Höher, schärfer, älter, erstaunlicher: Diese vier Superlative krönen den ultimativen Asien-Trip

Faszination und Vielfalt der Landschaften, Städte und Küchen Asiens sind unbedingt rekordverdächtig. Und auch sonst können Reisende hier einige Höhenflüge erleben. Von Indien bis China: vier Beispiele.

Schön scharf: Von der Begegnung mit dieser Chili-Schote werden Sie noch Ihren Enkeln erzählen. Foto: Adobe Stock
Schön scharf: Von der Begegnung mit dieser Chili-Schote werden Sie noch Ihren Enkeln erzählen. Foto: Adobe Stock

Tränen werden fließen: Das schärfste Essen

Gegen dieses Curry sind der mit reichlich Chilischoten gewürzte Papaya-Salat aus Nordthailand oder das thailändische Steak Neua Pad Prik mit viel extrascharfem Chili die reinste Kinderkost. Was aussieht wie ein sahniges, recht mildes Hähnchengericht, enthält das gefürchtete, aus Nordindien stammende Bhut Jolokia Chili, das als eines der schärfsten der Welt gilt. Die Schote schaffte es 2006 als erste ins Guinness Buch der Rekorde.

Und wer es mit einer Portion Phaal Curry aufnimmt, wird unbedingt das Gefühl haben, es mit ultimativer Würzung zu tun zu haben. Mund und Rachen brennen, Tränen fließen – zur stillen Erheiterung der Einheimischen. Das Aroma, von dem sie schwärmen, ist für Neulinge erst nach ausgedehnten Versuchsreihen wahrnehmbar.

Frittierte Tarantel: Das ungewöhnlichste Gericht

Tausendjährige Eier, Schlangensuppe und Quallensalat, allesamt in China geschätzte Spezialitäten, finden sich eher selten auf europäischen Speiseplänen. Noch gewöhnungsbedürftiger sind die frittierten Taranteln, die in Kambodscha als Snack geknuspert werden – vor allem in Skun in der Provinz Kompong Chang. Die Tatsache, dass der Garungsprozess das Erscheinungsbild der Tiere kaum verändert, erleichtert Ungeübten nicht den Genuss.

Das muss man wollen: Frittierte Taranteln. Foto: Adobe Stock
Das muss man wollen: Frittierte Taranteln. Foto: Adobe Stock

Immerhin helfen scharfe Chilisoße, Salz und Knoblauch beim Verzehr. Heuschrecken, Kakerlaken und Ameisen, die man ebenfalls auf kambodschanischen Märkten erstehen kann, erscheinen gegen die behaarten Riesenspinnen im Vergleich schon fast harmlos.

Jenseits der Zeit: Das älteste Bauwerk

Ausgerechnet in Chichibu in Japan, das immer wieder von Erdbeben erschüttert wurde, haben Archäologen die Reste einer uralten menschlichen Behausung entdeckt. Die Hütte und die in ihrer Nachbarschaft gefundenen Werkzeuge haben eine halbe Million Jahre auf dem Buckel; genutzt wurden sie von Vorfahren des Homo sapiens.

Mit 11.000 Jahren ist die 1994 entdeckte Tempelanlage Göbekli Tepe in Südostanatolien zwar vergleichsweise taufrisch, der Titel der ältesten Kultstätte der Welt geht aber durch sie dennoch klar in die Südtürkei.

Aufs Dach der Welt: Die höchste Eisenbahnstrecke

Auf der Eisenbahnstrecke von Xining nach Lhasa sind außer tibetischen Mönchen auch Rekorde zuverlässige Begleiter: Mit einer Länge von 1956 Kilometern ist die Strecke die längste und mit dem Scheitelpunkt auf 5072 Metern zugleich die höchstgelegene Bahnstrecke der Welt. Vom Xining, das auf relativ moderaten 2261 Metern Höhe liegt, schraubt sich die Bahn ins Gebirge. Bald darauf werden Düsen eingeschaltet, die Sauerstoff in die Kabinen blasen. So soll Höhenkrankheit vorgebeugt werden. Reisende sollten dennoch in Xining und Golmud auf 3000 Meter Höhengewöhnungs-Stopps einlegen.

Über den Tanggula-Pass erreicht die Tibet-Bahn den höchstgelegenen Bahnhof (5068 Meter) und passiert den mit 4905 Metern höchsten Tunnel der Welt. Schroffe Gebirgszüge und das Panorama der tibetischen Hochebene machen diesen Trip unvergesslich.