Hurrikan-Vorhersagen sind besser denn je – doch NOAA warnt: Trumps Kürzungen bedrohen die Mittel
Dank zahlreicher Verbesserungen haben sich die Hurrikanvorhersagen in den letzten Jahren erheblich verbessert. Aufgrund der jüngsten Kürzungen im Bundeshaushalt und des Personalmangels sind jedoch die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Vorhersagen gefährdet.

Die Hurrikansaison im Atlantik beginnt am 1. Juni; ein sich entwickelndes El-Niño-Phänomen könnte zu einer eher ruhigen Hurrikansaison führen. Es reicht jedoch schon ein einziger schwerer Sturm, der ein dicht besiedeltes Gebiet trifft, um die Saison dennoch zu einer schweren Hurrikansaison zu machen.
Vorhersage eines Hurrikans
Die Hurrikanvorhersagen haben sich in den letzten Jahrzehnten drastisch verbessert. Kürzungen der staatlichen Mittel und Stellenstreichungen bei diesen Programmen, die dazu beitragen, die Amerikaner vor extremen Wetterereignissen zu schützen, werden den Fortschritt zum Erliegen bringen und die Ressourcen für die Vorhersage einschränken.
Sowohl Menschen als auch Computermodelle müssen die Position, die Stärke und die Struktur eines Hurrikans sowie dessen Umgebung kennen. Satelliten sind wichtig für die Verfolgung von Stürmen, doch sie können nicht in das Innere der Stürme blicken.
Hurrikanjäger sind eine Gruppe erfahrener Piloten, die die ganze Saison über in die Stürme fliegen, um Sturmdaten zu sammeln, die anschließend an Wettervorhersager und Computermodelle weitergeleitet werden. Die US-Luftwaffenreserve und die NOAA entsenden täglich mehrere Hurrikanjäger-Flüge, sobald sich Stürme entwickeln, um die aktuellsten Informationen zu erhalten. Sie fliegen direkt in den Sturm hinein, um Fallsonden abzuwerfen, die unter extremen Bedingungen Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind und Luftdruck präzise messen.
Diese Daten werden per Funk an das Flugzeug zurückgesendet, dort verarbeitet und an die NOAA weitergeleitet, wo sie von Meteorologen analysiert und zur Initialisierung von Vorhersagen in Computermodellen verwendet werden. Die Vorhersagen von Computermodellen zur Zugbahn von Hurrikanen sind um 24 % genauer geworden, seit die Daten der Dropsonden einbezogen werden.
Hurrikanmodelle
Die Hurrikanvorhersagen haben sich dank staatlicher Investitionen in Computermodelle, mit denen diese Stürme simuliert werden können, verbessert. Im Jahr 2008 finanzierte die US-Regierung das „NOAA Hurricane Forecast Improvement Project“, was zu erheblichen Fortschritten bei der Computermodellierung und der Vorhersagegenauigkeit führte. Durch die Einbeziehung von Beobachtungen aus Flugzeugen konnten die Computermodelle verbessert werden, sodass Luftbewegungen und Regenbänder detaillierter dargestellt werden konnten.
Das „Hurricane Analysis and Forecast System“ ist das Flaggschiff unter den Hurrikanmodellen der NOAA und liefert im Vergleich zu früheren Modellen zuverlässige Vorhersagen zu rascher Intensivierung. Sich rasch verstärkende Stürme stellen eine Gefahr für Küstengemeinden dar; daher ermöglichen genauere Vorhersagen den Menschen und Gemeinden, sich besser vorzubereiten und zu evakuieren. Durch die seit 2007 erzielten Verbesserungen konnten pro Hurrikanlandung schätzungsweise 2 Milliarden US-Dollar eingespart und unzählige Menschenleben gerettet werden.
Geld regiert die Welt
Das Gesamtbudget der NOAA belief sich im Jahr 2024 auf 6,7 Milliarden Dollar. Kürzungen bei den Finanzmitteln und beim Personal haben die Fähigkeit der NOAA, Daten und Beobachtungen zu sammeln, beeinträchtigt. Pensionierte NOAA-Wissenschaftler engagierten sich ehrenamtlich, um die Aufklärungsflüge der „Hurricane Hunter“ zu besetzen, damit die Einsätze weiterhin durchgeführt werden konnten.
Die Trump-Regierung hatte vorgeschlagen, das Budget der NOAA um über 25 % zu kürzen und deren Amt für Meeres- und Atmosphärenforschung aufzulösen. Der Kongress lehnte die Kürzungen ab und bewilligte ein Budget in Höhe von 6,1 Milliarden Dollar, das dennoch unter dem der Vorjahre liegt.
Das Nationale Zentrum für Atmosphärenforschung, das die Entwicklung von Computermodellen und der Dropsonden-Technologie vorangetrieben hat, soll nach den Plänen der Regierung ebenfalls aufgelöst werden. Die American Meteorological Society warnt: „Diese Entscheidung wird der meteorologischen Forschung und Innovation in den USA schaden und schwerwiegende Folgen für die gegenwärtigen und zukünftigen Bemühungen der Wetterdienste haben, Leben, Eigentum und die Wirtschaft des Landes zu schützen.“
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