Neuer Rekord: 43 Grad! Heat Dome kippt nach Deutschland – „Da wird es wieder brennen"

Ein Hitzedom aus Frankreich rollt heran. Das GFS-Modell rechnet mit bis zu 43 Grad am Oberrhein – ein Wert, den Deutschland so noch nie gesehen hat.


Es ist eine Zahl, die man zweimal lesen muss: 43 Grad. Genau das rechnet aktuell das amerikanische GFS-Modell für den deutschen Südwesten in der kommenden Woche. Nicht in Sevilla, nicht in Athen – sondern zwischen Freiburg, Karlsruhe und Mannheim.

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Wer jetzt denkt, das sei ein Ausreißer eines einzelnen Rechenlaufs, der irrt. Die Signale verdichten sich seit Tagen. Und der Grund dafür sitzt derzeit noch über Frankreich.

Heat Dome kippt Richtung Deutschland

Über Westeuropa hat sich ein sogenannter Heat Dome aufgebaut – eine gewaltige Hitzeglocke, unter der die Luft absinkt, sich erwärmt und regelrecht eingesperrt wird. Frankreich ächzt seit Tagen darunter, die Böden sind ausgedörrt, die Luftmassen glühen förmlich vor sich hin.

Genau diese Hitzeblase kippt nun langsam nach Osten. Sie schiebt sich über den Rhein, und was in Frankreich vorgeglüht wurde, landet direkt bei uns. Deutschland bekommt die Rechnung präsentiert – und die fällt saftig aus.

Der Tag, an dem alle Rekorde fallen könnten

Der Höhepunkt fällt auf einen ganz bestimmten Tag in der kommenden Woche. Welcher es ist, verrate ich hier bewusst noch nicht – die Modelle wackeln beim Timing noch um wenige Stunden, und ich will keine Panik säen, sondern Fakten liefern.

Aber so viel steht fest: An diesem einen Tag könnte die deutsche Temperaturgeschichte neu geschrieben werden. Das GFS-Modell setzt den Spitzenwert auf 43 Grad. Damit wäre die bisherige deutsche Bestmarke pulverisiert – und zwar nicht knapp, sondern deutlich.

Oberrhein wird zum Glutofen

Der Hotspot liegt dort, wo er immer liegt: in der Oberrheinischen Tiefebene. Zwischen Schwarzwald und Vogesen staut sich die Luft, sie wird komprimiert, sie sinkt ab, sie heizt sich zusätzlich auf. Der Rheingraben ist Deutschlands natürlicher Backofen – und nächste Woche dreht jemand den Regler ganz nach rechts.

In den kommenden Tagen wird es wieder extrem warm bis heiß. Es drohen auch wieder Waldbrände.
In den kommenden Tagen wird es wieder extrem warm bis heiß. Es drohen auch wieder Waldbrände.

Aber auch Rheinhessen, die Pfalz, das Rhein-Main-Gebiet und Teile Nordbaden-Württembergs bekommen ihr Fett weg. Hier reden wir über 40 bis 42 Grad, also über astreine Gluttage. Selbst im Norden knacken viele Orte locker die 35-Grad-Marke.

„Da wird es wieder brennen" – extreme Waldbrandgefahr

Und jetzt kommt der Teil, der mir persönlich am meisten Sorgen macht. Die Böden sind knochentrocken, die Vegetation ist ausgedörrt, seit Wochen fehlt jeder nennenswerte Niederschlag. Kommt jetzt diese Extremhitze obendrauf, dann haben wir eine hochexplosive Mischung.

Die Waldbrandgefahr steigt vor allem im Südwesten in den höchsten Bereich. Ein weggeworfener Zigarettenstummel, ein heißgelaufener Katalysator auf trockenem Gras – mehr braucht es nicht. Da wird es wieder brennen, davon muss man leider ausgehen. Wer grillt, wer im Wald unterwegs ist, wer sein Auto am Feldrand parkt: Bitte Hirn einschalten.

So geht es danach weiter

Die große Frage ist: Wie lange hält sich das Ding? Nach aktuellem Stand bleibt uns die Hitze mindestens bis zum Ende der Woche erhalten, ehe von Westen erste Gewitter hereinbrechen könnten. Und die haben es dann in sich – Unwetterpotenzial inklusive.

Bis dahin gilt: viel trinken, Mittagshitze meiden, ältere Nachbarn im Blick behalten. Diese Hitzewelle ist kein Sommerspaß mehr, sondern eine echte Belastungsprobe. Für Mensch, Natur und Infrastruktur gleichermaßen. Ich halte Sie auf dem Laufenden.