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Steht wirklich eine Heißzeit bevor?

Es ist wirklich erstaunlich: Jetzt haben wir in Deutschland seit gut 14 Tage die erste echte Hitzewelle des Jahres und schon kommen die Klimaexperten mit Warnungen vor einer Heißzeit um die Ecke.

Dominik Jung Dominik Jung 08 Aug 2018 - 09:09 UTC
Klimaexperten schlagen Alarm. Uns steht angeblich eine Heißzeit bevor.

Am Dienstag war es in Deutschland erneut sehr heiß. Die höchste Temperatur wurde dabei an der Messstation Köln/Bonn erreicht. Dort kletterten die Temperaturen auf 38,3 Grad. Auch in Hamburg und Berlin wurde es mit Werten um oder auch knapp über 35 Grad sehr heiß. Diesen Tag nutzten dann offenbar auch einige Klimaexperten um uns nun vor einer Heißzeit zu warnen. Mal abgesehen davon, dass der Begriff Heißzeit völlig unwissenschaftlich ist, da er gar nicht definiert ist, ist es schon sehr auffällig, dass so ein Bericht just an einem der heißesten Tage des aktuellen Jahres der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

Ein Schelm wer Böses denkt. Was wollte man damit bezwecken? Etwa eine Verbindung zwischen der aktuellen Hitzewelle und ihren eigenen Zukunftsprognosen herstellen? Das ging denn gründlich in die Hose und die Herren Klimaforscher haben offenbar nicht den Unterschied zwischen Wetter und Klima verstanden. Was wir in diesen Tagen erleben ist einfach nur Wetter. Der gesamte Sommer ist bisher sehr trocken und ist auch oftmals warm, aber eine richtige Hitzewelle gibt es erst sehr 14 Tagen.

Klimaexperten verunsichern Menschen und reiten auf aktueller Wetterlage herum

Es ist schon spannend zu sehen, wie man hier die aktuelle Wetterlage ausnutzt, um mal wieder Klimapanik zu schüren und dazu auch noch fachlich völlig unsinnige Begriffe wie Heißzeit in den Raum wirft. Wissenschaftliche Erkenntnisse sollte man besser nicht auf diese Art und Weise verbreiten. Sonderlich seriös ist diese Vorgehensweise mit Sicherheit nicht. Klar ist: die globalen Temperaturen erhöhen sich seit der Industrialisierung besonders stark und dieser Trend scheint sich auch in den kommenden Jahren fortzusetzen. Wie lange dieser Aufwärtstrend andauernd vermag aber heute kein Mensch zu sagen, auch kein Klimaexperte.

Dürre geht weiter
Die ganz große Hitze ist zwar vorbei, aber die Dürre geht weiter.

In den kommenden Tagen lässt die Hitze auf jeden Fall deutlich nach. Damit wäre die aktuelle "Heißzeit" erstmal vorbei. Die Werte bleiben trotzdem sommerlich bis hochsommerlich. Am heutigen Mittwoch erwarten wir nur noch im Osten besonders hohe Werte von 35 Grad und mehr. Lokal kann es sogar 38 oder 39 Grad im Schatten geben. Am Donnerstag werden dann im Westen 27 bis 30 und im Osten 31 bis 34 Grad erreicht. Heftige Gewitter vertreiben dann zum Abend die letzten Reste der Hitzewelle aus Deutschland.

Wochenende wieder hochsommerlich warm bis heiß

Einen massiven Absturz des Sommers wird es allerdings nicht geben. Bereits am Wochenende wird es wieder sehr warm bis heiß. Lokal sind am Sonntag wieder Spitzenwerte bis 30 und darüber möglich. Einzig der Freitag bietet noch etwas mehr Erfrischung. Dann werden im Westen nur noch 18 bis 23 Grad gemessen, nach Osten gibt es Temperaturen bis 26 Grad. Schauer und Gewitter gibt es ab Freitag kaum noch und auch der Landregen bleibt weiterhin aus.

Die große Trockenheit wird sich somit auch in den nächsten Tagen fortsetzen. Die Hitzelage entspannt sich, aber das Dürre-Problem werden wir leider so schnell nicht los. Die aktuellen längerfristigen Wettertrends sehen eine Fortdauer der trockenen Wetterlage bis zum Monatsende.

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