30 Grad im Mai vor einem Jahr - wann wird es dieses Jahr warm?

Vor einem Jahr gab es im Mai Freibadwetter. Die Temperaturen lagen zwischen 25 und knapp 30 Grad. In diesem Jahr ist frieren angesagt. Es werden kaum 15 Grad erreicht und es gibt Schauer mit viel Wind.

Leon Beurer Leon Beurer 09 Mai 2019 - 09:57 UTC
Kühler Mai
Der Monat Mai ist bisher viel zu kalt. Im vergangenen Jahr gab es zu dieser Zeit schon die ersten Hitzetage mit 30 Grad und mehr.

Vor einem Jahr wurden in Deutschland Höchstwerte um 25 bis knapp 30 Grad gemessen. Damit gab es bereits bestes Freibadwetter. In diesem Jahr sieht es für die Freibäder aber ganz und gar nicht gut aus. Die Höchstwerte liegen meist unter 20 Grad, teils sogar unter 10 Grad. Besonders im Westen und Süden fällt immer wieder Regen. Deutschland bildet dabei in Europa ein echtes Kaltluftloch. Eigentlich ist es überall um uns herum wärmer. Selbst in Moskau werden Spitzenwerte um 25 Grad und mehr erreicht.

Richtig heiß wird es am Wochenende auf der Iberischen Halbinsel. Dort werden im Südwesten 30 bis 37 Grad erreicht. Vielleicht sind lokal sogar Werte nahe der 40-Grad-Marke möglich. Die Wetterlage scheint in den kommenden 10 Tagen ziemlich eingefahren zu sein. Südlich und Östlich von uns stoßen jeweils warme Luftmassen vor. Bei uns dagegen strömt weiterhin aus Nordeuropa eher sehr kühle Luft heran. Das hätte uns im Dezember oder Januar echtes Winterwetter beschert.

Zum Wochenstart sogar nochmal Nachtfrost

Am heutigen Donnerstag gibt es bei 9 bis 18 Grad viele Wolken. Nach Westen, Süden und teilweise im Norden gibt es Schauer. Lokal sind sogar Gewitter mit dabei. Lediglich im Osten des Landes bleibt es meist trocken. Hier kommen nur wenige Tropfen an. Auch am Freitag geht das wechselhafte Wetter weiter. Mit 8 bis 17 Grad ändert sich an den Temperaturen kaum etwas. Am wärmsten ist es im Osten des Landes.

Viel Regen
Dürre, welcher Dürre? Statt großer Trockenheit wie in den Medien angekündigt, gibt es in Deutschland bis zum Sonntag regional viel Regen.

Richtig nass wird am Samstag der Süden und der Westen Deutschlands. Dann gibt es immer wieder Regen. Unter den Regenwolken sind nur 7 oder 8 Grad drin. Sonst werden 9 bis 18 Grad gemessen. Zum Muttertag scheint nördlich des Mains hin und wieder die Sonne. Weiter südlich gibt es mehr Wolken als Sonne und im Südwesten fällt anfangs Regen. Bei Regen werden nur 5 bis 7 Grad erreicht. Sonst klettern die Werte auf 8 bis 14 Grad. Das ist für Mai deutlich zu kühl. Die Nacht zu Montag bringt dann in der Mitte Luftfrost.

Mai könnte deutlich zu kalt werden - keine Erwärmung in Sicht

Derzeit ist der Monat Mai über 4 Grad kälter als im Klimamittel der Jahre 1961 bis 1990. So kalt war es im vergangenen Jahr bei weitem nicht gewesen. Damals war es sogar sehr warm. Mal sehen wohin sich die Reise weiter entwickelt. Es sieht aber in den kommenden 7 bis 10 Grad nicht nach einer großen Änderung der aktuellen Wetterlage aus. Es ist weiterhin deutlich zu kühl und nachts muss man stellenweise sogar mit Bodenfrost rechnen.

Nach dem sehr warmen Ostersommer sind wir nun wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Die Natur ist sehr gut in der Lage einen Ausgleich zu finden. Übrigens: Von der in den Medien vor 14 Tagen angekündigten großen Dürre ist nichts zu sehen. Im Westen und Süden gibt es immer wieder Regen. Auch der Osten bekommt etwas ab, wenn auch nur recht wenig.

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