu warm aus, teils sogar deutlich. Nur ein einziges Mal landete der Winter danach im normalen Bereich. Eine Trefferquote, die aufhorchen lässt – auch wenn zehn Fälle statistisch natürlich eine dünne Basis sind.

Warmer September, kalter Winter? Der Gegen-Trend

Ganz so eindeutig ist die Sache aber nicht – und das gehört zur Ehrlichkeit dazu. Denn es gibt auch die gegenteilige Lesart: Manche Fachleute verweisen auf Untersuchungen, nach denen auf einen besonders sonnigen, warmen September in rund zwei von drei Fällen ein Winter mit vielen Frosttagen im Januar und Februar folgte.

Zwei Regeln, zwei Richtungen – wer soll da noch durchblicken? Die Wahrheit ist: Beide Ansätze arbeiten mit Wahrscheinlichkeiten, nicht mit Gewissheiten. Sie liefern einen Hinweis, einen Trend, ein Bauchgefühl mit Zahlen dahinter – aber niemals eine belastbare Wintervorhersage Monate im Voraus.

Warum die Statistik trügen kann

So faszinierend die Zahlen sind – der Winter richtet sich nicht nach einer Faustregel. Entscheidend ist vor allem, was nach dem September passiert. Ein kalter, nasser und tiefdruckgeprägter Oktober kann die Karten komplett neu mischen und den Trend kippen. Der September ist eben nur der Auftakt, nicht das Finale.

Hinzu kommt der große Faktor Klimawandel. Die vergangenen Winter waren nahezu ausnahmslos zu warm, ein echter Kältewinter ist in unseren Breiten inzwischen die absolute Ausnahme geworden. Statistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit für einen milden Winter ohnehin hoch – ganz unabhängig davon, ob der September nun die magischen 2 Grad knackt oder nicht.

Das Fazit: Spannend, aber keine Garantie

Was bleibt also von der ominösen 2-Grad-Regel? Ein hochinteressanter Fingerzeig – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wenn der September tatsächlich mehr als 2 Grad zu warm ins Ziel geht, spricht die Statistik der vergangenen Jahrzehnte tendenziell für einen milden Winter. Wer auf klirrende Kälte, Schlittenfahren und weiße Weihnachten hofft, sollte die Sektkorken also noch nicht knallen lassen.

Fest steht nur eins: Der Spätsommer legt gerade eine beeindruckende Zugabe hin. Ob daraus am Ende wirklich ein zu milder Winter wird, verraten uns die kommenden Wochen. Wir behalten die Entwicklung natürlich genau im Auge – und sagen Ihnen rechtzeitig, wohin die Reise geht.