Mutige Kinder mit Herz: Sternsinger sammeln Spenden und Segen, um Kindern in Not in Deutschland und weltweit zu helfen

Unsere Sternsinger-Kinder stehen wieder vor der Tür: Mit Liedern, Kreide und Kronen bringen sie Segen und setzen sich trotz Wind und Wetter für Kinder in Not weltweit ein.

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Die kleinen Sternsinger ziehen bei Wind und Wetter von Tür zu Tür, singen, segnen und setzen sich mit ihrem Mut und ihrer Freude für Kinder in Not weltweit ein.

Sie stehen wieder vor der Tür, die Sternsinger. Seit Generationen ist die Aktion Dreikönigssingen eine der bekanntesten christlichen Traditionen in Deutschland.

Kinder verkleiden sich als Könige, lernen Lieder, basteln Kronen und studieren Texte für den Segensspruch. Wochenlang bereiten sie sich gemeinsam in Pfarrgruppen vor, um am 6. Januar von Haus zu Haus zu ziehen. Für viele ist es ein Höhepunkt des Jahres, der Glaube, Gemeinschaft und soziales Engagement miteinander verbindet.

Die Sternsingeraktion erinnert an die Heiligen Drei Könige, die dem Stern folgten, um dem neugeborenen Jesuskind Geschenke zu bringen.

Heute schreiben die Kinder mit Kreide den Segensspruch „C+M+B“ und die Jahreszahl über die Türen – Christus mansionem benedicat – „Christus segne dieses Haus“. Dieser Brauch ist ein Symbol für Segen, Schutz und Hoffnung, und er wird von Familien in ganz Deutschland freudig erwartet.

Kinder im Einsatz für Kinder weltweit

Das Motto der Sternsingeraktion 2026 lautet „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Die Kinder setzen sich mit diesem Projekt aktiv für Gleichaltrige in anderen Ländern ein, die nicht die Chance auf Bildung haben. Allein in Bangladesch arbeiten noch rund 1,8 Millionen Kinder, 1,1 Millionen unter besonders gesundheitsschädigenden Bedingungen.

Partnerorganisationen wie die Abdur Rashid Khan Thakur Foundation (ARKTF) und Caritas Bangladesch befreien Kinder aus ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen, ermöglichen Schulbesuch oder Ausbildung und sensibilisieren Eltern, Arbeitgeber und Behörden für Kinderrechte. Die Spenden, die die Sternsinger sammeln, fließen direkt in diese Projekte. Jeder Euro unterstützt das Recht der Kinder auf Schutz und Bildung und schafft konkrete Perspektiven.

Vorbereitung, Engagement und Herzblut

Die Sternsinger erleben hautnah, was Verantwortung bedeutet. Sie laufen bei Wind, Regen oder Schnee durch Städte und Dörfer, singen Lieder, überbringen Segenswünsche und bringen die Botschaft des Glaubens in jedes Haus.

Viele Gruppen üben bereits Wochen im Voraus – die Lieder, Texte und Rollen müssen sitzen, die Kronen und Kostüme vorbereitet werden. Für die Kinder ist dies oft ein erstes bewusstes Engagement für andere, das sie stolz macht und gleichzeitig soziale Verantwortung vermittelt.

Die Aktion verbindet Generationen: Eltern begleiten ihre Kinder, Pfarrgemeinden unterstützen mit Materialien, Liedtexten und Tipps für den Segensspruch.

Der Segen, der Türen öffnet

Der Segensspruch „C+M+B“, das Singen, die Kronen und der Stern symbolisieren die Hoffnung, den Schutz und die Verbundenheit zwischen den Menschen. In vielen Häusern werden die Sternsinger mit Getränken, Süßigkeiten oder kleinen Spenden empfangen – ein Zeichen der Wertschätzung für ihren Einsatz.

Diese Tradition zeigt, wie christlicher Glaube in Deutschland lebendig bleibt und gleichzeitig konkrete Hilfe für Kinder weltweit ermöglicht.

Sie verbindet Freude, Gemeinschaft und soziales Engagement und zeigt, dass selbst kleine Hände Großes bewirken können.

Ein Brauch mit globaler Wirkung

Die Sternsingeraktion macht deutlich: Weihnachten endet nicht am 24. Dezember. Der Glaube an Nächstenliebe, Gerechtigkeit und Solidarität setzt sich fort. Kinder und Erwachsene erleben, dass sie durch Engagement die Welt ein Stück besser machen können – sei es durch das Aufschreiben des Segens, das Sammeln von Spenden oder durch Bewusstsein für Kinderrechte.

Die Sternsinger bringen nicht nur den Segen ins Haus – sie tragen Hoffnung, Bildungschancen und ein Signal der Solidarität in die Welt. Und jedes Jahr aufs Neue wird deutlich: Diese Tradition ist so lebendig wie eh und je.

Quelle:

Kindermissionswerk „Die Sternsinger“: Aktion Dreikönigssingen 2026 – „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“