Kleine winzige Partikel aus der Arktis haben weltweit Auswirkungen auf unser Klima

Ein Forschungsteam aus den USA hat neue Erkenntnisse gewinnen können, die erstmals aufzeigen, dass kleine Partikel aus schmelzendem Meereis Auswirkungen auf das globale Klima und Wettergeschehen haben könnten.

Die Wolkenbildung kann sich durch die neuen Erkenntnisse weltweit wandeln
Die Wolkenbildung kann sich durch die neuen Erkenntnisse weltweit wandeln

Diese winzigen Partikel schmelzen zunächst und steigen dann in den arktischen Himmel auf.

Neue Wolkenbildungen könnten das Klima verändern

Diese Wolkenbildung in einer klimasensiblen Region kann den Einfluss auf das weltweite Wettergeschehen haben. Diese kleinen Partikel stammen beispielsweise aus Bakterien.

Sie können in Form von Mikroben, Gischt oder Mineralstaub entstehen. Wenn diese kleinen Partikel in die Atmosphäre geraten, sind sie quasi die Basis für entstandenen Wasserdampf. Dieser Dampf kann gut an ihnen haften und gefrieren. Dadurch wird die Wolkenbildung weiter unterstützt.

Die Partikel stammen aus kleinen Tümpeln

Die kleinen Partikel werden auch „Eiskeimbildner“ genannt. Diese Bildner stammen laut den neusten Erkenntnissen aus kleinen Tümpeln, die auf dem Meereis liegen. Das Team konnte durch diverse Messungen nachweisen, dass die Konzentration der eiskeimbildenden Partikel in den Tümpeln deutlich höher was als im Meerwasser selbst.

Das Eis in der Arktis verändert sich stetig
Das Eis in der Arktis verändert sich stetig

Das Team vermutet daher ebenfalls spezielle biologische Prozesse, die in den Tümpeln ablaufen könnten. Die Tümpel können aus einer Mischung von Eis, Meerwasser, Bodensedimenten und somit kleinen Organismen bestehen. Blicken wir genauer auf den Klimaveränderungen in der Arktis, können wir feststellen, dass die Erwärmung dort viel schneller voranschreitet.

Die Arktis erwärmt sich 4-mal schneller

Die Arktis erwärmt sich in der Regel viermal schneller als in anderen Regionen der Welt. Somit könnte es passieren, dass zukünftig mehr winzige Partikel in der arktischen Atmosphäre entstehen und somit eine vermehrte Wolkenbildung stattfinden könnte. Kleine klimatische Veränderungen können zu mehr Tümpeln führen und somit das gesamte System verändern.

"Wolken sind komplex, und es besteht nach wie vor große Unsicherheit darüber, wie sich Aerosol-Wechselwirkungen insgesamt auf die Strahlungseigenschaften von Wolken auswirken. Ein besseres Verständnis der Rolle, die diese Partikel spielen, wird in Zukunft bei der Wettermodellierung helfen und eine Vielzahl weiterer Vorteile mit sich bringen.“, ergänzt Camille Mavis der Colorado State University.

Das Team der Colorado State University war Teil eines internationalen Projektes, das zum Ziel hatte, ein besseres Verständnis für den Rückgang des arktischen Meereises und dessen Zusammenhang mit dem Klimawandel zu gewinnen.

Das Alfred-Wegener-Institut leitete die Expedition, unterstützt vom Cooperative Institute for Research in Environmental Sciences – einer Partnerschaft zwischen der University of Colorado Boulder und der National Oceanic and Atmospheric Administration der USA.

Quellenhinweise

Camille Esther Mavis, Maria Vazquez, Chelsea Anne Bekemeier, et al. (2025). Meltwater as a Local Source of Ice Nucleating Particles in the Central Arctic Summer. ESS Open Archive. 01 August 2025.

Eurek Alert. (2026). Tiny particles in Arctic ponds may play role in cloud formation, climate change. Peer-Reviewed Publication. Colorado State University.

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