Katastrophe in den Flüssen! Fast die Hälfte der Süßwasserfische in Europa ist vom Aussterben bedroht

Von den 558 einheimischen Süßwasserfischarten in Europa sind fast sechs von zehn Arten stark vom Aussterben bedroht.

Der Anteil bedrohter Arten ist seit 2011 um 5 Prozent gestiegen, und es gibt kaum Anzeichen für eine Erholung in der Region.
Der Anteil bedrohter Arten ist seit 2011 um 5 Prozent gestiegen, und es gibt kaum Anzeichen für eine Erholung in der Region.

Die Europäische Rote Liste der Internationalen Union für Naturschutz (IUCN) wurde aktualisiert und zeigt, dass etwa 50 % der Süßwasserfische in Europa vom Aussterben bedroht sind.

Die ökologische Krise, mit der sie konfrontiert sind, ist gravierend: 42 % der Süßwasserfischarten in Europa sind vom Aussterben bedroht. Diese „Katastrophe“ betrifft die 558 untersuchten einheimischen Arten, und der Anteil der gefährdeten Arten ist seit 2011 um 5 % gestiegen, was auf eine beschleunigte Verschlechterung des Zustands der Flüsse und Seen des Kontinents hindeutet.

Die Rote Liste der bedrohten Arten wird immer länger

Ein deutliches Beispiel nicht nur für den Artenverlust, sondern auch für mangelndes Bewusstsein ist das Schicksal des Europäischen Aals, der vom Aussterben bedroht ist. Nach Angaben von Naturschützern beträgt sein Rückgang über alle Indikatoren hinweg mehr als 90 %.

Trotz dieser besorgniserregenden Lage wird die Art weiterhin kommerziell befischt, verkauft und wie gewohnt verzehrt. Die autonomen Regionen lehnten zum dritten Mal den Vorschlag ab, den Schutzstatus des Aals in Spanien zu erhöhen.

Laut der Studie, in der die 558 einheimischen Süßwasserfischarten Europas untersucht wurden, sind fast sechs von zehn einheimischen Arten stark vom Aussterben bedroht. Die Ergebnisse zeigten, dass 42 % gefährdet sind, während weitere 18 % als „fast gefährdet“ eingestuft werden.

Der Europäische Aal (Anguilla anguilla), eine vom Aussterben bedrohte Art, benötigt frei fließende Flüsse, um seinen Lebenszyklus zu vollenden.
Der Europäische Aal (Anguilla anguilla), eine vom Aussterben bedrohte Art, benötigt frei fließende Flüsse, um seinen Lebenszyklus zu vollenden.

Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit mehr als 135 Experten aus über 30 Ländern durchgeführt und zeigt, dass der Anteil bedrohter Arten seit 2011 um 5 % gestiegen ist, wobei es kaum Anzeichen für eine Erholung in der Region gibt. Doch das ist nicht alles, was der Bericht untersucht.

Es befasst sich auch mit wandernden Arten, die ebenfalls unter Druck stehen. So ist beispielsweise bei rund 39 % der wandernden Süßwasserfische ein Rückgang zu verzeichnen.

Im Vergleich dazu liegt der Anteil der nicht wandernden Arten in derselben Situation bei 14 %. Nach Ansicht von Fachleuten verdeutlicht diese Diskrepanz die verheerenden Auswirkungen von Hindernissen für die Fischwanderung, wie beispielsweise Staudämme und Wehre.

Eine Schlüsselgruppe im Ökosystem

Süßwasserfische gehören zu den artenreichsten Wirbeltiergruppen der Erde und sind wichtige Indikatoren für den Zustand von Ökosystemen. Der Rückgang der Süßwasserfischbestände ist ein Zeichen für eine weitreichende Verschlechterung der Ökosysteme.

„Ohne dringende und koordinierte Maßnahmen gegen den Verlust von Lebensräumen, Umweltverschmutzung, invasive Arten und den Klimawandel läuft Europa Gefahr, innerhalb einer Generation einen erheblichen Teil seiner aquatischen Artenvielfalt zu verlieren.“

Diese Warnung stammt von Matthew Ford, dem Hauptautor des Berichts und Mitglied der Fachgruppe für Süßwasserfische der IUCN-Kommission für den Artenschutz

Die Europäische Rote Liste bietet eine wissenschaftlich fundierte, evidenzbasierte Bewertung des regionalen Aussterberisikos bestimmter europäischer Taxa. Dazu gehören alle Wirbeltierarten, also nicht nur Fische, sondern auch Reptilien, Amphibien, Vögel und Säugetiere sowie eine Vielzahl von Wirbellosen wie Land- und Wassermollusken.

Darüber hinaus sind Libellen, Schmetterlinge, Bienen, Heuschrecken, Grillen und Laubheuschrecken, Käfer und Motten enthalten. Die Liste umfasst zudem verschiedene Pflanzengruppen, darunter Bäume, endemische Sträucher, Heilpflanzen, Bryophyten (Moose, Lebermoose und Hornmoose) sowie Pteridophyten (Farne und Bärlappgewächse).

Außerdem berücksichtigt es ausgewählte Gefäßpflanzen, wie beispielsweise wilde Verwandte von Kulturpflanzen und Arten, die mit internationalen politischen Rahmenwerken wie dem Globalen Rahmenwerk für biologische Vielfalt von Kunming-Montreal und der EU-Biodiversitätsstrategie für 2030 in Verbindung stehen.

Quellenhinweis:

Comunicado de prensa | 13 abril 2026. Casi la mit. ad de los peces de agua dulce europeos en riesgo de extinción, revela la nueva lista roja de la UICN, Unión Internacional para la Conservación de la Naturaleza

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