Haben Sie schon einmal eine rosa Heuschrecke gesehen? Äußerst selten, wurde ein Exemplar in Neuseeland gesichtet!
Normalerweise braun oder grau, die rosa Färbung dieser besonders seltenen Heuschreckenart ist das Ergebnis einer Genmutation.

Nein, das ist keine Fantasiegeschichte. Die rosa Heuschrecke existiert tatsächlich, auch wenn sie „außergewöhnlich selten“ ist! Neuseeländische Forscher haben sie sogar in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet. Diese Entdeckung machte ein Wissenschaftlerteam des neuseeländischen Naturschutzministeriums, das seine jährliche Heuschreckenzählung in der Nähe des Lake Tekapo im Mackenzie-Becken auf der Südinsel durchführte (das Land besteht aus zwei Hauptinseln: der Nordinsel und der Südinsel).
Une sauterelle robuste rose « exceptionnellement rare » a été observée au bord dune rivière en Nouvelle-Zélande. La teinte rose de cette espèce serait due à une mutation génétique appelée érythrisme. (Le Parisien)
— Le Média Positif (@LMPositif) November 20, 2025
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Die beobachtete Art, die robuste Buschgrille (Sigaus robustus), ist in Neuseeland heimisch. Sie ist zudem die größte Heuschreckenart des Landes. Normalerweise ist diese Art grau oder braun, wodurch sie mit der Farbe der Kieselsteine am Flussufer, ihrem einzigen Lebensraum, verschmilzt. Natürlich erregte das rosafarbene Exemplar, das sich am Wasser in der Sonne aalte, sofort die Aufmerksamkeit der Experten. „Ich hatte zwar von einem rosafarbenen Exemplar gehört, aber selbst noch nie eines gesehen“, rief Jen Schori, eine Försterin des neuseeländischen Naturschutzministeriums und Mitglied des Forschungsteams, aus.
Das Exemplar war eine dunkelrosa weibliche Heuschrecke. Laut einem neuseeländischen Experten, der die Art seit Jahren erforscht, ist diese Färbung auf Erythrismus zurückzuführen, eine Genmutation, die zu einer Überproduktion des roten Farbstoffs und einer Verringerung des üblicherweise vorkommenden natürlichen Farbstoffs führt. Aufgrund ihrer Seltenheit ist diese Art vom Aussterben bedroht. Laut dem neuseeländischen Naturschutzministerium gibt es im ganzen Land nur noch 250 bis 1000 robuste, ausgewachsene Heuschrecken. Dieses Insekt ist zudem besonders gefährdet: Seine rosa Farbe macht es für Fressfeinde wie Igel, Katzen und Vögel besser sichtbar.
Never seen a pink grasshopper? I found this picture today and it so cute pic.twitter.com/mfAu9wJWVk
— Ashandy (@AshandyTemi) January 25, 2025
Da die Art nur in einem bestimmten Gebiet vorkommt, könnte sie durch Klimawandel und menschliche Aktivitäten ihren natürlichen Lebensraum verlieren, wenn keine Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Heuschrecken sind zudem für ihre Ungeschicklichkeit bekannt. Obwohl sie sehr hoch springen können, haben sie laut Experten keine besonders gute Kontrolle über ihre Landung.
National gilt die robuste Heuschrecke als gefährdete Art. Die Weibchen sind doppelt so groß wie die Männchen und benötigen viel Sonnenlicht, um sich zum Fressen und Brüten ihrer Eier aufzuwärmen. „Diese Heuschrecken sind so einzigartig. Sie sehen fast prähistorisch aus.“ Um die Art zu schützen, wurde 2018 ein kleiner Teil ihres Lebensraums abgesperrt, um sie vor Fressfeinden zu schützen. Damals galt dieses Schutzgebiet als das weltweit erste Insektenrefugium. Seitdem wurden rosafarbene Exemplare außerhalb des Refugiums entdeckt und müssen nun ums Überleben kämpfen. Abschließend heißt es: „Vielleicht pflanzen sie sich fort, und wir sehen bald mehr rosafarbene Exemplare.“
Quellenhinweis:
Eva Corlett, TheGuardian, (19/11/2025), ‘Exceptionally rare’ pink grasshopper spotted in New Zealand
M.P., LeParisien, (19/11/2025), Une sauterelle robuste rose « exceptionnellement rare » observée au bord d’une rivière en Nouvelle-Zélande
Juliette Brossault, BFMTV, (19/11/2025), "Exceptionnellement rare": une sauterelle rose observée en Nouvelle-Zélande