Heftiges Erdbeben leert Schwimmbadwasser aus Wolkenkratzern!

Die Philippinen wurden in den letzten Tagen von zwei starken Erdbeben heimgesucht: Beim ersten Erdbeben gab es elf Tote. In Manila schwankten die Wolkenkratzer und Wasser aus den Schwimmbädern nach unten.

Johannes Habermehl Johannes Habermehl 23 Apr 2019 - 15:00 UTC

Die Philippinen wurden in den letzten Stunden von einer Reihe von Erdbeben getroffen. Das erste Erdbeben am 22. April hatte eine Stärke von 6,1 und traf den Norden des Landes. Es gab elf Tote. Das Erdbeben hatte sein Epizentrum rund einhundert Kilometer von Manila entfernt und ein 20 km tiefes Hypozentrum in der Region Central Luzon. In der philippinischen Hauptstadt war das Erdbeben stark zu spüren und die Wolkenkratzer schwankten dabei ganz beachtlich. Das Wasser der Schwimmbecken, die sich auf den Dächern einiger Wolkenkratzer befanden, fiel wie ein Wasserfall rechts und links an den Hochhäusern nach unten. Beeindruckend sind auch die Aufnahmen, die die großen Schwingungen der Wolkenkratzer zeigen.

Anschließend erschütterte ein neues Erdbeben die Philippinen, diesmal weiter südlich: das neue Erdbeben der Stärke 6,3, diesmal bebte das Zentrum des Landes: das Epizentrum lag 13 km von der Stadt Tutubigan entfernt, während sich das Hypozentrum in einer Tiefe von 70,2 km befand. Die Tiefe dieses neuen Erdbebens hat wahrscheinlich weitere größere Schäden verhindert.

Das Erdbeben der Stärke 6,1, das insbesondere die Region Zentral-Luzon traf, verursachte Einstürze und Schäden. Zur Zeit beträgt die Zahl der Toten elf. Tatsächlich fanden Retter in der Nacht die Leichen einiger Menschen, die in den Trümmern der Provinz Pampanga nördlich von Manila begraben waren. Die Philippinen befinden sich in einem Gebiet mit hoher Seismizität aufgrund des Zusammentreffens mehrerer tektonischer Platten. Sie befinden sich entlang des pazifischen "Feuergürtels", dem großen Ring am Pazifik, wo die tektonische Aktivität zu anhaltenden Erdbeben und Vulkanausbrüchen führt.

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