Die neue Klima-Realität: Warum deutsche Häuser umgerüstet werden müssen – wie das gelingt
Nach der schwerwiegenden Hitzewelle mit fast 5500 Toten laut Daten des Robert-Koch Instituts muss Deutschland umdenken und handeln. Unsere Häuser und Wohnungen können so einer starken Hitzewelle nicht standhalten.

Eine altbewährte Bauweise liefert noch mehr Kühlungseffekt als die meisten modernen Häusern. Hübsche und gut erhaltene Fachwerkhäusern sind ein Touristenmagnet in viel Städten. Sie können noch viel mehr und gelten als kühle Orte an heißen Tagen.
Moderne Bauweisen sind der Hitze nicht gewachsen
Moderne Leichtbauweisen mit viel Fensterfront heizen sich superschnell auf und es besteht nicht die Möglichkeit die Wohnung kühl zu halten. Auch eine Klimaanlage ist langfristig keine wirkliche Lösung.
Thomas Auer ist Professor für Gebäudetechnologie und klimagerechtes Bauen an der TU München. Sein Schwerpunktgebiet ist vor allem die Forschung zum klimagerechten Bauen.
Klimaangepasstes Bauen ist gar nicht so schwer
In dem Bereich spielen die lokalen Randbedingungen und die Energieeffizienz eine große Rolle. Gleichzeitig werden so die Aufenthaltsqualität optimiert und geschaut inwieweit Form und Materialität von Gebäuden einen entscheidenden Einfluss haben können.

Sie hat zwei große Vorteile. Der Lehm schafft eine angenehme Raumtemperatur und hat positiven Einfluss auf die Raumtemperatur. Die kleinen Fenster bieten zudem wenig Fläche, um das Haus extrem zu erhitzen.
Fachwerkhäuser bieten mehr Kühlungsmöglichkeiten
Besonders gut geeignet sind sogenannte aktivierte Lehmbauplatten. Diese Platten sind zusätzlich mit einem Rohrsystem ausgestattet.
Durch diese Rohre kann Wasser strömen und eignet sich ideal zum Kühlen und zum Wärmen von Wohnungen und Häusern.
Wärmepumpen sind eine gute Alternative
Jedoch hat eine Wärmepumpe in Häusern und Wohnungen ebenfalls schon gute Effekte. Sie kann nicht nur zum Übertrag von Wärme genutzt werden, sondern eignet sich auch, um die Wohnungen kühl zu halten.
Im Gegensatz zum Transport vom warmen Wasser im Winter schafft die Wärmepumpe im Sommer ausreichend Abkühlung. Sie leitet kein warmes Wasser durch die Leitungen, sondern kaltes Wasser und kühlt die Wände effizienter als eine Klimaanlage.
Weitere Technik sorgt demnach für mehr Treibhausgasemissionen und schädigt das Klima. Eine zukunftsgerichtete Bauweise besteht aus deutlich mehr Komponenten.
Nicht zuletzt hilft es eine Vielzahl von Verschattungsmöglichkeiten zu schaffen. Aus wissenschaftlicher Perspektive eignen sich Bauweisen wie alte Hofhäuser mit einer aus Kombination aus natürlichen und mineralischen Materialien.
Artikelreferenz
focus.de. (2026). 40 Grad und mehr: So machen wir unsere Häuser hitzefest.
rki.de. (2026). Wochenbericht zur hitzebedingten Mortalität.