Weidenbohrer im Garten erkennen: Warum dieser Raupen-Befall nach Essig riecht
Jahrelang kann er unerkannt bleiben, der kleine Schädling in der Weide. Doch mit ein bisschen Fingerspitzengefühl, guten Augen und guter Nase, lässt sich die Raupe des Weidenbohrers recht gut bemerken.

Ein starker Befall kann dazu führen, dass der Baum instabil wird oder abstribt. Die Raupe des Weidenbohrers leuchtet auffallend rot und kann bis zu zehn Zentimeter groß werden. Extremwetterereignisse wie Dürre und Hitze können zu einem stärkerem Auftreten der Raupe führen. Der Klimawandel vergünstigt die Rahmenbedingungen für Schädlingen im Wald und ebenso im eigenen Garten.
Die hellroten Raupen fallen schnell auf
Unbemerkt können sich die Raupen bis in die Tiefe des Baumes fressen. Auch der Geruch nach Essig gibt einen Hinweis auf die Anwesenheit des fiesen Baumbewohners.
Direkt am Stamm der Weide lassen sich ebenso schnell große und runde Löcher in der Rinde finden. Die Raupen kommen für uns Menschen oft plötzlich. Die Eier der Weibchen können bis zu vier Jahren im Baum liegen, bevor sich daraus eine Raupe bildet.
Von der auffälligen Raupe zum unsichtbaren Nachtfalter
Nach dem Raupenstadium wird der Schädling zu einem unscheinbaren Nachtfalter. Dieser Falter tarnt sich wunderbar an der Rinde der Weide und fällt er bei sehr genauem Hinsehen auf.

Generell ist bei gesunden Bäumen kein großes Handeln notwendig. Wenn der Baum jedoch alt ist und eine Übermenge an Raupen oder Raupeneiern dort zu sein scheint, ist es ratsam, den Baum von den Schädlingen zu befreien.
Bei sehr starkem Befall kann es darüber hinaus zu „Welkeerscheinungen“ in der Krone kommen. Im schlechtesten Fall stirbt der Baum ab.
In der Fortwirtschaft kann die Raupe unbemerkt großen Schaden anrichten
Nicht nur im eigenen Garten, sondern auch in Wäldern und der Forstwirtschaft kann übermäßiger Befall schwerwiegende Probleme verursachen.
Die schwer zugänglichen Bohrgänge der Raupe machen es nicht leicht, die Schädlinge zu entfernen. Die Raupen können auch mit Gartenhandschuhen abgesammelt werden.
Vorsicht: Die Raupen beißen gern mal zu
So ist das Sekret, was sie aussprühen, nicht giftig. Allerdings können die großen Raupen tatsächlich recht gut zubeißen.
Nicht zuletzt lässt sich laut der Landwirtschaftskammer Niedersachsen festhalten, dass die Weibchen des Weidenbohrers ihre Eier vor allem in bereits geschwächte Bäume legen. In Zeiten der Klimaerwärmung werden dies allerdings immer mehr Bäume sein.
Artikelreferenz
Landwirtschaftskammer Niedersachsen. (2026). Groß, rot und gefräßig: Die Weidenbohrer Raupe.
ruhr24.de. (2026). Plötzlicher Essiggeruch ist Warnsignal für alle Gärtner.