Heftiger Vulkanausbruch im Kongo!

Großer Ausbruch des Vulkans Nyiragongo in der Demokratischen Republik Kongo, der die Evakuierung tausender Menschen zur Folge hat. Die letzte Eruption fand 2002 statt und verursachte Tod und Vertreibung.

Eine Nacht des Schreckens begann um 18 Uhr Ortszeit im Osten der Demokratischen Republik Kongo mit dem Ausbruch des Vulkans Nyiragongo. Der Himmel färbte sich rot und Lavaströme begannen in Richtung der Stadt Goma mit ca. 700.000 Einwohnern und einem Ballungsgebiet von 2 Millionen Menschen zu fließen. Im Vorfeld hatte zunächst nichts auf einen möglichen Ausbruch hingedeutet.

Ein Massenevakuierungsplan wurde umgehend ausgegeben, um katastrophale Auswirkungen zu minimieren. Bislang wurden offiziell keine Todesfälle gemeldet.

Später zeigte ein Aufklärungsflug eines Hubschraubers der UN-Friedensmission, genannt Monusco, den Weg der Lava, die den Flughafen der Stadt erreichte und in Richtung Kivu-See, an der Grenze zu Ruanda, floss.

Am gestrigen Sonntagmorgen sagte Kommunikationsminister Patrick Muyay, dass die Intensität des Lavastroms abgenommen habe und eine Bewertung der humanitären Situation im Gange sei.

Der Vulkan Nyiragongo befindet sich 10 km von Goma entfernt und hat in der Vergangenheit bereits Katastrophen in der Region verursacht. Der letzte Ausbruch ereignete sich am 17. Februar 2002, bei dem 250 Menschen starben und 120.000 obdachlos wurden. Weitere große Eruptionen fanden 1977, 1982, 1983 und 1994 statt, die ebenfalls Todesopfer forderten. Wir werden Euch auch weiterhin über den Fortgang des Vulkanausbruchs informieren. Erst vor kurzem war mehrfach der Ätna aktiv und auch der Stromboli.