Nacht-Fahrverbot für Mähroboter wird nun vermehrt eingeführt

Schon seit letztem Herbst wird immer wieder gefordert, dass die Mähroboter aufgrund von nachtaktiven Tiere wie beispielsweise Igel oder Feldhamster nicht mehr nachts fahren sollten.

Der Igel steht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten
Der Igel steht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten

Besonders in ländlichen Gebieten wie in Nord- oder Süddeutschland fällt immer wieder auf, dass Tiere durch die Mähroboter stark verletzt oder sogar getötet werden.

Viele Naturschützer fordern ein bundesweites Nacht-Fahrverbot

Der Pressesprecher des NABU Lamin Neffati ist sehr deutlich und möchte ein bundesweites Nachtfahrverbot. Einzelne Städte und Landkreise haben begonnen Nachtfahrverbote umzusetzen.

Köln hat bereits 2024 als erste Großstadt ein Verbot eingeführt. Nun hat auch der Landkreis Helmstedt in Niedersachsen jetzt eine Allgemeinverfügung zum Schutz des Igels erlassen.

Einige Städte sind haben schon 2024 Fahrverbote eingeführt

Hier gilt, dass keine Mähroboter mehr in den Zeiten von 30 Minuten vor dem Sonnenuntergang bis zu 30 Minuten nach dem Sonnenaufgang in Betrieb sein dürfen.

Natürlicher Lebensraum hilft den Igel nicht nur in der Überwinterung
Natürlicher Lebensraum hilft den Igel nicht nur in der Überwinterung

Die Bestände des Igels sind bereits seit Jahren rückläufig. Ein Grund sehen die Naturschützerinnen und Schützer in der Einführung und dem Einsatz von Mährobotern.

Igel flüchten nicht und werden deshalb so stark verletzt

Anders als manche nachtaktiven Tiere flüchten Igel nicht in Gefahrensituationen. Sie rollen sich ein und sind dadurch erst einmal unbeweglich. So kann der Mähroboter sie verletzen und zum Beispiel schwere Schnittverletzungen zufügen.

Der BUND Deutschland e.V. geht noch weiter und ergänzt:

„... Mähroboter sind nicht nur für Igel schädlich. Auch Amphibien, Frösche und viele weitere Tierarten werden von den scharfen Klingen der Mähroboter regelrecht geschreddert. Sie mähen schlicht alles weg, was auf dem Rasen blüht und vernichten damit Nahrungsangebot für Wildbienen, Schmetterlinge, Käfer und Insekten. Wenn es weniger Insekten gibt, haben auch Igel weniger Futter.“, erläutert BUND in einer Stellungnahme aus dem Februar 2026

Besonders im Winter und Frühling können Igel gut unterstützt werden. Im eigenen Garten ist es immer eine Hilfe, wenn Laub, Äste und Gestrüpp unter Hecken oder in Haufen liegengelassen werden.

Der eigene Garten kann eine Schutzzone für Igel und weitere nachtaktive Tiere werden

Das Pflanzen von einheimischen Gehölzen und Stauden hilft dem Igel bei der Nahrungssuche. Igel sind klare Insektenfresser.

Einheimische Insekten können wir durch das Pflanzen von heimischen Pflanzen anlocken und so mehr Nahrungsgrundlage für den Igel ermöglichen.

Quellenhinweise

BUND e.V. (2026). Warum Mähroboter für Igel eine Todesfalle sind. Themen. Aktuelles.

NDR.de (2026). Landkreis Helmstedt: Nacht-Fahrverbot für Mähroboter eingeführt. Studio Braunschweig. Niedersachsen. Nachrichten.

NDR.de (2025). Meyer fordert mehr Igelschutz von Mähroboter-Herstellern. Niedersachsen. Nachrichten.