Schlimmste Dürre seit Jahrzehnten: Trocknet Deutschland aus?

Deutschland trocken aus. Derzeit erlebt das Land die größte Dürre seit Jahrzehnten, wenn nicht sogar seit gut 50 Jahren. Immerhin ist nun kurzzeitig ein wenig Entspannung in Sicht.

Johannes Habermehl Johannes Habermehl 10 Juli 2018 - 01:48 UTC
Endlich Sommerregen
Tief Gislinde bringt Deutschland verbreitet Regen. Die Trockenheit wird dabei besonders im Nordosten gelindert.

Selten wartet man in einem deutschen Sommer auf ein Regentief wie in diesen Tagen. Nun ist Tief Gislinde endlich da und hat sich am heutigen Dienstag mit seinem Zentrum genau über Norddeutschland gelegt. Es wird bis Freitag vor allen Dingen im Nordosten für reichlich Regen sorgen. Stellenweise sind Niederschlagssummen um 50 Liter pro Quadratmeter möglich. Verbreitet kann es sonst im Osten Deutschlands immerhin 20 bis 30 Liter geben. Im Westen und Süden kommt von dem Regen dagegen kaum etwas an.

Aber auch so gilt: es wird im Osten und Nordosten nicht jeden gleichmäßig treffen. Da gibt es durchaus wieder Regionen die nur wenige Tropfen abbekommen werden. Trotzdem kann man hoffen, dass nun die extreme Trockenheit etwas abnimmt. Allerdings wird diese Entspannung nicht von langer Dauer sein. Spätestens ab Freitag kehrt überall der Hochsommer mit Wärme, Sonne und neuer Trockenheit zurück. Die massivste Dürre in Deutschland seit rund 50 Jahren scheint damit in die nächste Runde zu gehen.

Juli weit verbreitet noch komplett ohne Niederschlag

Der Juni brachte deutschlandweit gerade mal 55 Prozent der sonst üblichen Niederschläge und im Juli gab es bisher in vielen Regionen noch nicht einen einzigen Tropfen Regen. Von der Mainlinie bis nach Norddeutschland steht in diesem Monat bisher bei allen Wetterstationen eine dicke Null in Sachen Niederschlagsmenge. die Trockenheit ist mittlerweile sehr markant. Verbreitet ist die Ernte bereits auf den Feldern vertrocknet. Selbst wenn es nun die kommenden zwei bis drei Tage Regen gibt, kommt dieser oftmals zu spät.

Tief Gislinde bringt am Dienstag die ersten dichten Wolken. Die Temperaturen erreichen maximal 17 bis 24 Grad. Das wird heute der kühlste Tag der Woche werden. Bereits am Mittwoch werden schon wieder 19 bis 26 Grad erwartet. Dann ist es vor alem im Nordosten regnerisch. Es gibt häufig Schauer und Gewitter. Sonst wechseln sich Sonne und Wolken ab. Hier und da ist etwas Regen möglich.

Dürre geht ab dem Wochenende weiter

Am Donnerstag setzt sich aus Südwesten wieder recht warme Luft durch. In der Westhälfte werden dann schon wieder 25 bis 28 Grad gemessen, sonst sind es 20 bis 24 Grad. Besonders im Nordosten gibt es noch einzelne kräftige Regengüsse und Gewitter. Am Freitag trocknet es auch im Osten langsam ab. Im Südwesten werden dabei schon wieder hochsommerliche Werte bis 31 Grad im Schatten erreicht. Sonst sind es 24 bis 29 Grad.

Viel Regen im Nordosten
Tief Gislinde bingt besonders dem Nordosten und Osten reichlich Regen. Hier die Niederschlagssummen bis Freitagmorgen.

Am Wochenende heißt es dann wieder Sonne, Wärme und Trockenheit satt. Den ganzen Tag lacht die Sonne vom blauen Himmel herab. Es stellt sich in Deutschland bestes Bade- und Grillwetter ein. Die Höchstwerte erreichen am Samstag 24 bis 31 Grad und am Sonntag sind 24 bis 32 Grad drin. Die höchsten Temperaturen gibt es im Westen entlang des Rheins.

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