Dürre-Sommer bis Oktober?

Der Sommer bleibt weiterhin zu trocken. Landregen ist nicht in Sicht. Wir gehen vom Hitzesommer wieder zurück in den Wohlfühlsommer, zumindest was die Temperaturen angeht.

Dominik Jung Dominik Jung 13 Aug 2018 - 01:19 UTC
Dürresommer in Deutschland
So sehen derzeit viele Rasen und Wiesen in Deutschland aus. Alles ist vertrocknet.

Die Temperaturen haben am vergangenen Wochenende regional schon wieder bis zu 31 Grad im Schatten erreicht. Die ganze große Mega-Hitze ist aber erstmal vorbei und es sieht nicht so aus, als würde sie in den nächsten Tagen zurückkehren. Die Wahrscheinlichkeit für Höchstwerte über der 35-Grad-Marke ist derzeit eher als gering einzuschätzen. Doch der große Regen bleibt ebenfalls weiterhin aus. Der August ist nun der siebte Monat in Folge der bisher deutschlandweit gesehen deutlich zu trocken ist. Außer lokalen Gewittergüssen hat sich in Sachen Regen bisher nicht viel ergeben.

Auch der Start in die neue Arbeitswoche verläuft vielfach trocken. Einzige Ausnahme: der Westen des Landes. Dort ziehen bereits ab dem Vormittag die kräftigen Gewittergüsse von Tief Pamela vorüber. Dabei kann es lokal kräftigen Regen geben. Aber wie immer wird es nicht jeden treffen. Einige Regionen bekommen Starkregen ab, andere Regionen wiederum gar nichts. Trocken und heiß ist es zunächst im Osten und Südosten. Dort werden 30 bis 33 Grad im Schatten erwartet. Im Westen bleibt es mit 23 bis 28 Grad kühler.

Neues Sommerhoch zieht heran

Nachdem Tief Pamela am Montag für regionale Gewittergüsse gesorgt hat, wird es ab Dienstag schon wieder trockener und auch freundlicher. Ein neues Sommerhoch ist im Anmarsch und sorgt für vielfach freundliches und trockenes Wetter. Die Höchstwerte erreichen am Dienstagnachmittag 21 bis 27 Grad. Dabei ist es an der Küste am kühlsten. Der Mittwoch bringt dann schon einen Temperatursprung auf 24 bis 30 Grad. Dabei wechseln sich Sonne und Wolken ab, es ist überwiegend trocken. In der zweiten Wochenhälfte geht es ebenfalls sommerlich weiter.

Am Donnerstag erwärmt sich die Luft auf 27 bis 33 Grad. Dabei wechseln sich Sonne und Wolken weiterhin ab. Richtung Küsten und am Alpenrand kann es stellenweise einzelne Schauer geben. Sonst ist es weitgehend trocken. Auch am Freitag geht es überwiegend trocken und sommerlich weiter. Die Höchstwerte erreichen am Nachmittag 24 bis 33 Grad. Die höchsten Werte gibt es dabei in Ostdeutschland.

Keine Entspannung an der Dürre-Front

Schaut man sich die neusten Klimatrends des US-Wetterdienst NOAA an, dann sind bis in den Oktober hinein oftmals nur geringe Niederschläge in Sicht. Der ergiebige Landregen bleibt weiterhin aus. Lokal Regengüsse bringen keine Entspannung der Wetterlage. Ganz im Gegenteil: Oftmals ist es auch noch Starkregen der dem Erdboden mehr schadet als das er hilft. Das Wasser kann nicht einziehen, läuft direkt ab und schwemmt dabei auch noch Erdreich fort.


Sollte es wirklich auch im September und im Oktober mit der Trockenheit weitergehen, dann wären es bereits neun Dürremonate in Folge. Wir stünden damit vor einer Jahrtausend-Dürre. Wollen wir mal hoffen, dass es nicht dabei bleibt. Die Pegel der Flüsse fallen in den kommenden Tagen erstmal weiter. Kräftiger und vor allen Dingen flächendeckender Regen wäre dringend nötig.

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