Wissenschaftler finden Antworten auf Klimafragen in Weidelandschaften

Amerikanische Forscherinnen und Forscher haben eine große Menge an Daten analysiert. Insgesamt liegen Daten aus über 40 Jahren vor, die Auskunft gegen über die Klimaresistenz von Gras- und Weideflächen.

Artenvielfalt ist eine natürliche Ressource gegen Klimabedrohungen
Artenvielfalt ist eine natürliche Ressource gegen Klimabedrohungen

Die Klimaerwärmung sorgt für Temperaturrekorde, Trockenphasen und Extremwetterereignisse.

Eine, der umfassendsten Analyse wurde ausgewertet

In Amerika wurden Daten ausgewertet, die aus nordamerikanischen Graslandgebieten stammen.

Ein Artenreichtum durch beispielsweise verschiedene Gräser, Wildblumen und Insekten kann zu einer stärkeren Resistenz führen. Schlechtere Bedingungen für Weide- und Grasland können nun mit Hilfe von bestimmten Bepflanzungen und Umstrukturierungen vermindert werden.

Drei verschiedene Gebiete wurden 40 Jahren lang wissenschaftlich betreut

Das Forschungsteam aus 15 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler analysierte fast vier Jahre lang eine Datenmenge von 1980 bis 2022. Aus den Gebieten in Minnesota, Michigan und Kansas konnten die Forschenden Erkenntnisse für viele Standorte ableiten.

Es ist eine erstmalige Studie, die so viele Standorten und so einen langen Zeitraum betrachtet hat. Seit Jahren hat sozusagen eine ganze Generation immer wieder Daten erfasst. Es wurden wachsende Pflanzen sorgfältig unter die Lupe genommen, die vorhandenen Arten gelistet und ihre Häufigkeit bestimmt.

Extremwettereignisse hatten oftmals langfristige Folgen

Nich zuletzt dokumentierten die Forscherinnen und Forscher Veränderungen der Temperatur und der Niederschlagsmenge sowie Extremwetterereignisse.

„An allen drei Standorten identifizierten das Forscherteam insgesamt 28 Trocken- oder Regenperioden, die die Kriterien für besondere Wetterereignisse erfüllten – also Bedingungen, die so extrem sind, dass man davon ausgehen kann, dass sie nur einmal in zehn Jahren auftreten.“, so das Forschungsteam.

So gab es in den letzten Jahrzehnten beispielsweise eine Unwetterfront mit sintflutartigen Regenfällen. Im Jahr 2019 kamen rekordverdächtige Schnee- und Regenfälle herunter.

Im Mittleren Westen der USA wurde somit das nasseste Jahr seit Wetteraufzeichnungen registriert. Bauernhöfe und große Landwirtschaftsbetriebe verzeichneten einen hohen Schaden. Die Ernte wurde erschwert und es kam zu Engpässen.

Die Widerstandsfähigkeit ist abhängig von der Artenvielfalt

Doch das Forschungsteam stellte schlussendlich fest, dass die Weidelandschaft mit der höchsten Biodiversität tatsächlich die höchste Widerstandsfähigkeit aufweisen konnte. Dennoch ist die Bedrohung durch Extremwetterereignisse wechselhaft. Denn es gibt unterschiedliche Arten, die besonders bei Dürreperioden oder bei extremem Niederschlag helfen können.

Auch wir profitieren von resistenten Wiesen und Weiden
Auch wir profitieren von resistenten Wiesen und Weiden

In der Zukunft soll weiter geforscht werden, sodass möglichen Anpassungen an die Wetterlage die Widerstandsfähigkeit der Weide und Wiesen unterstützen können.

„Durch einen Verlust an Biodiversität sind geschwächte Ökosysteme weniger widerstandsfähig gegenüber Extremwetterereignissen. Umgekehrt kann extremes Wetter es den Arten erschweren, sich zu behaupten, das verringert langfristig die Biodiversität und die Widerstandsfähigkeit gegenüber künftigen Ereignissen.“, so die Forscher.

Quellenhinweise

Ajowele, J. A., A. L.Darst, N. R.Baker, et al. (2026). Multiple Community Properties Drive Ecosystem Resistance and Resilience to Extreme Climate Events Across Mesic Grasslands. Ecology Letters29, no. 4: e70380

Michigan State University. (2026). From decades-long studies of humble grasses, new clues to climate resistance. Ecology Evolution Behavior. News.

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