Wasser-Alarm in Deutschland: Forscher fordern ein komplett neues System – bevor es zu spät ist
Bereits im Mai wurde in einigen Kommunen eingefordert auf den eigenen Wassergebrauch zu achten. Pools und Gärten sollten nicht mehr übermäßig gewässert werden. Jetzt im Juni sind es schon mehrere Kommunen.

Die Wasserstände sind beispielsweise in der Obernautalsperre und Breitenbachtalsperre im Siegerland unterdurchschnittlich niedrig.
Wasserstände sind in den Talsperren zu niedrig
Auch im bergischen Land gibt es weniger Wasser. Die Große Dhünn-Talsperre ist die zweitgrößte Trinkwassertalsperre Deutschlands und hat durch den trockenen Winter zu wenig Wasser speichern können. Hier wurden ebenfalls Werte von um die 60 Prozent gemessen.
In Zeiten von Klimaerwärmung und Klimaveränderung ist es auch in Deutschland der Fall, dass wir weniger Wasser zur Verfügung haben. Die Veränderungen bringen mit sich, dass im Jahresdurchschnitt weniger Niederschlag fällt.
Wissenschaftler fordern eine neue Infrastruktur
Die Trinkwasser- und Frischwasserversorgung ist eine regionale oder kommunale Angelegenheit. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fordern hier ein Umdenken und neue Strukturmodelle.
Die Wasserknappheit ist in Deutschland vor allem in Brandenburg und Niedersachsen ein großes Thema.

Auch wir Menschen können durch den Mangel stark beunruhigt werden. Unsere eigenen Handlungsmöglichkeiten wirken vielleicht erstmal begrenzt.
Regenwasser kann Abhilfe schaffen
Doch können wir eine ganze Menge dazu beitragen. Regentonnen im Garten oder auf dem Balkon speichern wertvolles Gießwasser. Das eigene Abwasser kann beispielsweise bei Tätigkeiten wie Gemüse putzen, Flaschen oder Geschirr ausspülen mit einer einfachen Schüssel aufgefangen werden.
Dieses Abwasser lässt sich wiederum super für den eigenen Garten oder Balkon verwenden. Nicht zuletzt können wir durch das eigene Bewusstsein an andere weitergeben und so das Wassersparen normalisieren.
Deutschland nutzt zu viel Frischwasser
Prof. Dr. Dietrich Borchardt des Umwelt am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) fordert, eine Anpassung der Wasserinfrastruktur in Deutschland als Ganzes.
Ein neues System könnte weniger Frischwasserverbrauch möglich machen.
So brauchen wir beispielsweise für die Toilettenspülung kein sauberes Wasser. Es würde ausreichen, wenn wir mit sogenanntem Grauwasser nachspülen.
Quellenhinweise
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (2026). Wie der Klimawandel unseren Umgang mit Wasser verändert. Klimawissen.
WDR.de (2026). Kreis Siegen-Wittgenstein ruft zum Wassersparen auf. Leere Talsperren. Kreis Siegen-Wittgenstein. Sauer- und Siegerland.
Wupperverband.de (2026). Große Dhünn-Talsperre: Wasservorrat vorsorglich schonen. Pressemitteilung.