Achtung: Heute schwerer Sturm - Lolita kommt nach Deutschland!

Stürmischer Dienstag! Heute drohen im Westen und Süden von Deutschland Sturmböen, in den Hochlagen auch orkanartige Böen. Regional gibt es Wintergewitter mit Graupel, Schnee und Schneeregen. Welche Gefahren drohen?

Johannes Habermehl Johannes Habermehl 28 Jan 2020 - 04:07 UTC
Lolita fegt über Süddeutschland
Heute kommt Sturm Lolita nach Deutschland und sorgt für teils schweren Sturm.

Lolita kommt und sie mag es stürmisch. Heute überquert uns das Sturmtief und trifft zuerst auf den Westen dann auf den Süden des Landes. Dabei werden besonders in den höheren Lagen auch schwere Sturmböen und möglicherweise auch orkanartige Böen erwartet. Dabei treten an der Kaltfront des Tiefs auch Gewitter auf und dabei kann es die heftigen Böen geben.

Das ganze beginnt am Vormittag im Westen und setzt sich dann über die Mitte und den Süden weiter nach Osten fort. Dabei schwächt sich das ganze aber langsam etwas ab. Die Sturmböen erreichen in den Niederungen bis zu 80 km/h und in den Hochlagen in exponierten Stellen bis zu 110 km/h. Da es in Hochlagen auch noch Schneeregen und Schnee gibt, besteht hier auch noch die Gefahr von Glätte und Schneeverwehungen. Letzteres kann besonders den Schwarzwald treffen.

Gefährlicher Seitenwind auf Brücken

Neben der Glätte in den Hochlagen besteht eine große Gefahr durch den Wind. Zum einen werden Gegenstände durch die Luft gewirbelt, zum anderen gilt: Vorsicht bei Fahrten oder Spaziergänge durch Wälder. Letzteres sollte man morgen ohnehin besser unterlassen. Das kann durch herabstürzende Äste oder umfallender Bäume sehr gefährlich werden.

Besonders für LKW und für Autofahrer ist der Seitenwind auf frei stehenden Brücken gefährlich. So mancher LKW ist hier schon umgefallen, als er von einer Windböe erfasst wurde. Daher morgen dort unbedingt langsam fahren und Fuß vom Gas. Los geht das Ganze am Morgen im Westen von Nordrhein-Westfalen, dem Saarland, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, später bläst es dann auch in Hessen, Bayern und Teilen von Ostdeutschlands. Dabei schwächt sich der Sturm aber weiter ab.

Erst nass-kalt, am Wochenende schon wieder Frühling - bis 15 Grad warm

Die Wetterlage bleibt bis Donnerstag dann im ganzen Land nass-kalt. Nachts gibt es leichten Frost und glatte Straßen, tagsüber meist leichte Plusgrade. Nur in den Mittelgebirgen kann es ab 600 m auch den Tag über leichten Dauerfrost geben. Da mag so mancher schon meinen, dass der Winter wiederkommt, aber dem ist nicht so. Schon Richtung Wochenende wird es wieder deutlich wärmer, wenn es auch nass bleibt.

Am Freitag erreichen die Höchstwerte bis zu 10 Grad. Am Samstag und Sonntag weht erneut ein starker West- bis Südwestwind. Dieser bringen Regenwolken und einen neuen Schwall milder Luft nach Deutschland. Dann rauschen die Höchstwerte im Westen im Südwesten ganz schnell wieder Richtung 15-Grad-Marke. Mit einem winterlichen Start in den Februar wird es also nichts werden. Der Januar endet im Schnitt deutlich zu mild und auch der Februar startet zu warm - für den Winter bedeutet das weiterhin keine Chance!

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