Wechselhaftes Wetter kann Kopfschmerzen auslösen – ein neues bundesweites Projekt soll Betroffene unterstützen
Starke Temperaturveränderungen, Sturm oder Extremwetterereignisse können bei empfindlichen Menschen bereits Kopfschmerzen, Unwohlsein oder Migräneattacken auslösen. In Zeiten des Klimawandels und Extremwetterereignissen macht es Sinn gezielter auf das Wetter und die Auslöser zu schauen.

Das bundesweite Projekt steht unter der Leitung es Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e.V. und des LMU Klinikums Münchens.
Das Projekt kann fast überall genutzt werden
Das Projekt mit dem modernen Namen „Migra-MD“ soll vor allem multimedial und digital neue Behandlungsmethoden und Beratungsmöglichkeiten fördern. Insgesamt nimmt das Projekt 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf, die in spezielle Weise und engmaschig fachärztlich betreut und an Studien teilnehmen werden.
Das Ziel des Projekts ist es Versorgungslücken zu schließen und neue Leitlinien zu erarbeiten. Wie der Name schon vermuten lässt, ist das Programm mit digitalen Instrumenten, Tools, Workshops und Videos bestückt.
Eine Mischung aus ärztlicher Betreuung und digitalen Anwendungen
Das Programm besteht aus drei Behandlungstermine besonders geschulten Fachärztinnen und Fachärzten. Eine Online-Anlaufstelle bietet zudem Videos, Audios und Informationen zu dem Themenbereich Kopfschmerzen und Migräne sowie möglichen Behandlungsmöglichkeiten. Auch Exkurse in Entspannungsverfahren, Stressbewältigung und Bewegungstherapie sollen die Patientinnen und Patienten ergänzend unterstützen. Zudem gibt es digitale „Meet‑the‑Expert“-Veranstaltungen, die einen Austausch zwischen Betroffenen und Fachleuten gewährleisten.
Online können sich Betroffene schnell und einfach registieren
Die digitale Plattform „Migra-MD“ kann jetzt schon aufgerufen werden. Dort ist es möglich sich für eine Teilnahme am Projekt zu registrieren. Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind bereits Personen, die vier bis circa 25 Kopfschmerztage pro Monat haben und nicht mehr als zwei Medikamente erfolglos ausprobiert haben.

Über die finale Teilnahme entscheidet das Studienpersonal des LMU-Klinikums in München. Die Teilnahme dauert circa 13 Monate.
Besonders in den Zeiten von Klimawandel und häufigeren klimatischen Veränderungen wie hoher Luftdruck oder hohe Ozonbelastung können Kopfschmerzen häufiger auftreten. Medizinerinnen und Mediziner machen seit Jahren auf die gesundheitlichen Einschränkungen aufmerksam.
Geschulte Mediziner beraten mittlerweile auch in Klimafragen
So gibt es bei engagierten Ärztinnen und Ärzten bereits „Klima-Sprechstunden“, in denen Patientinnen und Patienten mit dem Umgang von beispielsweise Hitzeperioden, Trockenheit, Luftverschmutzung und vielem mehr speziell geschult werden können.
Neben der größeren Wahrscheinlichkeit von Kopfschmerzen und Migräne belasten die wechselnden Wetterlagen insbesondere das Herz-Kreislauf-System von chronisch Erkrankten und Menschen, die generell sehr wetterfühlig sind. Schnell Abhilfe bieten da der vermehrte Aufenthalt in der Natur und viele Spaziergänge an der frischen Luft.
Quellenhinweise
KLUG.de (2026). Handlungsfeld Prävention und Gesundheitsförderung. Über uns. Deutsche Allianz für Klimawandel und Gesundheit.
MDR.de (2026). Neues Projekt soll Migränebehandlung nachhaltig verbessern. Kopfschmerzen. Medizin. Gesundheit. Wissen.
MiGRA-MD. (2026). Leiden Sie unter Migräne? MIGRA-MD ist ein Therapieprogramm speziell für Migränepatienten.