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Klimawandel: Naturkatastrophen kosten 2022 bisher 65 Milliarden US-Dollar!

Extreme Hitze, Dürre und Waldbrände nehmen in vielen Regionen der Welt zu und verursachen Kosten in Milliardenhöhe für die Versicherungsunternehmen.

Australische Überschwemmungen sind die bisher teuerste Katastrophe des Jahres 2022
Die australischen Überschwemmungen sind die bisher teuerste Katastrophe des Jahres 2022.

In der ersten Hälfte des Jahres 2022 dominierten wetterbedingte Katastrophen die weltweiten Naturkatastrophen: Tornados, Überschwemmungen, extreme Hitze, Waldbrände und Dürre verursachten Schäden in Milliardenhöhe, so die Analyse eines weltweit tätigen Versicherungsunternehmens.

Munich Re hat die Schäden von Naturkatastrophen auf der ganzen Welt zusammengezählt. Extreme Regenfälle und Überschwemmungen im Osten Australiens waren mit Schäden von 6,6 Milliarden US-Dollar die bisher teuerste Naturkatastrophe des Jahres 2022.

In Teilen von Queensland und New South Wales kam es zu Rekordniederschlägen und Überschwemmungen, wobei die letzte Februarwoche die nasseste seit 1900 war.

Die USA verzeichneten mit rund 28 Milliarden US-Dollar in den ersten sechs Monaten des Jahres die höchsten wetterbedingten Schäden. Eine Serie schwerer Gewitter mit Tornados war die Hauptursache - Tornados Anfang April zerstörten Vermögenswerte im Wert von über 3 Mrd. USD, während schwere Gewitter in den USA Schäden von insgesamt 22 Mrd. USD verursachten, mit versicherten Schäden von 17 Mrd. USD.

Eines wird immer deutlicher: Der starke Einfluss des Klimawandels wird immer deutlicher. Und die Folgen für die Menschen auf der ganzen Welt werden immer deutlicher spürbar.

In Europa führten extreme Hitze und Trockenheit im Frühsommer zu Wasserknappheit und Waldbränden, insbesondere in Italien, Spanien und Portugal. Winterstürme, vor allem im Februar, fegten über Nord- und Nordwesteuropa hinweg und brachten teilweise Orkanböen mit sich, wobei Irland, England, Teile Belgiens, der Niederlande, Norddeutschland und die Ostseeküste besonders stark betroffen waren. Die Gesamtschäden beliefen sich auf 5,2 Mrd. USD.

Dürreperioden in Europa haben sich ebenfalls als kostspielig erwiesen
Auch die Dürren in Europa haben sich als kostspielig erwiesen.

Allerdings waren die Schäden durch Naturkatastrophen im ersten Halbjahr 2022 geringer als in den Vergleichsmonaten des Jahres 2021. Überschwemmungen, Erdbeben und Stürme verursachten insgesamt Schäden in Höhe von rund 65 Mrd. USD, verglichen mit 105 Mrd. USD im Vorjahr.

Mehr Todesfälle

Die größte humanitäre Tragödie wurde durch ein starkes Erdbeben in Afghanistan ausgelöst. Etwa 1 200 Menschen starben, als das Beben mit einer Stärke von 5,9 den Osten des Landes verwüstete. Weltweit kamen im ersten Halbjahr 2022 etwa 4 300 Menschen bei Naturkatastrophen ums Leben - mehr als in den Vorjahren.

Führende Forschungsinstitute wie die Colorado State University gehen davon aus, dass sich die derzeit schwachen La-Niña-Bedingungen während der Hauptphase der Hurrikansaison im September noch verstärken könnten, mit Sturmaktivitäten am oberen Ende der Skala. Munich Re rechnet mit rund 18 benannten Tropenstürmen, acht Hurrikanen und vier schweren Hurrikanen.

Ernst Rauch, Chef-Klimaforscher bei Munich Re und Leiter der Climate Solutions Unit, sagte: "Es sind zwar alles Einzelereignisse mit unterschiedlichen Ursachen: "Es sind zwar alles Einzelereignisse mit unterschiedlichen Ursachen, aber in der Summe wird eines sehr deutlich: Der starke Einfluss des Klimawandels wird immer deutlicher. Und die Folgen für die Menschen auf der ganzen Welt werden immer deutlicher spürbar.