Penis-Skandal bei Olympia 2026: Skispringer sollen Genital-Manipulation für größere Sprünge genutzt haben

Berichte über ungewöhnliche Manipulationsmethoden im Skispringen sorgen vor Olympia 2026 für Aufsehen. Die Wada prüft den Verdacht – Experten warnen vor Risiken für Fairness und Gesundheit.

„Penisgate“ bei Olympia: Skispringer sollen ihre Genitalien vergrößert haben, um größere Anzüge und längere Sprünge zu bekommen.
„Penisgate“ bei Olympia: Skispringer sollen ihre Genitalien vergrößert haben, um größere Anzüge und längere Sprünge zu bekommen.

Kurz vor den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo gerät das Skispringen erneut unter Druck. Auslöser sind Medienberichte, die unter anderem auf Informationen aus dem Umfeld der Universität Ottawa verweisen und ungewöhnliche Manipulationsvorwürfe thematisieren.

Der Verdacht: Athleten könnten versucht haben, körperliche Messungen gezielt zu beeinflussen, um sich aerodynamische Vorteile zu verschaffen.

Auf der Seite der University of Ottawa ist zu lesen, dass sich Benoit Girardin, Experte für Sportrecht und Integrität im Spitzensport, mit den Manipulationsvorwürfen im Skispringen befasst. Girardin arbeitet an der Universität zu rechtlichen Fragen rund um Doping, Regelverstöße und die Sicherung fairer Wettbewerbsbedingungen im internationalen Leistungssport. Seine Einschätzungen werden regelmäßig herangezogen, wenn es um Graubereiche zwischen Regelwerk, Technik und sportlicher Ethik geht.

Vermessung als neuralgischer Punkt im Regelwerk

Im Skispringen entscheidet nicht nur Technik und Mut, sondern auch millimetergenaue Ausrüstungskontrolle. Die Anzüge der Athleten werden mithilfe von 3D-Scannern vermessen, die den Körper exakt erfassen. Diese Daten bestimmen, wie eng oder locker ein Anzug geschnitten sein darf.

Schon geringfügige Abweichungen können den Luftwiderstand reduzieren und den Auftrieb erhöhen – mit direkten Auswirkungen auf die Flugweite.

Medienberichte über gezielte Einflussnahme

Nach übereinstimmenden Medienberichten sollen einzelne Springer versucht haben, diese Messungen kurzfristig zu beeinflussen. Dabei sei von Methoden die Rede, die keine sportliche Technik betreffen, sondern auf vorübergehende körperliche Veränderungen abzielen:

Ziel war es, größere Anzuggrößen zu erhalten, die den Luftwiderstand verringern und so den Sprung weiter machen könnten. Dabei soll unter anderem die Injektion von Substanzen wie Hyaluronsäure oder Paraffin eingesetzt worden sein.

Konkrete Beweise oder bestätigte Fälle liegen bislang nicht vor. Dennoch beschäftigen sich internationale Kontrollinstanzen mit den Vorwürfen.n.

Alte Muster, neue Methoden

Die Debatte fällt in eine Phase, in der das Skispringen ohnehin um Vertrauen ringt. In den vergangenen Jahren waren mehrfach Manipulationen an Anzügen aufgedeckt worden. Damals ging es um verdeckte Veränderungen an Nähten und Schnitten, die zu Sperren für Athleten, Trainer und Betreuer führten. Die aktuellen Berichte deuten darauf hin, dass sich mögliche Umgehungsversuche zunehmend von der Ausrüstung auf den Körper selbst verlagern könnten.

Wissenschaftliche Erkenntnisse erhöhen die Brisanz

Studien zur Aerodynamik im Skispringen zeigen, wie sensibel das System reagiert. Bereits minimale Vergrößerungen des Anzugumfangs können den Auftrieb messbar steigern und mehrere Meter zusätzliche Sprungweite ermöglichen. Genau deshalb gelten strenge Vorschriften für Körpermaße, Gewicht und Anzüge. Jede bewusste Umgehung würde den Grundsatz fairen Wettbewerbs infrage stellen.

Wada prüft – auch ohne klassische Dopingmittel

Die Welt-Anti-Doping-Agentur befasst sich grundsätzlich nicht nur mit verbotenen Substanzen, sondern auch mit Methoden, die die Gesundheit gefährden oder dem Geist des Sports widersprechen könnten. Selbst wenn keine leistungssteigernden Medikamente eingesetzt würden, könnten riskante Eingriffe unter diesen erweiterten Regelbegriff fallen.

FIS winkt bei „Penisgate“ ab – wilde Gerüchte ohne Beweise

Auf der Seite von AP ist zu lesen, dass der internationale Skiverband FIS die Berichte über angebliche Penis-Injektionen von Skispringern als „wildes Gerücht“ zurückweist.

Laut FIS habe es keinerlei Hinweise oder Beweise gegeben, dass Athleten Hyaluronsäure oder ähnliche Methoden eingesetzt hätten, um größere Anzuggrößen zu erhalten und damit den Luftwiderstand zu verringern.

FIS-Sprecher Bruno Sassi bezeichnete die Meldungen als reine Hörensagen, die vor wenigen Wochen begonnen hätten. Hintergrund ist der Skandal der norwegischen Mannschaft im Vorjahr, bei dem Trainer und Betreuer Anzüge manipulierten. Seitdem gelten verschärfte Kontrollen mit 3D-Messungen und Mikrochip-Technik, um Manipulationen künftig zu verhindern.

Quelle

University of Ottawa, All News: „Penisgate Winter Olympics Scandal“, 6. Februar 2026; Ansprechpartner für Medien: Benoit Girardin, Experte für Sportrecht und Sportintegrität.

The Associated Press (AP). „Skiing’s regulatory body rejects ‘wild rumor’ ski jumpers are enhancing anatomy to gain distance.“ AP Olympics, 6. Februar 2026.